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	<title>Jazzie News  Jazz Events Live Musik Koeln &#187; soul</title>
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	<description>Jazz-Konzerte-Festivals- Termine- Rezensionen</description>
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		<title>Volkan Baydar – Entfesselter Soulgesang</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 05:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Sänger des deutschen Popduos „Orange Blue“ mit einem erinnerungswürdigen Auftritt im Essener Stadtgarten, Freitag 21. August 2009. Unter dem viel versprechendem Titel „Groove Night“ (Info***) gab es im Essener Stadtgarten auf der Terrasse des Wallberg-Restaurants am 21. August 2009 das bereits dritte Open Air Konzert in Folge. Dank verschiedener Sponsoren konnten sich Livemusikfans eintrittfrei ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/packie-groove-night1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1007" title="groove-night1" src="http://www.jazzie.net/wp-content/packie-groove-night1-300x243.jpg" alt="groove-night1" width="300" height="243" /></a>Der Sänger des deutschen Popduos „Orange Blue“  mit einem erinnerungswürdigen Auftritt im Essener Stadtgarten, Freitag 21. August 2009.</p>
<p>Unter dem viel versprechendem Titel „Groove Night“ (Info***)  gab es im Essener Stadtgarten  auf der Terrasse des Wallberg-Restaurants am 21. August 2009  das bereits dritte  Open Air Konzert in Folge. Dank verschiedener Sponsoren konnten sich Livemusikfans eintrittfrei bereits ab 17 Uhr an professionell und temperamentvoll gespieltem Jazz und Swing erfreuen. Ab 20 Uhr traten dann nacheinander, und später auch als Duo oder Trio, die Vokalisten Volkan Baydar, Harriet Lewis und Daisy L. mit beeindruckendem Soul-Pop-Blues Programm auf.</p>
<p>Alle drei Interpreten überzeugten und begeisterten gleichermaßen mit größtem Einsatz, Können und Vielseitigkeit. Ich werde mich in dieser Besprechung allerdings auf Volkan Baydar beschränken, denn eigentlich habe ich nur durch eine Empfehlung auf Volkan hin, diesem spannenden Konzert beigewohnt, worüber ich mich nachträglich sehr glücklich schätze.<span id="more-1006"></span></p>
<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/packie-groove-night2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1009" title="groove-night2" src="http://www.jazzie.net/wp-content/packie-groove-night2-300x268.jpg" alt="groove-night2" width="300" height="268" /></a>Volkan Baydar ist der Sänger des erfolgreichen Popduos „Orange Blue“, welches seit ca. zehn Jahren CDs veröffentlicht und inzwischen über eine Million Tonträger verkaufte. (s. Wikipedia). Sein langer Soloauftritt an diesem Abend steigerte sich von Song zu Song und entfachte beim Publikum jubelnde Begeisterung bis hin zur Euphorie. Das war nicht verwunderlich, denn Volkan zeigte mit Versiertheit, großer Leidenschaft und auch Humor all seine musikalischen Entfaltungsmöglichkeiten innerhalb des Soul- Blues- und Jazzgesangs.</p>
<p>Bevor die großartige Soul– und Gospelsängerin Harriet Lewis ihren Auftritt beendete, kam Volkan auf die Bühne. Beide Künstler glänzten in einem hinreißenden Duett mit dem Jazzstandard „Georgia On My Mind“. Der Song wurde bereits 1930 komponiert. Die wohl berühmteste Version brachte Ray Charles &#8211; er wurde dafür  1961 mit einem  Grammy geehrt. Am Ende der langen Konzertnacht brachten die drei Interpreten ( Baydar, Lewis + Daisy L.)  als Terzett noch eine Hommage an die Blueslegende Ray Charles:</p>
<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/packie-groove-night3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1010" title="groove-night3" src="http://www.jazzie.net/wp-content/packie-groove-night3-207x300.jpg" alt="groove-night3" width="207" height="300" /></a>„Hit The Road Jack“ konnte im fetzigen Funkgewand die Wirkung nicht verfehlen. Die Performance aller Drei entwickelte sich zur  „Tour de Force“, in der jeder Künstler seine individuelle Musikalität potenzierte. Volkan „raspelte“ zwischendurch mit aufgerauter Stimme in Ray-Charles-Manier, um dann wieder mit der Kraft seiner eigenen, energievollen Stimme zu funkeln.</p>
<p>Aber das war die offizielle Abschlussnummer. Vorher hatte Volkan bereits genug Gelegenheit, sein großes Talent als Soulsänger geradezu überbordend unter Beweis zu stellen. Volkan’s Ausdrucksspektrum ist beachtlich: seine Stimme besitzt eine kräftige Mittellage, aufgeraute  oder samtene Tiefen aus der er blitzschnell hoch zum  perfektem Falsett steuern kann. Der türkischstämmige Sänger ist sowohl in seinem Singen wie in seiner körperlichen Performance durch und durch emotional. Seine Gefühle  halten ihn nicht zurück, bisweilen expressive, gutturale Schreie auszustoßen, zu wimmern, zu stöhnen oder seine Stimme in den  lauten und hohen „screams“„  zu verzerren. Ideale Bedingungen für den Soulgesang.</p>
<p>Dass er mit seinem ganzen Körper „singt“, unterstützt wirkungsvoll seine Vorstellung. Selbst verrückteste, schon veitstanzerinnernde Bewegungen kommen so intuitiv und instinktiv, dass an der Authentizität des Künstlers nicht zu zweifeln ist. Volkan’s gefühlsbetonte Körpersprache hat auch etwas von der Intensität der  Bewegungen eines Joe Cockers – jedoch sind sie bei Volkan weicher, fließender,  und wirken somit musikalisch besser im Einklang mit seinem Gesang.</p>
<p>Manchmal wirkt Volkan auf der Bühne auch wie ein verwegener Clown. Er ist im Land seiner Musik versunken wie ein Kind  im Spiel mit einem neuen, lange ersehntem Spielzeug. Mit seinem Gesang geht Volkan so verschwenderisch um, als gäbe er im Singen sein ganzes Bewusstsein auf – nur seine Stimme personifiziert sein ganzes Dasein &#8211; sonst nichts. Er scheint sich wie in einer anderen Dimension zu bewegen –ist nicht mehr „ bei sich“, oder ist gerade auf die ursprünglichste Weise „bei sich“. Volkan kennt keine Zurückhaltung und verzehrt sich in Leidenschaft.</p>
<p>Dabei ist nichts kalkuliert – auch nicht ein plötzlicher Sprung von der Bühne, wenn ein Musiker gerade ein Solo spielt. Dann dreht er voller naiver Lebensfreude, nassgeschwitzt eine kurze Runde durchs nahe Publikum. Er lässt sich auf die Schulter klopfen  und feuert seine Kollegen da oben auf der Bühne an, als gehöre er zum Publikum, oder als wäre er selber ein Fan!</p>
<p>Dann springt er wieder hoch auf die Bühne und schafft unermüdlich weiter!  Volkan konnte mit jedem Song überzeugen &#8211; mit einem Michael Jackson Song ebenso wie mit einer stark groovenden Eigenkomposition, die auf seinem ersten Soloalbum enthalten ist. (Soll im Frühjahr 2010 unter dem Titel: &#8220;Volkan&#8217;s Soul Initiation&#8221;  erscheinen. ) Mit seiner Version des Stevie Wonder Hits „Superstition“ brachte er den besten Cover dieses Songs, den ich bisher gehört habe!</p>
<p>Trotz Soul, Blues, Funk und Groove war auch viel an jazzigen Tönen zu hören. Das ging auf das Konto des ausgezeichneten Saxophonisten Maxim Begun ( s. MySpace). Er begleitete jeden der drei Vokalisten mit größter Virtuosität und klanglicher Wucht, und musste sich zudem neben den zwei dominanten E-Gitarren, sowie Thomas Hufschmidt mit seinem Keyboard   behaupten. Mitten in Maxim’s  groovendes Saxophonsolo  integrierte sich Volkan mit jazzigem Scatgesang –oder man könnte auch sagen, es war „souliger Scat“.</p>
<p>Hier konnte man beobachten, dass Volkan Baydar zumindest in der Liverperformance kaum ein Korsett der musikalischen Konventionen für sich in Anspruch nimmt. Sein musikalischer Freiheitsdrang ist überwältigend. Dieses Duett von knalligen Saxophonklängen  und den  wildbegeistert hervorgestoßenen Vokalismen Volkan’s ergab eine perfekte und geradezu  orgiastische Verschmelzung.</p>
<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/uploads/für_packie2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1011" title="Werner-konzert2" src="http://www.jazzie.net/wp-content/uploads/f&Atilde;&frac14;r_packie2-300x247.jpg" alt="Werner-konzert2" width="300" height="247" /></a>Als Volkan den großartigen Song “Everthing Must Change“ intonierte,  und sich damit in Vergleich zu George Benson, Sarah Vaughan, Oleta Adams, Randy Crawford und sogar Barbra Streisand  setzte, war ich sehr überrascht. Es war hörbar zu erkennen, dass Volkan  Stimmung und Charakter dieses Songs klar erfasst hatte, und dass er dabei ganz er selbst blieb.</p>
<p>Für sein Soloalbum, welches er mit eigenen  Worten kurz so beschreibt:  „Mit Jazz hatte ich als Idee angefangen.. nun ist es mehr Motown soul geworden“  kann ich Volkan nur viel Glück und riesigen Erfolg wünschen. Für mich ist er Deutschlands erster wirklicher Soulsänger,- oder der Soulsänger Nr.1 aus deutschen Lande &#8211; wie man will.</p>
<p><a href="http://www.albanese-music.de/ger/index.php?option=com_eventlist&amp;Itemid=55&amp;func=details&amp;did=60" target="_blank">Groove Night Info:</a> ***</p>
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		<title>STEVIE WONDER IN DER KÖLNARENA (Lanxess-Arena)</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 13:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazzie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
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		<description><![CDATA[„Das Wonder Wunder“, so kündigt der Kölner Stadtanzeiger , (Ausgabe: 23. 9.2008), auf seiner Titelseite eine „ausführliche Kritik für die Mittwochausgabe an&#8230;.. Wenn ich also jetzt meine Konzerteindrücke schildere, passiert das total unabhängig und unbeeinflusst von der noch kommenden, offiziellen Konzertkritik des Stadtanzeigers. Ich war sehr skeptisch im Hinblick auf die Anzahl der Besucher. Obwohl ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Das Wonder Wunder“, so kündigt der Kölner Stadtanzeiger , (Ausgabe: 23. 9.2008), auf seiner Titelseite eine „ausführliche Kritik für die Mittwochausgabe an&#8230;..  Wenn ich also jetzt meine Konzerteindrücke schildere, passiert das total unabhängig und unbeeinflusst  von der noch kommenden, offiziellen Konzertkritik des Stadtanzeigers. </p>
<p>Ich war sehr skeptisch im Hinblick auf  die Anzahl der Besucher.  Obwohl Stevie’s letzte CD von 2005 hervorragende Kritiken bekam, ( auch ich finde sie wirklich gut), hat das seine sinkende Populariät im CD Geschäft nicht verbessert.  Ich fragte mich: WER  geht heute wohl zu einem Stevie Wonder- Konzert????<br />
Man könnte vielleicht so sagen: seine Zeit ist vorbei! ??  Aber natürlich ist „seine Zeit“ ebenso wenig „ vorbei“, wie Sinatras oder Elvis’ Zeiten „vorbei sind“. Wir sprechen hier von Jahrundert-Ikonen. Und dass er eine mit allen musikalisch-künstlerischen Attributen ausgestattete, hoch oben thronende  Ikone am Pop-Himmel aller Gezeiten ist, hat  Stevie Wonder gestern im Kölner Konzert Tausenden restlos Begeisterten bewiesen. <span id="more-523"></span><br />
Die Halle war mit ca. 7500 Menschen gut bis an den Deckenrand, inklusive der verglasten Vip-Logen angefüllt.  Ich schätze 80% der Besucher waren wesentlich jünger als ich,  im Durchschnitt aber so zwischen 25 –50 Jahren.  </p>
<p>Stevie Wonder und die Musiker, nebst einigen Tänzerinnen ( die sich leider als etwas überflüssig erwiesen, weil sie so lahm waren..) erscheinen eine halbe Stunde später, als geplant. (20:30) auf der Bühne. Natürlich begleitet von enormen Begeisterungsstürmen. Die Vorstellung geht dann los und endete erst ( ohne Pause) um ca. 22:45 . Was dazwischen an musikalischer Performance geboten wurde, war eine überschäumende „Detonation“ verschiedenster Musikstile. </p>
<p>In der ersten Hälfte spielt Wonder weniger die ganz großen Hits. Vielleicht liefert er sogar während der ersten Konzertstunde  die musikalisch erstaunlicheren, inspirierteren Stücke ab. Zwei sehr lange Titel  sind mir besonders in Erinnerung geblieben, weil sie bei mir „Gänsehaut“ erzeugten.  </p>
<p>Für über ca. 15 Minuten nimmt sich Wonder das berühmte Concierto de Aranjuez  ( komponiert 1939 von Joaquín Rodrigo) vor. Ohne Gesang bleibt das Stück ( wie auch im Original) ganz instrumental. Doch von einer beschaulich-südlichen oder romantischen  Atmosphäre kann hier nicht mehr die Rede sein: </p>
<p>Stevie entführt uns mit wilden, verschwenderischen  Pianoläufen exkursionsartig in strengste Jazzgefilde&#8230;.Man hätte denken können: Da sitzt nicht Stevie, sondern McCoy Tyner oder ein anderer Jazzveteran des Pianos&#8230;..So habe ich Stevie Wonder noch auf keiner CD spielen gehört! Dazu kommen später volle Bläsersätze, furiose Gitarren –und Schlagzeugsoli ! </p>
<p>Sehr spannend-effektvoll und gleichermaßen passend, kombiniert Stevie Wonder dann die Chick Corea Komposition „Spain- I can recall “ mit  „Concierto de Aranjuez“. Der Titel steigert sich, ufert aus zur wahren Klangexplosion. Ein starker, schillernder und für den Soulmusiker Wonder  ungewöhnlicher  Beitrag zum Jazz-Rock! Es beweist: Wonder ist in seiner musikalischen Vielseitigkeit  universell.</p>
<p> Aus einem anderen Stück macht er eine fast ebenso lange Ode, diesmal  an seine Mutter, die „die erste Liebe seines Lebens war“. Sie starb vor zwei Jahren, und bescherte Stevie  „my  most sadest day&#8230;. </p>
<p>Ich erinnere mich leider nicht genau an den Titel, aber es könnte „ Vision“, von seinem Album „Innervision“, (1973) gewesen sein. Auch hier bedient sich Stevie verschiedenster, musikalischer Stile. </p>
<p>Der am meisten beeindruckende Höhepunkt war sicher, wie Stevie Wonder diese Ballade zum Lied ohne Worte macht&#8230;..Mit phantasievollen, ganz und gar improvisierten  Vokalisen variiert er Noten mit größter Intensität rauf und runter. Zuweilen gerät sein Gesang bis in religiös-orientalische Klangwelten; man azzoziiert  Muezzingesänge. Das ging stark unter die Haut, und berührte mich tief. </p>
<p>Den höchsten Lautstärkepegel allerdings erreichten Stevie und seine Musiker mit einem  Titel, in dem sich E-Gitarren wimmernd, jaulend und auch krachend über  lange Minuten exzessartig entladen&#8230;. das klang stark nach Pink Floyd. Wie auch immer: Es verfehlte nicht die Wirkung und war gekonnt: man musste begeistert sein!</p>
<p><strong>7500 MENSCHEN TANZTEN </strong><br />
Im zweiten Teil brachte Stevie dann seine  „Wonderhits“ , einer nach dem andern. Endlich DAS, worauf Alle warteten! Jetzt konnte man seine Stimme mit früheren Aufnahmen besser vergleichen. Etwas tiefer gestuft ist seine Stimme natürlich schon, aber immer noch ungemein kraftvoll, besonders in den Höhen. Auch wunderbare  Mundharmonika-Soli’s zeigen ihn wieder als den allergrößten Meister auf diesem Instrument.  </p>
<p>Musikalisch gesehen entwickelt sich das Konzert nun zur gigantischen Party, aber auf höchstem „Soul-Niveau“. So nach und nach STAND DIE GANZE HALLE &#8230;.. und TANZTE!  UND DAS FÜR CA. 50 MINUTEN !!! So etwas habe ich noch nicht erlebt!!!! Ich saß relativ hinten und erhöht, so konnte ich gut die ganze Halle beobachten.  Die Scheinwerferpegel überflogen immer wieder die Arena und ich sah wie die riesige Menschenmasse, dicht gedrängt hin und her wogte und teilweise mitsang. Es war ein langes, höchst intensives und „gemeinsames“  Erleben von fantastischer Musik. </p>
<p>Selbst die „ harmloseren“ seiner Lieder (z. B. Part-Time Lover), zeichnen sich aus durch Wonder’s total eigenständige Handschrift. Eine Stevie-Wonder-Melodie wird man immer aus Tausenden von Liedern heraushören. Er verwendet ureigenste Harmonien, die man so bei keinem anderen Komponisten findet, und die ihn immer unterscheiden. Er ist nicht nur als Sänger und Musiker ein Genie, der zudem unzählige Instrumente beherrscht, sondern auch als Komponist.  </p>
<p>Ich möchte hier nicht die Dinge unterschlagen, auf die ich auch hätte verzichten können. Das waren die zahlreichen Aufforderungen an das nur zu gern bereite Publikum, bestimmte, von Stevie vorgegebene Noten, nachzusingen. Aktuell und mutig immerhin, forderte er auch die Besucher auf, in Sprechchören  B A R A C K  O B A MA  zu singen&#8230;&#8230;<br />
Aber auch das funktionierte, und trug letzten Endes mit zum gemeinsamen Erleben bei. Wonder stimmte auch zwischendurch, als Referenz für’s deutsche Publikum O Tannenbaum ( etwas verfrüht?) an und summte „Wodden Heart“, -.das deutsche Volkslied „ Muss i denn zum Städele hinaus“. Aber diese Dinge gehören nun mal zum „Show-Biz, waren auch nicht dominierend ,sondern verblassten neben Wonder’s  ansonsten fantastischer Performance. </p>
<p>Ein ( negatives) Wort noch zum Publikum:  Ich weiß nicht, wohin uns die Fress -und Sauflust der Deutschen führen soll. Die weltweit dicksten Männer haben wir schon&#8230;..<br />
Während des ersten, wie gesagt eher „anspruchsvolleren“ Konzertteils gab es ein unausgesetztes Gerenne und Gelaufe der Menschen: raus aus der Reihe, rein in die Reihe, zu Zweit , zu Dritt, zu Viert&#8230;usw. Treppe rauf,  Treppe runter, immer beladen mit Ess –und Trinkbarem!<br />
 ( Mit pisspottgroßen Trinkbechern voller Bier ( 1 Liter)  oder Cola, Hotdogs, Pommes, oder Eis! ) Es hat mich geradezu angeekelt! Diese Menschen bringen es wohl niemals fertig, auch nur 15 Minuten mal nichts für den Bauch zu konsumieren. Neben mir saß ein junges Pärchen, die ungefähr 5 – 6 mal während des Konzertes immer wieder aufstanden und dann mit ihrem Fress-und Saufscheiß zurück kamen. WENN sie dann mal saßen schaute sie auf’s Handy, und er filmte&#8230;.<br />
Und diese Leute behaupten später: Wir waren im Stevie Wonder Konzert&#8230;&#8230;.<br />
Sorry, wenn das jetzt sehr drastisch von mir gerügt wurde&#8230;.aber als Musik –und Kunstliebhaber fehlt mir für so ein Verhalten jedes Verständnis!  Null Tolenzgrenze!  Werner Matrisch, Köln, 23. September 2008</p>
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