Wird der “Grünzug Sürth” direkt zum Flop
Der Grünzug Sürth wurde gestartet mit Spendengeldern in Höhe von 2.000 Euro und sollte dazu beitragen, den Kindern in einem neuen Wohngebiet in Köln-Sürth einen Spielplatz zu ermöglichen. Im August und
September wurden im Neubaugebiet an der Heinrich-Erpenbach-Straße in großem Umfang geeignete Spielflächen eingerichtet.Der Erlös stammt aus Aktionen beim Godorfer Frühlingsfest im April dieses Jahres. Was auf den ersten Blick und von weitem schon ganz gut aussieht, erschreckt spätestens beim genauen hinschauen.
Das Geld kam zusammen aus der Versteigerung von gesponserten Möbeln und aus dem Betrieb einer Hüpfburg und einer Trampolinanlage. Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen legte in Sürth den neuen Grünzug an.
Weitere Gelder von Sponsoren, aus städtischen Töpfen und aus bezirksorientierten Mitteln der Bezirksvertretung sollen das Projekt unterstützen.
Bisher hatte ich mir einen bericht darüber erspart, auch aus zeitlichen Gründen. Als ich nun diese Woche einen kurzen Ausflug zum Grünzug machte, war ich doch sehr erschreckt. Auf den ersten Blick fügt sich der Grünzug sehr schön zwischen die Häuser ein direkt wenn man am neuen Kindergarten in das Wohngebiet einbiegt.
Man kann sich schon vorstellen wie das Ganze später fertig aussieht. Dort wo viele dachten wegen der Hügel ringsum entstehe ein Teich ist ein überdimensionaler Sandkasten entstanden. Man sollte eigentlich denken, das sich die Sürther Eltern und Kindern über einen solch schönen Sandkasten und einen Grünzug freuen. Jedoch das Gegenteil scheint der Fall.
Der Sandkasten mutiert zur Müllkippe
Ich dachte erst ich traue meinen Augen nicht beim näherkommen, doch es ist wahr, Müll und Abfallreste verunzieren den Sand soweit das Auge reicht.
Wie auch immer der da hinkommt, ich verstehe nicht, das die Anlieger und Nutzer diesen Müll nicht selbst entfernen. Mein Kind würde ich in diesem Dreck nicht spielen lassen. Im Vergleich dazu könnte man den Spielplatz und Sandkasten am Keltershof als sauber bezeichnen und dort spielen sicher mehr als 100 Kinder.
Eigentlich sollten wir doch froh sein, das
nicht jede Lücke zugebaut wird und die Stadt Köln dafür sorgt das es Grünflächen gibt. Auch werden sich zukünftige Spender für andere Projekte abwenden, wenn Sie sehen, was mit Ihrem Geld passiert. Da muß auch keine Bürgerinitiative gegen Müll gegründet werden, sondern jede Mutter und jeder Vater der mit seinem Kind im Sandkasten spielt nimmt anschließend seine Plastiktüte oder Bonbonverpackung einfach wieder mit nach Hause. Dann haben alle Sürther etwas davon wenn sie einen Spaziergang im Grünzug machen.
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