Entries Tagged as 'rezension'

Helen Schneider: DREAM A LITTLE DREAM (CD Oktober 2008 )

Konsequentes Gehauche - Skurrile Verflachung großer Songs

Helen Schneider? Ich bin ein Fan der ersten Stunde, besitze all ihre CD & Vinyls, und habe ihre Karriere immer sehr genau verfolgt. Ich habe sie zig Mal life erlebt: ganz am Anfang mit ihren sanften, aber intensiven Popballaden, dann als Rock’n Roll Gypsy, - und später als fantastische, gereifte Interpretin von Weill-Songs und den großen Musicalmelodien von Webber, Arlen, Porter und zig anderen. Ein Abend in der Kölner Philharmonie mit Steven Sondheim und Harold Arlen Songs kann ich nur als g r a n d i o s bezeichnen!

Jetzt liegt ihr neuestes Album vor. „Dream A Little Dream“ hat das schönste Design all ihrer CDs, beinhaltet aber zur großen Enttäuschung und in meiner rigoros persönlichen Beurteilung ihren bisher schlechtesten Gesang, den sie jemals auf einem Tonträger hinterlassen hat. [Read more →]

“Take 6″ -Vokale Kunst und Lebensfreude

Zwei Eigenschaften stehen an oberster Stelle, wenn man von „Take 6“ spricht: Ihre technische Meisterschaft des „instrumentalen“ Singens und ihre Lebensfreude. Beides zelebrieren sie mit einer frappierenden Ursprünglichkeit die automatisch und begeisternd beim Publikum widerhallt. Bei ihrem Konzert im „Alten Pfandhaus“ lies man sich nur zu gern davon überzeugen.
Vokale Kunst und Lebensfreude

Take 6

Take 6 in Köln

Als ich meine CDs von „Take 6“ durchschaute, war ich erstaunt, dass ihr erstes Album bereits von 1988 ist. Kaum zu glauben, so schnell vergehen zwanzig Jahre. Nur ein Sänger, Mervyn Warren, wurde bisher ausgetauscht. Die heutige Formation besteht aus: Cedric Dent, Claude McKnight, Joey Kibble, David Thomas, Alvin Chea, und Mark Kibble. Ihr zwölftes Werk „The Standard“ ist gerade erschienen und dessen Vorstellung ist der Anlass für ihre aktuelle Konzerttournee. Die Premiere war am 20. Oktober 2008 im Alten Pfandhaus, Köln. [Read more →]

Till Brönner: CD “RIO”- Professionell, aber weichgespült…..

Köln: Till Brönner: RIO ( erschienen 19.9.2008) Professionell, aber weichgespült und etwas langweiligtil-broenner
Alle Türen stehen Till Brönner, Deutschlands prominentestem Jazzmusiker, offen, wenn er ein Projekt angeht. Hildegard Knef, Chris Botti, Curtis Stigers, Don Grusin, The New York Voices, Madeleine Peyroux, - er bekommt sie alle mit Leichtigkeit. Andererseits musste Helen Schneider ihn sicher nicht lange nach (verkaufsfördernden) Gastauftritten auf ihrer neuesten CD fragen. Selbst gesanglich eher schwächlich-funkelnde Interpreten wie Yvonne Catterfeld oder Carla Bruni, integrierte Brönner unkompliziert in seinen Jazz oder in seine jazzinspirierte Weihnachts-CD. ( C. Bruni würde ich übrigens nicht in ein Tonstudio lassen…)
So ist man nicht überrascht, sieht man sich die Liste der renommierten Künstler an, die bei seinem neuesten CD Projekt „RIO“ mitmachen. [Read more →]

Talentlose, exotische Barbie-Puppe. - RIHANNA CD

Köln- Und wieder mal ist die Musikindustrie dabei, ein kleines, hübsches Mädchen hoch zu powern - mit dem üblichen Rezept. Das fängt schon an bei der Namensgebung. “Rihanna” . Nur EIN Name ist jetzt angesagt, das ist einprägsam, und sollte auf alle Fälle exotisch klingen, ebenso wie: Beyoncé, Ledisi, Shakira, usw. Verfügen die letzteren Damen noch einigermaßen über Stimme und Gesangstechnik, ( besonders Ledisi, die auch auf dem Jazzsampler “We all love Ella” , glänzt) kann man bei Rihanna nur entsetzt sein.
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Roger Cicero: BEZIEHUNGSWEISE

VIELFÄLTIGER UND RHYTHMUSGETRIEBEN:CICERO UND BAND IN HOCHFORM!

Roger Ciceros zweites Soloalbum cicerobeziehung.jpg
(erschienen 12. Oktober 2007) :zeigt den gewohnt frischen Swing aber auch ganz neue Seiten von seiner Wandlungsfähigkeit. Es handelt sich zwar um ein sorgfältig ausbalanciertes Mainstream-Produkt, aber einige Titel überraschen doch und fallen aus diesem Rahmen. Stark „Männersachen“-Fixierte (wofür ich Verständnis habe), die ihre Erwartungen an die neue CD nicht bestätigt sehen, sollten sich einfach mal total diesem neuen Album zuwenden. Hier dominiert der Rhythmus, vielfältig und mitreißend.

Die professionelle Basis, ( Superband mit Superstimme) ist die gleiche geblieben. Die Mischung der Zutaten aber wurde musikalisch erheblich bereichert, so dass die CD eine deutliche Steigerung von Männersachen darstellt. Cicero singt sich auf „Beziehungsweise“ durch viele Stilarten. Sie führen ihn vom Swing- und Big-Band-Stil über Blues, Balladen, bis hin zu lateinamerikanischen Samba- und Salsarhythmen. Letztere gelingen ihm wie selbstverständlich, obwohl manch einer sich noch daran gewöhnen muss, diese Musik mit deutschen Texten zu hören. Aber Cicero hat damit keine Probleme. Bei ihm klingt deutsche Sprache zu Salsa- und Samba-Klängen nicht wie ein Fremdkörper. Er bringt diese Titel tatsächlich mit „links“ (!) trotz der deutschen Texte.

Die entsprechenden Titel „Sie will es nun mal“ und „Der Anruf“, werden schnell und wortreich gesungen, was an sich schon eine vokale Schwierigkeit ist. Dabei ist Ciceros Aussprache sehr deutlich, ohne gestelzt zu wirken. Jedes Wort ist gut zu verstehen, bei ihm hört sich deutsche Sprache gesungen sogar sehr schön an. Ganz im Gegensatz zu Herbert Grönemeyer, dessen Aussprache mittlerweile so manieriert ist, dass die Texte oft unverständlich werden. (Oh ja, auch ein Rockmusiker kann manieriert singen). Auch Stefan Gwildis Aussprache ist nicht so deutlich. Liegt’s an der Reibeisenstimme oder allgemein am lauten Sound? Aber bei Roger Cicero kann man nun wirklich nicht behaupten, dass die Big Band nur im „Hintergrund“ spielt. [Read more →]

Mark Medlock – Maxi Single: Now Or Never

Eine interessante Stimme, daraus könnte was werden…., Mark Medlock

..wenn er nicht von Bohlen produziert würde.

Ja, im Moment hat Medlock großen Erfolg,und das bald erscheinende Album wird sich sehr hoch platzieren, dank der ungeheuren Popularität von DSDS und Bohlen.

Marks Gesang, Phrasierung und Stil, orientiert sich ganz stark an Lionel Richie, seine Stimme klingt auch ähnlich, natürlich jünger und noch nicht so penetrant auf Gefühl, bzw, Schmalz konzentriert, wie der große Softsoulsänger Lionel. Mark bringt viel ” von zu Hause mit” . Damit meine ich eine angeborene Musikalität, eine gutes Stimmmaterial und eine schöne Unbefangenheit. Es kommt viel Natürlichkeit rüber. Das läßt ihn ganz selbstverständlich gut singen.

Er bringt keine überflüssigen, kitschigen Schnörkel in die Melodie, so wie es jetzt bei jungen Sängern Mode ist…
oder wie sich viele in der Richtung ” trimmen” ( siehe u. höre . Monrose)
Durch Bohlen kommt er jetzt groß raus, aber was wird später? Alles was Bohlen macht, klingt zu 80% mehr oder weniger nach der Modern Talking Suppe!
Ich halte Bohlen für einen mittelmäßigen Fließbandkomponisten.
Man wird ja sehen!! Ich wünsche Mark viel Glück.
Er ist ein natürliches, sympathisches Talent!

Werner Matrisch

Michael Bublés CD: CALL ME IRRESPONSIBLE

Solides Handwerk – zwar gekonnt, aber leider kaum aufregend!

Dass Michael Bublé ein großartiger Sänger ( in seinem Genre) ist, muss nicht diskutiert werden. Seit der „ersten Stunde“ war ich ein Liebhaber seiner Musik u. seiner Stimme. Jetzt jedoch, mit diesem dritten Album, muss auch Michael Bublé es sich gefallen lassen, dass man ihn und seine neue CD an seinen besten Aufnahmen misst. Und die waren nun mal eindeutig besser auf seinen ersten zwei CDs. Liegt’s an den Songs, oder den Arrangements, oder an seinem stimmlichen Einsatz????? mbuble.jpg
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