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	<title>Jazzie News  Jazz Events Live Musik Koeln &#187; werner</title>
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	<description>Jazz-Konzerte-Festivals- Termine- Rezensionen</description>
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		<title>Tom Gaebel- Jazz- Mitreißend &amp; souverän: Eine brillante Performance!</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 21:05:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[gäbel]]></category>
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		<description><![CDATA[Rezension zum Konzert von Tom Gaebel im Kölner „Gloria“ Dieses Konzert war mitreißend &#38; souverän: Eine brillante Performance! Gab es beim letzten Gaebel-Konzert im Kölner Gürzenich-Festsaal (2008) erhebliche Soundprobleme, so konnte sich dieses Mal das Publikum an einem perfekt-sauberen und fetzigen Live-Sound erfreuen. Fans und Freunde waren zahlreich erschienen. Zu Beginn des Konzertes war die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rezension zum Konzert von Tom Gaebel im Kölner „Gloria“ Dieses Konzert war mitreißend &amp; souverän: Eine brillante Performance!<br />
Gab es beim letzten Gaebel-Konzert im Kölner Gürzenich-Festsaal (2008) erhebliche Soundprobleme, so konnte sich dieses Mal das Publikum an einem perfekt-sauberen und fetzigen Live-Sound erfreuen.</p>
<div id="attachment_710" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/tom_mike.jpg"><img class="size-medium wp-image-710" title="Tom Gaebel im Gloria" src="http://www.jazzie.net/wp-content/tom_mike-300x210.jpg" alt="Tom Gaebel im Gloria" width="300" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Tom Gaebel im Gloria</p></div>
<p>Fans und Freunde waren zahlreich erschienen. Zu Beginn des Konzertes war die gemütliche, fast intime Location des „Gloria“ bis an die Bühnenrampe gefüllt.<br />
<span id="more-706"></span><br />
Tom Gaebel präsentierte sich während des ganzen Konzerts in bester Laune und musikalischer Hochform. Unterstützung gab ihm seine fantastische Big Band, mit der er völlig „verwachsen“ zu sein scheint. Spielten die Musiker gerade einen beeindruckenden Part, in dem sich die Solisten immer wieder feurige Duelle lieferten, musste Gaebel geradezu jede Note, jeden Ton sichtbar mit rhythmischen Bewegungen seines Körpers kommentieren. Tom Gaebel lebt seine Musik jede Sekunde, die er auf der Bühne steht.</p>
<p>Ein großer Teil seines Programms waren natürlich die Songs seines letzten, großartigen Albums: „Don’t Wanna Dance“. Bei „Crazy“ oder „Am I The Same Guy“ vermischte sich auf mitreißende Weise Pop, 60s-Sound mit Swing. Seine Version von „Satisfaction“ stürmte in einem so atemberaubendem Tempo vorwärts – dass es niemanden im Saal mehr ruhig auf seinen zwei Beinen hielt!</p>
<p>Tom startete allerdings mit einem Minnelli/Sinatra Welthit! Den erkannte man jedoch erst nach mehreren Takten. Sehr originell und eigenständig interpretierte Gaebel und seine Big Band das unwiderstehliche „New York New York“ im neuen Arrangement. Ohnehin fielen mir diesbezüglich bei diesem Konzert die ausgefeilten, wunderbaren Arrangements auf. Verglichen mit dem letzten Konzertprogramm hat sich Gaebels Big Band musikalisch verbessert. Davon zeugen nicht nur die Arrangements, sondern auch besonders das Spiel der Musiker. Besonders der fantastischen Bläser-Sektion wurde viel Freiraum für lange, blendende Soli gewährt, und damit wurde auch dem „Jazz“ in hohem Maße Genüge getan! Und nicht nur Gaebels talentierter Bruder Dennis durfte glänzen – jeder Musiker kam an die Reihe.</p>
<p><strong>Emotionaler als Sinatra.</strong><br />
Der „Sänger“ Tom Gaebel kann einerseits mit seinen Interpretationen niemals sein großes Vorbild „Sinatra“ leugnen – aber von Konzert zu Konzert und von CD zu CD wird er mehr<br />
„er selbst“ und souveräner. Das bezieht sich nicht nur auf sein Singen, sondern auf seine gesamte Performance. Während ich Sinatra als perfekten, disziplinierten, aber gefühlsmäßig eher distanzierten und „coolen“ Entertainer sehe, ist Tom Gaebels Wirken auf der Bühne viel mehr von seinen musikalischen Emotionen getrieben. ( Und das ist gut so !)</p>
<div id="attachment_712" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/p1080512fr.jpg"><img class="size-medium wp-image-712" title="Tom Gaebel im Kölner Gloria " src="http://www.jazzie.net/wp-content/p1080512fr-300x205.jpg" alt="Tom Gaebel im Kölner Gloria " width="300" height="205" /></a><p class="wp-caption-text">Tom Gaebel im Kölner Gloria </p></div>
<p>Auch wenn der Humor in seiner Moderation trocken kommt – seine Mimik und seine Körpersprache ist es nicht. Da gibt er sich ganz seinen Gefühlen hin und zeigt das mit Nachdruck. Ich finde Tom Gaebel impulsiver und emotionaler als Sinatra – was sich besonders zeigt, wenn er die Sinatra-Ballade „It Was A Very Good Year“ singt. Dann bekommen seine Augen einen Glanz, der seine große Hingabe an Melodie und Lyrik unverhohlen deutlich macht. Gesanglich ist Tom Gaebel vollkommen sicher. Seine Stimme überzeugt mit großem Tonumfang, nuancierter Gesangstechnik und Dynamik.</p>
<p>Letztere besticht besonders beim immer noch größten Gaebel-Konzert-Highlight „ Catch Me If You Can“. Gaebel hat schon oft bewiesen, welch toller Songwriter er ist. Eines seiner ganz großen Meisterstücke bleibt aber dieser Song mit den typischen Bondsound-Attributen. Gaebel brachte „Catch Me If You Can“ in einer langen, wuchtigen Version voller Effekte, die zudem mit ihrer spannungsreichen musikalischen Dramaturgie absolut fesselte. Das war einfach nur brillant!</p>
<p>Auch „That’s Life“, Can’t Take My Eyes Over You“, oder „Mack The Knife“ waren von großer Dynamik getragen. Geschmackssicher wählte Tom Gaebel einige der weltbesten Standards aus. Wunderschön gelang ihm das Medley “Teach Me Tonight/For Once In My Life. Und “Everybody Loves Somebody”, Dean Martin’s größter Schlager, der in dessen Interpretation mir stimmlich immer ein wenig „angesäuselt“ vorkommt, wurde von Tom zur anspruchsvollen Ballade mit Jazzcharakter veredelt.</p>
<div id="attachment_711" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/p1080472a.jpg"><img class="size-medium wp-image-711" title="©Werner Matrisch: Tom Gaebel mit Band  " src="http://www.jazzie.net/wp-content/p1080472a-300x205.jpg" alt="©Werner Matrisch: Tom Gaebel mit Band  " width="300" height="205" /></a><p class="wp-caption-text">©Werner Matrisch: Tom Gaebel mit Band </p></div>
<p>Mit „Halleluja I Love Her So“ bewies Tom Gaebel in einer sympathischen Ray-Charles-Persiflage sein komödiantisches Talent.</p>
<p>Als größten Swingbeitrag des Abends konnte man eine wahrhaft furiose und ausufernde Version eines Songs erleben, der ein Synonym für Swing überhaupt geworden ist. Gene Krupa’s „Sing, Sing, Sing“ ! Gaebel glänzte zunächst mit perfektem Scat-Gesang und wies die Musiker und dann auch das Publikum an, seine ideenreichen, melodischen Silben –und Tonkaskaden zu wiederholen.</p>
<p>Dann wurde ein zweites Schlagzeug vorne an die Bühne gestellt. Tom mimte den Ungläubig-Uneingeweihten, als er abwechselnd auf den Schlagzeuger und das zweite Schlagzeug schaute. Dann ging’s ziemlich schnell zur Sache! Wer bisher nicht wusste, dass Tom ein exzellenter Schlagzeuger ist, wurde jetzt belehrt!</p>
<div id="attachment_713" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/drummer2.jpg"><img class="size-medium wp-image-713" title="© Werner Matrisch: Drummer " src="http://www.jazzie.net/wp-content/drummer2-300x188.jpg" alt="© Werner Matrisch: Drummer " width="300" height="188" /></a><p class="wp-caption-text">© Werner Matrisch: Drummer </p></div>
<p>Es entstand ein heftiger Schlagabtausch zwischen den beiden Drummern. Natürlich musste Tom nach seiner ausgiebigen „drum- tour- de- force“ der Sieger sein. Sofort nach diesem Kraftakt ergriff er ohne einen Moment zu verschnaufen das Mikrophon und sang zunächst noch ziemlich atemlos „Sing, Sing, Sing“ ! So mancher Sänger hätte dies vielleicht vermieden. Bei Tom Gaebel kam das ganz natürlich und unterstrich nur den absolut authentischen Live-Charakter seiner Performance!</p>
<p>Die Musik-Show endete nach etwa zweieinhalbstündiger Bühnenpräsenz mit drei Zugaben. Beim letzten Gaebel-Song „Long Way Home“ begleitete sich Tom selbst am Piano, und so endete ein wunderbares Konzert eher besinnlich-leise.</p>
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		<title>Helen Schneider:   DREAM A LITTLE DREAM    (CD Oktober 2008 )</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 21:53:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[werner]]></category>

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		<description><![CDATA[Konsequentes Gehauche &#8211; Skurrile Verflachung großer Songs Helen Schneider? Ich bin ein Fan der ersten Stunde, besitze all ihre CD &#38; Vinyls, und habe ihre Karriere immer sehr genau verfolgt. Ich habe sie zig Mal life erlebt: ganz am Anfang mit ihren sanften, aber intensiven Popballaden, dann als Rock&#8217;n Roll Gypsy, &#8211; und später als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Konsequentes Gehauche  &#8211;  Skurrile Verflachung großer Songs</p>
<p>Helen Schneider?  Ich bin ein Fan der ersten Stunde, besitze all ihre CD &amp; Vinyls,  und habe ihre Karriere immer sehr genau verfolgt. Ich habe sie zig Mal life erlebt: ganz am Anfang mit ihren sanften, aber intensiven  Popballaden, dann als Rock&#8217;n Roll Gypsy, &#8211; und später  als fantastische, gereifte Interpretin von Weill-Songs und den großen Musicalmelodien von Webber, Arlen, Porter  und zig anderen. Ein Abend in der Kölner Philharmonie mit Steven Sondheim und Harold Arlen  Songs kann ich nur als    g r a n d i o s    bezeichnen!<a href="http://www.jazzie.net/wp-content/helen_dream.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-559" title="Helen Schneider CD" src="http://www.jazzie.net/wp-content/helen_dream-300x268.jpg" alt="" width="300" height="268" /></a></p>
<p>Jetzt liegt ihr neuestes Album vor.  „Dream A Little Dream“   hat das schönste Design all ihrer CDs, beinhaltet aber zur großen Enttäuschung und in meiner rigoros persönlichen Beurteilung  ihren bisher schlechtesten Gesang, den sie jemals auf einem Tonträger hinterlassen hat.<span id="more-553"></span></p>
<p>Die große, fazettenreiche  Stimme der Helen Schneider  wird auf dieser CD bei jedem Lied zum belanglosen Stimmchen. Musik und Gesang klingt wie austauschbare Barmusik, die man überall hören kann.</p>
<p>Wenn jemand vom Kaliber der Schneider sein großes Stimmmaterial eine ganze CD hindurch  so drosselt, dann „spielt“ er eine Rolle, die nicht stimmt. Oder er will etwas „Anderes“.  Helen Schneider und Produzent Till Brönner WOLLTEN ETWAS ANDERES !  Sie waren wohl vom dem unbedingten Willen durchdrungen, dass sich Schneiders Interpretationen dieser großen Jazzstandards von den zahlreichen, weltberühmten Versionen unterscheiden müssen. Das ist ihnen zweifelsohne gelungen. Das Ergebnis ist schlecht und bei manchen Titeln fast schon traurig-skurril.</p>
<p>Einen besseren Song als z. B. George Gershwins  „The Man I Love“ kann sich kein Sänger wünschen. Bei Helen Schneider  misslingt  dieses Stück durch permanent aufgesetztes Gehauche, und affektierte Betonung  des Textes  in voller Länge.  Eine in diese Richtung gezielte Tontechnik trägt mit dazu bei, dass  Frau Schneider mitunter wie eine Asthmatikerin klingt, &#8211; geht alles mit entsprechend eingestelltem Mikro und den Reglern am Mischpult&#8230;&#8230;.</p>
<p>(Bei ihrem letzten Liveauftritt im Sommer dieses Jahres trug sie einige Songs der neuen CD  vor, aber Effekte dieser Art waren nicht zu hören, obgleich  sie wesentlich reduzierter sang als gewohnt ).</p>
<p>Gerne endet Helen Schneider auf dieser CD die Lyrics  abrupt, lässt die letzten Silben nicht ausfließen, oder melodisch nachklingen. Mit diesem „Stilmittel“ gerät  ihr Singen in die Nähe von Sprechgesang  und die Melodie wird ihrer Schönheit beraubt. Mag sein, dass Andere diese Art Reduzierung als eine etwas  spröde Bereicherung empfinden. Ich nicht.</p>
<p>Die Belanglosigkeit ihrer Interpretation von  „Dream a little Dream of Me“, kann nicht  übertroffen werden.  Schneiders Höhen klingen  bedenklich unsicher bis  mickrig, weil sie ihre Stimme falsch einsetzt, (abgedrosselt). Dazu kommen einfaltslose, stereotype Arrangements, &#8211;  von den Musikern zwar gut gespielt aber sie bieten nicht die Spur von Eleganz oder Raffinesse. Im Gegenteil: oftmals wirken sie ausgesprochen bieder  bis plump und hören sich dann an wie eine Mischung von simpler  Barmusik und Kaffehausgeklimper.<br />
Ein wenig  jazzbetonter dürfte es schon sein.</p>
<p>Auf einzelne Titel mehr einzugehen macht bei dieser CD keinen Sinn – alle Songs sind sich in Helen Schneiders unzulänglich &#8211; eigenwilliger Interpretation  ähnlich wie ein Ei dem anderen. So wie ein Song endet, so fängt der nächste an – was Klang und Ausdruck ihrer Stimme betrifft. Es endet mit Gehauche, und fängt wieder an mit Gehauche. Und mittendrin auch Hauchgesang.</p>
<p>Das ist weder sinnlich noch lasziv, sondern albern und langweilig. Ich kenne kaum eine andere CD, die mich so wütend  macht. In keinem Lied lässt sich mal eine Steigerung  ausmachen, Schneider singt alles eindimensional und  in einer gleichmäßig herabgestuften Lautstärke. Es klingt, als habe der Tontechniker gesagt:. „Hi Helen, siehst du, wie die Nadel jetzt gerade ausschlägt? Bis hier darfst du singen – nicht  kräftiger oder lauter!“</p>
<p>Ich werde den Verdacht nicht los: Till Brönner, Musiker, Produzent dieser CD und stimmlich ein eher „kleiner Sänger“,  suchte hier  in Helen Schneider sein gesangliches Pendant.</p>
<p>Es ist kaum zu verstehen, dass eine erfahrene und großartige  Sängerin wie Helen Schneider sich auf ein solches Konzept einlässt: denn zufällig ist hier nichts !  Wie auf dieser CD  hervorragende Songs auf „professionelle Weise“ verflacht werden, hat Methode. Irgendwer hat ihr wohl ins Ohr geflüstert: Nimm dich zurück Helen &#8211; sing nett, charmant. und leiser,&#8230; dann verkaufst du mehr CDs als mit deinem intensiven  kunst-und kraftvollem Gesang.</p>
<p>Aber etwas hat sich Frau Schneider letzten Endes doch gedacht, als sie von „Dream A Little Dream“ ( spaßeshalber?) von ihrem „Flüsteralbum“ sprach.</p>
<p>Noch am ehesten gelungen:   In My Solitude.  Schlechteste Interpretation: The Man I Love.<br />
Für die außerordentlich edle Verpackung der CD gibt es einen Stern.*</p>
<p class="MsoBodyText">Werner Matrisch, Köln, November 2008</p>
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