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	<title>Jazzie  News  Jazz-Events  Live Musik Köln &#187; konzertkritik</title>
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	<description>Jazz-Konzerte-Festivals- Termine- Rezensionen</description>
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		<title>Roger Cicero- SCHÖNER WÄR&#8217;S OHNE !!! Oder-DAS REGENKONZERT..</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 16:25:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
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		<category><![CDATA[konzert]]></category>
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		<description><![CDATA[Roger Cicero&#38; Big Band in Neuwied. Open Air &#8211; Schloss Engers 11. 8. 2010 Ein Konzert im strömenden Regen ist schon eine besondere Erfahrung. Nach einer halbwegs &#8220;trockenen&#8221; Periode gestern vor dem Konzert ( 18-19 Uhr) &#8211; wir saßen in einer Kneipe bei einer sehr „mäßigen“ Abendmahlzeit &#8211; dachten wir, das war&#8217;s hoffentlich mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="drop">R</span>oger Cicero&amp; Big Band in Neuwied.  Open Air &#8211; Schloss Engers  11. 8. 2010<br />
<a href="http://www.jazzie.net/wp-content/cicero-neuwied.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1160" title="cicero-neuwied" src="http://www.jazzie.net/wp-content/cicero-neuwied-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" /></a><br />
Ein Konzert im strömenden Regen ist schon eine besondere Erfahrung. Nach einer halbwegs &#8220;trockenen&#8221; Periode gestern vor dem Konzert ( 18-19 Uhr) &#8211; wir saßen in einer Kneipe bei einer sehr „mäßigen“  Abendmahlzeit &#8211; dachten wir, das war&#8217;s hoffentlich mit dem Regen.Wir wähnten uns in der Hoffnung doch noch ein regenfreies  Konzert zu erleben.<span id="more-1159"></span><br />
Wir saßen dann um 19:30  im schönen Schlosshof auf unseren Plätzen &#8211;  es war NOCH trocken &#8211;  jedoch Punkt 20 Uhr verspürte ich einen Tropfen&#8230;. Ich schaute in den Himmel, und fand eine riesige dunkle Wolkenfläche über uns recht bedrohlich!  Um 20:05 kam die Band auf die Bühne und sofort nach dem kurzen Intro der Band und dem Erscheinen von unserem Star Roger Cicero, ging&#8217;s los mit einem Regen, der uns alle im weiteren Verlauf des Konzerts &#8220;gewaschen&#8221; hat. Das Regencapé hielt vorläufig die Schultern und den Kopf noch trocken &#8211; aber schon bei &#8220;Ohne Worte&#8221; dachte ich, für diesen &#8220;gemeinen&#8221; Regen habe ich keine Worte mehr&#8230;!  Das war einfach &#8220;to much&#8221;!  Roger meinte übrigens, dass der Regen  ziemlich &#8220;laut&#8221; auf unsere Plasikcapés tropfe&#8230; Stoff wäre besser und leiser. ￼    Nach der Konzertpause hörte es  während  3-4 Songs mal auf zu regnen – aber dann ging&#8217;s wieder los, und zwar heftig!</p>
<p>Noch vor Ende, des Konzerts -Roger fing gerade mit &#8220;Murphys Gesetz&#8221; an, -waren wir alle wie geduscht ! Erbarmungslos prasselte der Regen auf uns nieder. Roger hat dann wunderbar einen neuen, zum Wetter passenden Text am Ende von &#8220;Murphys Gesetz&#8221;  improvisiert! Und nicht nur da. Kein Mensch sollte behaupten, Roger Cicero könne nur vorgefertigte Sätze in der Überleitung zu seinen Songs sagen. Dieses Konzert bewies das Gegenteil ! Seine Moderation oder Kommunikation mit dem Publikum war sicher, spontan, improvisatorisch, heiter  und schlagfertig!<br />
MUSIKALISCHE IMPROVISATIONEN hat Roger Cicero&#8217;s Gesang zudem in jedem Song parat &#8211; auch nach der x-ten Interpretation, da muss sich niemand Sorgen machen. Er ist viel zu musikalisch, um einen Song jedes Mal gleich zu singen. Immer wieder phrasiert und ändert er Noten und den Rhythmus  seiner Songs neu, betont anders,- schafft so ganz neue Akzente.  Auch wer ihn schon oft live erlebt hat: Cicero überrascht und erstaunt bei jedem Konzert auf&#8217;s Neue mit seiner Power und einer  Intensität die einfach beeindruckt. Man spürt – dieser Mann gibt in jedem Song alles was zu geben ist.   Das betrifft diesmal besonders seine Unplugget-Version vom leisen Liebeslied: &#8220;Fachmann in Sachen Anna&#8221;!<br />
Nach dem instrumentalen Teil, wenn Bassgitarre  und Percussion akustisch kristallklar wummern &#8211; man hat noch die samtenen, traurigen Klänge seiner Stimme im Ohr &#8211; legt er plötzlich in einer anderen, echt expressiven Gesangsart los. Er schreit die Verzweiflung und Trauer, von der das Lied handelt &#8211; laut und in harten, hohen Tönen heraus &#8211; Töne, die einen gemessenen Wohlklang längst verlassen haben. Das gehört klar in die Kategorie &#8220;Soul&#8221; und so habe ich den Song noch niemals gehört. Klasse, Roger !   Beim Song &#8220;Geboren&#8221; denke ich jedes Mal : das war jetzt seine beste Version! Aber von wegen: Im Schlossgarten von Neuwied-Engers  hat Roger sich bei dem Song erneut übertroffen!!! Mehr geht nicht, schießt es mir durch den Kopf.. Gabriel Coburger und Roger brachten ein mitreißendes, schier überschäumendes und dabei sehr variables Jazzduett! Coburger&#8217;s Saxophon und Rogers Stimme &#8211; einfach nur brillant. Eine „Tour de force“ von großem musikalischem Ideenreichtum.</p>
<p>Es fällt mir schwer nachzuvollziehen, warum Roger Cicero immer noch ein relativ stark polarisierender Künstler ist &#8211; nicht in den wirklichen Musikfachkreisen- aber doch bei etlichen Liebhabern von Pop oder Jazz. Jene, die ihn offensichtlich gerne  unterschätzen, bräuchten dringend eine &#8220;Cicero-Livelektion&#8221; – die sie garantiert erstaunen würde.  Keine Frage , dass auch die „Fantastische Big Band“  wieder &#8221; first class&#8221; war. Wie punktgenau auf den Bruchteil einer Note alle Musiker spielen müssen, zeigt besonders schön das furiose Ende von &#8220;Murphys Gesetz&#8221;. Der  Cicero-Hit aus dem Album „Männersachen“( 2006),  welcher inzwischen beim Live-Artgerecht-Programm zu einer Art Funk-Gospel mutierte,  läßt in jedem Konzert die Besucher ekstatisch mittanzen und singen. Überschwappende Dynamik = BEGEISTERUNG PUR !</p>
<p>Diesmal konnte Roger seine Big Band mit seinen stakkatoartigen Sprechgesangssalven etwas überlisten&#8230; einen Tusch spielten sie zu viel. ￼   ( nach meinem Gehör&#8230;)  Machte aber nichts &#8211; im Gegenteil, das trug zur Stimmung bei, die sich aber eh nicht mehr steigern konnte&#8230;.   Die Leute waren alle total &#8221; aus dem Häuschen. Roger hielt nichts zurück &#8211; er gab sich ganz. Mit seinem Publikum konnte er allerdings auch zufrieden sein: Er wurde umjubelt und musste viele Hände schütteln – und das Beste: Tatsächlich haben nur wenige Besucher wegen des Regens das Konzert vorzeitig verlassen.  Roger meinte zum Abschied:  &#8220;Ihr seid die Hartgesottensten&#8221; die ich je erlebt habe, und er würde die Wetterverantwortlichen ( oder so ähnlich)  &#8220;so was von verklagen&#8221;&#8230;&#8230;.<br />
Leute , es war wieder ein Superkonzert &#8211; aber : schöner wär&#8217;s ohne&#8221; gewesen &#8211; kein Zweifel!&#8230;</p>
<p><strong>***<br />
Zur Erklärung für               Uneingeweihte:  Die Überschrift dieser Besprechung ist               eine               Anspielung auf seinen Song<br />
„Schöner war&#8217;s ohne“      (Auf der CD               „Beziehungsweise“ , 2007)   <img src='http://www.jazzie.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
<p><strong><br />
<img src="imap://web4p3@mail.packeisen.de:143/fetch%3EUID%3E.INBOX%3E2701?part=1.1.2&amp;filename=Grafik4" alt="" /></strong></p>
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		<title>VOLKAN BAYDAR- Feuerwerk der Soultöne</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 05:31:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[jazz nrw]]></category>
		<category><![CDATA[konzertkritik]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[werner matrisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Düsseldorf-VOLKAN BAYDAR Feuerwerk der Soultöne. Das LIVEKONZERT IN DEN RUDAS STUDIOS vom 13. April 2010. Letzten Dienstag stand Volkan Baydar innerhalb der Eventreihe der RUDAS STUDIOS „afterwork“ mit der Band „Fresh Music Live“ auf der dortigen Bühne. Das beeindruckende technische Equipment des geräumigen und mondän-coolen Clubs lies einen fulminanten Sound erwarten. Bevor ich meine Eindrücke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/Volkan-Live.jpg"><img src="http://www.jazzie.net/wp-content/Volkan-Live-300x297.jpg" alt="" title="Volkan-Live" width="300" height="297" class="alignleft size-medium wp-image-1106" /></a><span class="drop">D</span>üsseldorf-VOLKAN BAYDAR Feuerwerk der Soultöne. Das LIVEKONZERT  IN DEN RUDAS STUDIOS vom 13. April 2010.<br />
Letzten Dienstag stand Volkan Baydar innerhalb der Eventreihe der RUDAS STUDIOS „afterwork“ mit der Band „Fresh Music Live“ auf der dortigen Bühne.  Das  beeindruckende technische Equipment des geräumigen und mondän-coolen Clubs lies  einen fulminanten Sound erwarten.</p>
<p>Bevor ich meine Eindrücke zu diesem Konzert von Volkan Baydar zusammenfasse, möchte ich zunächst an den letzten Satz meiner Konzertbesprechung zu Volkans Auftritt im Essener Stadtgarten (Goove Night, August 2009) erinnern. Ich schrieb damals: „Für mich ist er Deutschlands erster wirklicher Soulsänger,- oder der Soulsänger Nr.1 aus deutschen Lande &#8211; wie man will.“<br />
<span id="more-1105"></span><br />
Das waren relativ gewichtige Worte, vielleicht noch getragen von „Resteuphorie“ &#8211; ein paar Tage nach einem Konzert, in dem ich Volkan zum ersten Male „live“ erlebte.  Wenn ich jetzt schreibe, dass dieses Urteil in noch größerem Masse zutrifft, als ich damals ahnen konnte, dann hat das weniger mit Euphorie zu tun,  sondern schlicht mit einer unglaublich  guten und leidenschaftlichen Performance von Volkan Baydar. </p>
<p>In zwei Blöcken sang er circa 15, teilweise recht  lange Songs, in denen er sein atemberaubendes „Soul-Talent“  akustisch und auch körperlich unter Beweis stellte. Etwas anders als im Essener Konzert, bei dem er einiges an Jazz  einfließen lies, war sein Programm in den RUDAS STUDIOS  absolut auf Rhythm &#038; Blues und viel, viel, Soul konzentriert. </p>
<p>Und  Volkan brachte Soul in der härtesten Gangart! Nichts im Sound  und seinem Gesang war hochglanzpoliert, mainstreamtauglich und auch nicht die Spur „schmusig“ in der einzigen, selbst komponierten Ballade des Abends : „Child Inside“. Wunderschön !</p>
<p>Die Band  „Fresh Music Live“ begleitete knallhart und hervorragend ! Volkans Stimme klang rauh, ungebändigt, authentisch und immer traumhaft sicher in der Intonation! Intuitiv erfasste sein  Singen das typische Idiom des Soulgesangs! Da waren immer wieder die guturalen, bis in Quietschhöhe ausbrechenden Schreie, die er häufig mit einem Sprung in die Luft heraus zu schleudern schien. Wenn sein Name den charismatischen Klang eines James Brown hätte, das Publikum hätte Volkan sofort die volle Aufmerksamkeit geschenkt und sicher vor Begeisterung die Halle abgerissen.  </p>
<p>Aber das Düsseldorfer Publikum brauchte eine Weile, bis es die außerordentliche Qualität seiner Vorstellung erkannte. Viele Gäste kommen jeden Dienstag zu diesen afterwork-Events und während der ersten Songs treffen immer noch Gäste ein – es wird noch viel geredet- von Konzentration auf die Live-Performance konnte erstmal leider keine Rede sein. Laute Musik, ob aus den Boxen oder „Live“ ist sowieso allgegenwärtig&#8230;man kennt das und achtet nicht immer darauf, wer gerade auf der Bühne steht.</p>
<p>Aber Volkan “kriegte“ sie schon gegen Ende des ersten Blocks, vor der Pause.  Ein Welthit wie Wonder&#8217;s „Superstition“  zeigte nun doch das atemberaubende Kaliber des Volkan Baydar und lies auch musikübersättigte und nur oberflächlich hinhörende  Gäste  aufhorchen.  Die Energie, mit der Volkan sich einen Song vornimmt, kann niemanden unbeteiligt lassen. </p>
<p>Volkans Songauswahl an diesem Abend beinhaltete auch  viele neue und eigene Songs. Der Leadsänger der erfolgreichen Pop-Formation „ORANGE BLUE“ beabsichtigt, demnächst ein  Soloalbum zu veröffentlichen, bei dem der Soul absolut Vorrang hat. Gleich der erste Song „Beautiful Day“  war eine gute Kostprobe darauf.  Diese Komposition ist sehr melodiös, dabei aber mit tollem,  tanzbarem Groove versehen – und  total soulig im Vortrag. Die  Live- Instrumentierung zum Song schien mir gelungener als die Version, die man sich auf der internetseite :http://www.volkan-baydar.de/volkans-termine/index.php,  anhören kann. Das klang jetzt doch wesentlich fetter und funkiger! </p>
<p>Jeder Song danach war eigentlich eine fortwährende Steigerung. Er bringt faszinierenden Falsettgesang wie Marvin Gaye es nicht besser könnte.  Er investiert in sein Singen soviel Leidenschaft &#8211;  man hat das Gefühl, Volkan will, dass jede seiner Noten ein eigenes Highlight für sich ist!  Es ist klar, dass ein Sänger, der solche Töne hervorbringt, der seinen Stimmbändern unglaubliches abverlangt, nicht stocksteif vor seinem Mikro stehen bleibt. </p>
<p>So ist die Intensität seines Singens immer auch mit seinem Körper verbunden. Er dreht, springt und windet sich. Seine  tänzerischen Bewegungen sind ebenfalls überzeugender Ausdruck einer  hohen Musikalität. Wenn er spontan von der Bühne ins Publikum springt, will er seine Verbundenheit mit dem Publikum unterstreichen und keinesfalls eine bloße „Show“ machen. </p>
<p>In diesem Zusammenhang sollte man vielleicht erwähnen, dass Volkan in New York die „Method Acting nach Strasbeg“ studierte. Das ist eine  US-amerikanische Variante des Naturalismus  im Schauspiel ( dazu auch Wikipedia: „Um zu verhindern, dass Gesang und Tanz zu äußerlichen Routinehandlungen wurden, zerhackte er (Strasberg) die musikalischen und tänzerischen Abläufe, bis der Darsteller völlig auf sich selbst zurückgeworfen war. Dies nannte er Song-and-dance exercise“ ). </p>
<p>Das Resultat dieses Studiums kann man sehr gut an Volkans Performance beobachten. Er ist wirklich „völlig auf sich zurückgeworfen“. Seine emotionalen Ausbrüche im Gesang ( sowie seines Körpers) wirken echt und  lassen keine Routine sondern Naturtalent, und  höchstens  die Professionalität  erkennen, die er durch jahrelange Performances erreicht hat.</p>
<p>Tatsächlich sehe ich in Volkans Temperament auch eine  gewisse kindliche Unschuld. So wie es Kindern eigen sein kann, hat sich Volkan Ursprünglichkeit und  Unbekümmertheit bewahrt, die sich auch humorvoll in schalkhaften Gebärden und Blicken während seiner Performance ausdrückt. Was er macht, das macht er JETZT, spontan in DIESEM Moment und völlig unkalkuliert.  Deshalb ist er so authentisch.  </p>
<p>Dazu passt dann auch seine Bescheidenheit. In der Pause sagte ich zu Volkan, ich fände es etwas schade, dass man seinen Auftritt dem Publikum nicht angemessen und informativ vorgestellt hätte. </p>
<p>So in der Art: „Wir sind stolz, Ihnen heute Volkan Baydar &#8211; den Leadsänger von Orange Blue &#8211;  zu präsentieren.  „Orange Blue“ haben seit ihrem ersten Album bereits über 1 Millionen Tonträger verkauft.  Volkan Baydar wird  heute  viele Songs seiner bereits produzierten  Solo-CD vorstellen! Freuen sie sich auf einen großen Soulsänger!“</p>
<p>Darauf meinte Volkan zu mir: „So etwas ist mir nicht wichtig!“ </p>
<p>Nach der Pause entfachte Volkan ein wahres Feuerwerk an Soultönen ! Das war  nur noch umwerfend guter Soul in Reinkultur. „Soul Initiation“,  Song und Titel seiner Solo-CD  groovte und funkte! Der fantastische Sound in den RUDAS STUDIOS sorgte  dafür, dass auch das Bauchfell tanzte!  Wenn es eine „Einweihung“ in den Soul geben kann, dann war dies eine 100%  wirkungsvolle und mitreißende! Bei Stevie Wonders „Living in the City“ oder Michael Jacksons „Man In The Mirror“  wogte und tanzte die Masse von ca. 800 Besuchern. Es hatte etwas gedauert, aber nun wusste wohl jeder Anwesende diesen  großartigen, kraftvollen Aufritt von Volkan zu schätzen. </p>
<p>Folgendes habe ich bei Wikipedia unter Stichwort „Soul“ gefunden, was nach meinem Empfinden auch mehr oder weniger auf Volkan und seine offensichtliche Begabung für den klassischen Soulgesang  zutreffen könnte:</p>
<p>„Seit Beginn des neuen Jahrtausends kann man auch in Deutschland von einer eigenständigen Soul-Szene sprechen. Oft sind die Acts aus der seit Anfang der Neunziger recht regen Hip-Hop-Szene hervorgegangen. Ein schwarzer oder zumindest migrantischer  Hintergrund sorgt bei vielen Künstlern des deutschen Soul für zusätzliche Authentizität“</p>
<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/Volkan-in-den-Rudas-Studios.jpg"><img src="http://www.jazzie.net/wp-content/Volkan-in-den-Rudas-Studios-216x300.jpg" alt="" title="Volkan-in-den-Rudas-Studios" width="216" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-1107" /></a>Auch wenn Volkan Baydar&#8217;s Musik im Moment noch keine umwälzenden stilistischen Erneuerungen eines Soul-Stils zeigen, so habe ich keinen Zweifel daran, dass er definitiv Deutschlands bester und einzig wahrer  Soulsänger in der Tradition der großen Soulkünstler  der 60er, 70er oder 80er Jahre ist.  </p>
<p>Ich hoffe sein künftiges Soloalbum wird dementsprechend viele Musikliebhaber dieser Richtung überzeugen. </p>
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		<title>Roger Cicero GROSSE SPIELFREUDE, PROFESSIONALITÄT  UND RHYTHMUS</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 08:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
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		<description><![CDATA[Beim Konzert in der Kölner Lanxess-Arena begeisterte Roger Cicero und Band, wie immer mit beeindruckender Professionalität und Spielfreude. Ich habe das &#8220;Artgerecht-Konzert&#8221; nun zum dritten Male genossen &#8211; und kann nur sagen, dass meine ausführliche Rezension vom Bonner Konzert, (auch hier unter meinen Rezensionen zu lesen: „Roger Cicero- Authentisch-trotz Hut“ ) voll und ganz auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.jazzie.net/wp-content/IMG_7946_ee-300x200.jpg" alt="" title="IMG_7946_ee" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-1072" /><span class="drop">B</span>eim Konzert in der Kölner Lanxess-Arena begeisterte Roger Cicero und Band, wie immer mit beeindruckender Professionalität und Spielfreude.</p>
<p>Ich habe das &#8220;Artgerecht-Konzert&#8221; nun zum dritten Male genossen &#8211; und kann nur sagen, dass meine ausführliche Rezension vom Bonner Konzert, (auch hier unter meinen Rezensionen  zu lesen: „Roger Cicero- Authentisch-trotz Hut“  )<br />
voll und ganz auch auf das Kölner Konzert zutrifft &#8211; wenn es um die Songs, um Rogers Gesang im allgemeinen und um die Musiker geht – und weniger um das Publikum, Stimmung und Atmosphäre &#8230;.<br />
Über die Musik kann ich in sofern nur in ausgesuchten Details -(was mir in Köln auffiel) &#8211; schreiben. </p>
<p>Denn das ganze Programm &#8211; (Songs und Moderation) &#8211; läuft auch in Köln mit absoluter Präzision, überrascht aber dennoch immer wieder mit kreativen Improvisationen. Die fallen natürlich den Fans eher auf, als den weniger kundigen Cicero-Besuchern. Stimmlich herausragend fand ich persönlich (u.a. ) diesmal Rogers Vortrag von „TABU“. Direkt und kontrastreich nach dem fetzigen „Hinterm Steuer“ plaziert, berührt der Song mit seiner Emotionalität besonders.<span id="more-1071"></span></p>
<p>Wer jetzt noch nicht hört, dass dieser Mann mit einer wunderbaren Stimme gesegnet ist und fantastisch singen kann, dem ist wohl nicht zu helfen.</p>
<p>Auch die Kölner Version vom Fanta 4 Cover “Geboren“ , fand ich diesmal herausragend. Der Scat-Gesangspart am Ende des Songs kam mir diesmal länger und dynamischer vor als in Bonn. Nach wie vor finde ich, dass niemand in Deutschland diesen Jazzstil so grandios beherrscht wie Roger Cicero. Es könnte aber durchaus sein, dass so mancher Konzertbesucher mit Scat-Gesang  wenig anfangen kann,- besonders dann, wenn er bisher wenig Erfahrung mit Jazz und dem Scat-Gesang  hatte.  </p>
<p>Ich bin nun ein ausgesprochener Fan von Scat-Gesang. Ich finde , dass gerade beim „ scatten“  das Talent zur musikalischen Improvisation sich am besten entfalten kann&#8230;. hier kommt die Musikalität eines Sängers, sein künstlerisches Temperament, sein Rhythmusgefühl ganz besonders deutlich und individuell zum Ausdruck. Der Scatgesang ist eben reinster Jazz, weil der wichtigste ( und vielleicht schönste) Bereich der Jazzmusik die freie Improvisation ist. Und weil die menschliche Stimme zu einem Instrument wird. Das hat Roger Cicero wieder einmal bei „Geboren“<br />
im Duett mit Stephan Abels und seinem Saxophon gezeigt. </p>
<p>In fast allen Fan-Forums-Beiträgen zu diesem Konzert wird betont, dass der erste Teil des Konzertes beim Publikum keine rechte Stimmung entfachen konnte – und auch von den Songs her eher mittelmäßig war. Ich sehe das ein wenig anders. Auch der erste Teil hatte tolle Songs und künstlerische Höhepunkte ( wie soeben beschrieben) und endete zudem fulminant mit dem mitreißendem „Spontis zeugen Banker“, bei dem die Menschen tanzten und klatschten. </p>
<p>Ich möchte zudem nicht unerwähnt lassen, dass Roger mit dem „ alten“ Song „Wenn sie dich fragt“ (vom Album „Männersachen“) sicher eine der besten Versionen des Songs in Köln gelang. Ein wunderbarer Song! Das war auch im ersten Teil. </p>
<p>Ein Konzertprogramm, welches von Anbeginn unausgesetzt eine fetzige Nummer nach der nächsten spielt, wird eintönig und büßt an Wirkung ein. Irgendwann klingt alles gleich. Wenn der Höhepunkt der Dynamik dauerhaft überschritten wird , niveliert sich die Wirkung . Und ehrlich gesagt, so gerne wie ich bei vielen Songs stehend und im Rhythmus wippend die ganze Zeit mit klatsche – ich muss das nicht während eines ganzen Konzerts haben. Ich brauche auch die Ruhe und volle Konzentration auf Midtempo-Songs wie &#8220;Ich bin dabei&#8221; oder auf ein besinnliches Stück, wie zum Beispiel für die wunderbare „ unplugged“ Version von „Fachmann in Sache Anna“. </p>
<p>Ruhe und Konzentration war aber im Kölner Konzert bisweilen ein eher schwieriges Unterfangen. Auch bei den lauten Stücken, die die Halle in Begeisterung versetzte, möchte ich nicht dauernd Kommentare bis ganze Gespräche von den Menschen um mich herum hören, die mich von der Musik ablenken. </p>
<p>Ich bin mehr oder weniger entsetzt vom Verhalten vieler Konzertbesucher. Das offenbar angetrunkene Paar, von vielen Forumsmitgliedern hier bereits negativ beschrieben, setzte diesem unverschämten Verhalten die Krone auf. Nachdem der junge Mann mit Hut, während seiner dämlichen Verrenkungen, Roger bereits den Stinkefinger zeigte,hätte er samt seiner Partnerin zumindest auf seinen Platz verwiesen werden müssen. </p>
<p>Aber ich fühlte mich auch von den Kindern am Bühnenrand gestört, die allesamt mit Handys und Popcorntüten ausgestattet waren, und sich gerade beim ruhigen „Anna-Song“ unterhielten, als ob sie auf der Straße wären. Auch ihre dahinter stehenden Mütter stellten während des Songs in voller Lautstärke irgendwelche Fragen an einen Mitarbeiter der Lanxess-Arena. Ein solche Missachtung den Künstlern gegenüber, macht mich ziemlich fassungslos. </p>
<p>Ich möchte jetzt nicht missverstanden werden: Gegen „Stimmung“ habe ich nichts! </p>
<p>Die Begeisterung und das „Mitgehen“ des Publikums ist ja auch eine tolle Bestätigung für die Künstler. Aber es entspricht nicht meinem Geschmack, wenn aus einem Konzert nur noch „Stimmung + Party“ wird. Die Musik sollte immer die Hauptsache bleiben. Ich mag keine Besucher um mich herum, die sich mit Getränken und Popcorn eindecken, die dauernd während der Musik Kommentare zu anderen Bekannten herüber rufen müssen – welche dann natürlich neue Kommentare nach sich ziehen. </p>
<p>Dadurch entsteht eine ständige Unruhe und Ablenkung von der Musik. Man kann sich auch nach einem Stück kurz austauschen. Und wenn es nach mir ginge: Getränke und Esswaren raus aus der Konzerthalle ! Ist es so schwer, und zu viel verlangt, diese Störfaktoren mal für ein, zwei Stunden wegzulassen und sich stattdessen vollkommen auf die Künstler und ihre Musik zu konzentrieren? </p>
<p>Aber das ist sicher auch ein Generationsproblem. Als ich dem etwa 14jährigem Jungen, der während „Anna“ dauernd redete, ( aber die Mutter tat es ja auch..LOL) ein unmissverständliches Zeichen gab, sah mich dieser an, als käme ich von einem anderen Stern!</p>
<p>Das war der Unterschied zum Bonner Konzert. Diese Art von „Stimmung“ , zumindest wie ich sie in der ersten Reihe erlebt habe, war mir einfach  „ to much“! </p>
<p>Ich hatte den Eindruck, dass Roger Cicero auch diese, ich will es mal milde ausdrücken „Unaufmerksamkeiten“ bemerkte. Sein Gesang wurde immer engagierter &#8211; er brachte alle Energie auf, eine gute Vorstellung zu geben &#8211; was ihm auch gelang . Und er wirkte weiterhin gut gelaunt. </p>
<p>So war trotz meiner Kritik am schlechten und oberflächlichem Verhalten vieler Besucher, der Zuspruch gewaltig. Die Zugaben waren fantastisch!!! Und als er dann nach unaufhörlichem Applaus &#8211; die Bühne war inzwischen leer &#8211; noch einmal herausgeklatscht wurde- sang Roger zur großen Begeisterung aller, und nur zur Pianobegleitung von Lutz Krajenski „König von Deutschland“ . Das wurde in Köln auch fast erwartet – und dass da nun alle mit sangen, war verständlich. </p>
<p>© Werner Matrisch, 18. Januar 2010 </p>
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		<title>Virtuoser Jazzgesang ! Diane Schuur im Alten Pfandhaus, Köln</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 00:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie gehört zur Elite der heutigen Jazzsängerinnen und hat mit vielen Größen des Jazz seit den frühen Achtzigern Livekonzerte, CD-Alben oder Duette gemacht. Wenn ich hier nur einige Namen aufliste, die an Schuur’s Aufnahmen beteiligt waren, kann sich jeder vorstellen, welche Bedeutung Diane Schuur innerhalb des Jazzgesangs heute hat: Ray Charles, Stevie Wonder, B. B. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/schuur-titel_ee.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1048" title="schuur-titel_ee" src="http://www.jazzie.net/wp-content/schuur-titel_ee-300x201.jpg" alt="schuur-titel_ee" width="300" height="201" /></a><span class="drop">S</span>ie gehört zur Elite der heutigen Jazzsängerinnen und hat mit vielen Größen des Jazz seit den frühen Achtzigern  Livekonzerte, CD-Alben oder Duette gemacht. Wenn ich hier  nur einige Namen aufliste, die an Schuur’s  Aufnahmen beteiligt waren, kann sich jeder vorstellen, welche Bedeutung Diane Schuur innerhalb des Jazzgesangs heute hat: Ray Charles, Stevie Wonder, B. B. King, Herbie Hancock, Stan Getz, José Feliciano sowie Maynard Ferguson und das Count Basie Orchester &#8211;  u.v.a. mehr ! Ihre inzwischen legendäre Liveaufnahme mit dem Count Basie Orchester war 1987  unglaubliche 33 Wochen hintereinander die Nummer 1 der Billboard Jazzcharts.   Grammy’s und etliche Auszeichnungen wurden ihr zuteil. Jetzt war Diane oder „Deedles“, wie sie von ihren Fans genannt wird,  mit ihren drei begleitenden Musikern für einen Abend im Alten Pfandhaus, Köln.<br />
<span id="more-1047"></span><br />
<a href="http://www.jazzie.net/wp-content/musiker.jpg"><img class="size-medium wp-image-1049 alignleft" title="musiker" src="http://www.jazzie.net/wp-content/musiker-300x174.jpg" alt="musiker" width="343" height="198" /></a>Schon beim ersten Erscheinen der 1953  blind geborenen Sängerin und Pianistin im Konzertsaal des Alten Pfandhauses, konnte man ihre große Herzlichkeit und ihr Temperament  erahnen. Sie benahm sich so ungezwungen, als säße sie mit alten Freunden in ihrem Wohnzimmer. Ihre frappierende Natürlichkeit, mit der sie mit dem Publikum sprach, und die sie den ganzen Abend beibehielt, ließ überhaupt keine scheue, achtungsvolle oder abwartende Distanz zu.</p>
<p>Divenartiges oder gekünsteltes Verhalten, ( ich denke dabei  an Jane Monheits Auftritt in der gleichen Location), welches man auf Grund ihrer großen Wertschätzung vielleicht vermuten könnte, ist Diane Schuur wohl eher wesensfremd.</p>
<p>Das Mikrophon, vorerst noch zu weit von ihr entfernt  wurde ihr in die richtige Entfernung geschoben, dann legte sie los. Ihr Klavierspiel war weich, melodisch, und betonte kräftig die  Akzente.  Was sofort wahrgenommen wurde,  war die ungeheuerliche Wandlungsfähigkeit ihrer Stimme, die Konzentration auf die Melodie eines Songs und ihre tiefe Freude und Leidenschaft des Singens.</p>
<p>Ob Diane Schuur grundsätzlich eine hohe oder eher tiefe Stimme hat, ist gar nicht so einfach abzugrenzen, weil ihr Tonumfang sehr groß ist und sie diese Möglichkeiten oft und voll ausspielt.  Dazu kommt ein fast schon extremer Kontrast in der vokalen Klangfarbe Diane Schuur’s. Ihre Tiefen sind warm, breit und ausufernd, indem sie bei ruhigen Songs die Noten anhaltend dehnt um sie dann  mit starkem Vibrato zu beenden. In den Höhen variiert sie den Klang noch stärker und mutet sich oft allerhand zu. Manche Songs, besonders die rhythmischen – werden durchbrochen von höchsten, sirenenartigen Pfeif- oder Quietschtönen, die sie mit fast kindlicher Freude hervorstößt. Dies geschah so spontan und temperamentvoll, dass ich ihre Intonation im Wechsel solcher Extrempassagen von  „ganz unten nach ganz oben“ an diesem Abend nicht immer ganz sauber empfand.</p>
<p>Dennoch keine Frage, Diane Schuur  beherrscht das Spiel aller sängerischer Nuancen, insbesondere,  von laut nach  leise, perfekt. Dabei artet nichts in Effekthascherei oder gar Vokalartistik aus. Die große Natürlichkeit ihres Wesens bestimmt auch ihr Singen.<br />
Während sie die Melodie eines Songs viel und gerne improvisiert, bleibt ihr Gesang trotz ihrer ausgezeichneten  Technik und deren Möglichkeiten mehr dem traditionellen Jazzgesang verhaftet. Diane Schuur ist eine im „klassischen“ Sinne große und souveräne Jazzsängerin.</p>
<p>Modernere, fast rock- und -jazzfusionsartige Töne steuerten im spannungsvollen Kontrast zu Schuur ihre ausgezeichneten <a href="http://www.jazzie.net/wp-content/schuur-collage_e.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1050" title="schuur collage_e" src="http://www.jazzie.net/wp-content/schuur-collage_e-300x156.jpg" alt="schuur collage_e" width="345" height="179" /></a>Musiker bei. Dabei zeigte sich sehr schnell und eindeutig, dass Gitarrist Dan Balmer neben Schuur der andere STAR des Abends war.  Viel ausdrucksstärker und ergiebiger als auf Schuur’s letzter CD „Some Other Time“, die in diesem Konzert mit einigen Songs vorgestellt wurde, konnten sich Balmer sowie Bassist Scott Steed und Drummer Reggie Jackson live darstellen. Es gab lange instrumentale Stücke, in denen jeder Musiker mit Soli beeindruckte.</p>
<p>Aber man muss es einfach sagen – Dan Balmer stahl allen die Show, sowohl im Solo als auch gemeinsam mit Schuur und seinen zwei Mitstreitern. Balmer’s unglaublich dynamisches Spiel stach immer dominierend hervor – er gab den Ton an, bestimmte mit verschwenderischem Spiel das gesamte Klangspektrum. Seine flirrenden und andauernden  Gitarrenlinien strömten furiosen Kaskaden gleich in den Konzertsaal, und hätten in ihrer starken Intensität  einem Al Di Meola oder gar Carlos Santana zur Ehre gereicht.</p>
<p>Zurückhaltend und sensibel war Gitarrist Dan Balmer auch ein adäquater Begleiter für Diane Schuur, während sie zart „They say it’s wonderful“ sang. Beim Ellington-Klassiker „If  don’t mean a thing, if it ain’t got that swing” musizierten alle vier Künstler sozusagen um die Wette und gestalteten so  eine mitreißende Jam-Session.</p>
<p>Ein Meisterstück der ruhigen Art hatte Diane Schuur mit der wunderbaren Ballade  „Life is good“. Außer ihrem  Pianospiel gab es keine andere  Begleitung.  Innerhalb dieser schlichten Performance entfaltete sich die magische Schönheit  von  Schuur’s Stimme und Gesang am eindrucksvollsten.</p>
<p>Highlight des Abends wurde aber ein anderer Song! Der ebenso beliebte wie seit Jahrzehnten abgedroschene Latino-Hit „Besame Mucho“ (1941), überraschte gegen Ende des Konzertes mit ungewohnt vertrackten Rhythmen. Musiker und Sängerin überschütteten den Schmalz der Melodie rücksichtslos und ideenreich mit neuen musikalischen Impulsen. In einer solchen  Variationsbreite hatte man den Song selten gehört.  Der Titel heizte sich mehr und mehr auf, und entwickelte sich zu einer langen und explosiven   Jazzexkursion „par excellence“ !</p>
<p>Alle Künstler wurden stürmisch gefeiert. Selbstverständlich gab es eine Zugabe. Diane Schuur setzte sich noch einmal ans Piano um „Danny Boy“ zu singen. Auch hier konnte sie mit ihrem sicheren Gefühl für musikalische Qualität dem bekannten Song die allzu große Gefühligkeit nehmen, und berührte das Publikum im Alten Pfandhaus abermals mit ihrer warmen Stimme.</p>
<p>Am Ende verbeugte sie sich mehrmals, lachte und bedankte sich.  Man spürte, Diane Schuur hatte eine gute Zeit im Alten Pfandhaus verbracht!</p>
<p>Ein Satz aus einem älteren Interview hätte sie jetzt wiederholen können:<br />
„It was so much fun. You never know who are you going to be playing for in an audience”.</p>
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		<title>Roger Cicero AUTHENTISCH &#8211; TROTZ HUT !</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bonn- Roger Cicero und seine ARTGERECHT- Tour Konzert in der Beethovenhalle am 6. November 2009. Fast das komplette neue Album von Roger Cicero, nämlich 12 Songs von 14, werden auf seiner aktuellen Konzerttour vorgestellt. Das neue Programm ist gut und spannungsreich durchmischt mit seinen vorherigen Erfolgen wie „Murphy’s Gesetz“, „Kompromisse“ u a. &#8211; welche alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="drop">B</span>onn- Roger Cicero und  seine  ARTGERECHT- Tour Konzert in der Beethovenhalle am 6. November 2009.<br />
Fast das komplette neue Album von Roger Cicero, nämlich 12 Songs von 14, werden auf seiner aktuellen Konzerttour vorgestellt. Das neue Programm ist gut und spannungsreich durchmischt mit seinen vorherigen Erfolgen wie „Murphy’s Gesetz“, „Kompromisse“ u a. &#8211; welche alle von Lutz Krajenski neu arrangiert wurden. Einige Songs werden jetzt deutlich schneller gespielt &#8211; „Tempo“ oder „heftige Rhythmen“ sind auf der neuen Konzerttour vorrangig und noch präsenter als auf der vorherigen Tour &#8211; besonders im zweiten Teil der Vorstellung. </p>
<p>ENTERTAINER<br />
Längst hat sich Roger Cicero zum glänzenden Entertainer entwickelt – was hauptsächlich sein lockerer Präsentationsstil, die immer souveränere Performance insgesamt beweist. Sein reines Gesangstalent &#8211; diese perfekte Mischung von präziser Intonation und Improvisationsfreude &#8211; sowie seine mühelos über Oktaven kletternde Stimme waren seit Beginn der Roger Cicero Karriere vorhanden und nie ein Problem. Schließlich hatte er schon vor vielen Jahren seine Ausbildung in Jazzgesang und zahlreiche Auftritte in Clubs und Kneipen absolviert. <span id="more-1039"></span></p>
<p>OHNE WORTE<br />
„Artgerecht“, das neue Album zeigt eine stilistische Kursänderung in Richtung Pop, Soul und Motown. Schon der zweite Song des Konzertes „Ohne Worte“ beginnt mit swingentferntem souligen Sound und sicherem Falsettgesang, den seine Fans bestens vom grandiosen Princecover „How come U don’t call me anymore“ kennen. Die große Wandlungsfähigkeit von Cicero’s Stimme zeigt sich in der Polarisation von weichem Klang in den Tiefen bis zu den hohen Extrempassagen mit metallischer Härte. Dabei bleibt sein Gesang immer klangschön, nicht gepresst sondern einfach kraftvoll. Tonumfang und Volumen seiner Stimme sind mitunter geradezu verblüffend. </p>
<p>KUNSTFIGUR ?<br />
Mitunter kann man jetzt in der Presse Kommentare zu Cicero finden, die ihn immer mehr zu einer „Kunstfigur“ abstempeln möchten. Lapidare oder „dankbare“ Gründe dafür sind lediglich sein Outfit: der Hut, den er niemals abnimmt – seine stete Eleganz, usw. Ich sage dazu: Wenn Herr Cicero sonst nichts vorzuweisen hätte, wäre er vielleicht eine „Kunstfigur“.<br />
Wenn jemand aber mit so viel natürlicher Musikalität, Freude und großem Talent wie Roger Cicero Musik macht, ist ein Mensch so authentisch wie nur möglich. Seine Performance beweist seine Authentizität &#8211; Hüte und Klamotten können nicht daran kratzen. </p>
<p>SONGTEXTE<br />
Natürlich sind auch die Songs von „Artgerecht“ textinhaltlich geprägt von den zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie unterhalten wenig tiefgründig, ( wie sollte das auch gehen in drei Minuten?), aber immer kurzweilig und originell. Zumindest sehr zeitgemäß werden die Schwierigkeiten und Freuden von Liebe, Trennung, Leidenschaften und Sehnsüchten behandelt – diese ewigen und elementaren Themen der Menschheit. Songs wie „Tabu“, „Seine Ruhe“, oder „Wenn ich dich los wär“ sind gute Beispiele dafür. </p>
<p>Entgegen vieler Kritiker, die gerne auf den natürlich „unausweichlichen“ Klischees dieser Inhalte herumreiten, und damit oft ihre kompletten Konzertkritiken ( sehr unzureichend ) bestreiten, bin ich wesentlich mehr an der Musik und an den ausübenden Musikern interessiert. Ich finde es wichtiger ihnen Tribut zu zollen und darüber zu berichten, denn Musik besteht für mich in erster Linie aus „Tönen“ und nicht aus „Worten“! </p>
<p>BIG BAND<br />
Wie schon in den vorherigen Konzerttouren, bleibt Roger Cicero’s Big Band weiterhin eine wirklich „fantastische Bigband“ deren Musiker alle auch hervorragende Solisten sind. Zündende Soli einzelner Musiker gab es zwar wieder, aber es hätten auch mehr sein können &#8211; für meinen persönlichen Geschmack. Leiter, Arrangeur und Pianist Lutz Krajenski spielt da gewiss die wichtigste Rolle. Er ist mit seinen vielseitigen, musikalischen Fähigkeiten unersetzlich für die Big Band. Für die neue Artgerecht-Tour wurden zwei weitere Musiker engagiert: Ulle Rode, Gitarre &#038; Chor, sowie Robbie Smith, Percussions &#038; Chor. Sie erwiesen sich im Konzert als eine Bereicherung –nicht nur was den veränderten Sound in Richtung Pop und Soul betrifft. </p>
<p>FACHMANN IN SACHEN ANNA<br />
Robbie Smith und Schlagzeuger Matthias „Matze“ Meusel beeindruckten das Publikum mit einen faszinierendem, virtuosem Solo. Ulle Rode spielt neben Robbie Smith und Hervè Jeanne, ( der bitte seinen neuen Bass unbedingt behalten möge!) auch bei „Fachmann in Sachen Anna“. Hier greift auch Roger zum ersten Male in einem Konzert zur Gitarre. Der Song kommt nach einem wahrlich aufpeitschendem „Nicht Artgerecht“ (erst bebte der Saal in dröhnenden Bassvibrationen &#8211; später stand die ganze Halle Kopf&#8230;), als ein unerwarteter Ruhepol. Wundervoll im akustischem Klang der sparsamen Instrumente &#8211; vorab als „ unplugged-Version von Cicero angekündigt, hat dieses Stück wohl alle Konzertbesucher berührt. </p>
<p>Nach vielen energiegeladenen Powersongs war manch einer vielleicht überrascht, wie empfindsam und mit wie viel geschmeidiger Weichheit Cicero auch eine solche Moll-Tristesse bringen kann. Man(n) oder Frau sitzt da gebannt und denkt: besser geht’s doch eigentlich nicht! Es mögen die plötzlichen, wohligen Endorphine, die momentan sich ausbreitende Euphorie sein, die einen so empfinden lässt – aber nur durch eine derart glückliche Vorstellung des Künstlers werden solche Empfindungen erst mal „ geboren“. </p>
<p>Ich dachte während des Songs &#8220;Fachmann in Sachen Anna&#8221; dass diese Musik eine weitere gute Chance für ein Cicero-Album ganz anderer Art wäre. Es muss nicht immer Big Band und Swing sein, auch wenn ein Cicero-Slogan schon früh formulierte: „Egal was es ist &#8211; es muss swingen“. Balladen, die Cicero bereits vor seiner CD „Männersachen“ sang (Rivermann von Nick Drake, The Wedding, von Ibrahim Abdullah u.a.) zeigen ihn als einen wunderbar sensitiven, sehr modulationsfähigen Sänger. Er sollte diese musikalische Seite nicht zu sehr vernachlässigen. Sein Artgerecht-Konzertprogramm enthält von ca. 25 Songs lediglich zwei richtige Balladen. </p>
<p>GEBOREN<br />
Stichwort „Geboren“. So heißt auch ein Titel der „Fanta 4“ der von Cicero auf geniale Weise gecovert wurde und dessen Wiedererkennungswert durch die extrem jazzige Art durchaus erschwert sein könnte! Ebenso wie beim Grönemeyer-Cover „Männer“ hat Lutz Krajenski sich hier mit einem herrlichen Big Band Arrangement ausgetobt. Eine mitreißende Version, bei der Roger Cicero sein ganzes überragendes Jazzfeeling ausdrücken kann. „Geboren“ endete mit dynamischen Scat, im Wechsel mit Stephan Abels Saxophon. Sie waren in ihren freudesprühendem Duett gleichermaßen virtuos wie mitreißend. Die Nummer, eine meiner Highlights in Bonn, zeigte eindeutig, dass Roger Cicero beim scatten &#8211; zumindest in Deutschland &#8211; unerreicht ist. Ich wüsste niemanden bei uns, der diesen hochpotenzierten „Cicero-Drive“ erreichen könnte. </p>
<p>PUBLIKUMS-FEEDBACK<br />
Wenn das Bonner Publikum im zweiten Teil des Konzertes bereits nach ein paar Songs durchweg bis zum Ende der Vorstellung sozusagen „ senkrecht“ stand &#8211; klatschte, tanzte, und sich am Bühnenrand drängte soweit der Platz reichte &#8211; dann könnte man sagen, Cicero und seine Mannschaft haben da wohl was richtig gemacht! Die Schwierigkeit, ein Programm noch kurz vor Ende weiter zu steigern, nachdem sich ein Hit an den nächsten reihte und die Vorstellung des vorletzten Songs „Wenn ich dich los wär“ wirklich FULMINANT war, wurde tatsächlich im Bonner Konzert vollbracht. </p>
<p>MURPHY&#8217;S GESETZ &#8211; DIE ÜBERWÄLTIGENDE ABSCHLUSSNUMMER<br />
Lutz Krajenski schaffte mit seinem neuen Arrangement für „Murphy’s Gesetz“ für Cicero die Voraussetzung, aus dem Song eine lange und überwältigende Abschlussnummer zu machen. Wesentlich schneller gespielt und gesungen als bisher, entwickelt der Song eine starke, überbordende Dynamik. </p>
<p>Als der Song sozusagen in voller Fahrt war, forderte Cicero erst die Männer und dann die Frauen auf, in eben diesem schnellen Rhythmus wechselweise „Murphy’s Gesetz“ zu singen. Während er selbst über die Saalstimmen hinweg weiter die Melodie sang und der satte Big-Band-Sound allgegenwärtig war, erreichte der Song eine bisher nicht gekannte Spannung und Intensität. </p>
<p>GOSPEL ?<br />
Diese Performance stand haushoch über dem Niveau einer billigen Mitmachklatschnummer!<br />
Das war gemeinsames Erleben! Die Art und Weise, wie das nicht aufhörte und sich steigerte, erinnerte mich bald schon an ekstatische Gospelgesänge, in denen mit der ständigen, taumelartigen Wiederholung von Worten oder Gebeten eine Trance erreicht wird. „Taumel“ hatte das Publikum bereits erfasst, und zumindest eine Art von Trance wäre dann vielleicht nur noch eine Sache von weiteren Minuten gewesen – jedenfalls bei mir (LOL)</p>
<p>Am Ende, als der Song eigentlich zuende ist, kommt endlich das sehnlichst erwartete Hammondorgel-Solo von Lutz Krajenski – und ist elektrisierend wie immer! Wenn Roger ihm dann in kurzen Abständen immer wieder in höchster Lautstärke Vokalsalven zuschleudert, Lutz diese mit dröhnendem Schlag auf die Orgel quittiert, wird „Murphy’s Gesetz“ endgültig zu einer “Overkill-Nummer“. </p>
<p>Trotz stakkatoartigem Rhythmus, trotz aller zungenbrecherischer Verve, kommt bei Roger jeder Ton, jede Nuance klar, sauber und gekonnt. Zeit für kleine musikalische Schlenker und Improvisationen lässt sich Cicero dabei immer – weil es ihm Spaß macht. Die Freude schwingt immer mit. Ich kann nur sagen: Roger, für uns war es auch wieder eine große Freude,<br />
Dir zuzuhören ! </p>
<p>FÜR &#8216;NEN KERL<br />
Nach frenetischem Applaus folgten zwei Zugaben. Letzter Song war Roger Cicero’s Hommage oder Ode an seinen kleinen Sohn „Louis“, dem er auch sein Album Artgerecht widmete. „Für ’nen Kerl“ geriet ihm anders, als seine andere, sehr persönliche und stark gefühlsbetonte Ballade für seinen Vater Eugen Cicero: „Ich hätt’ so gern’ noch Tschüß gesagt“. Der Text von „Für ’nen Kerl“ ist eher burschikos und verschmitzt gehalten und lässt nicht diese Traurigkeit aufkommen, wie bei der Hommage an den verstorbenen Vater. Auch musikalisch unterscheiden sich diese zwei intimen Cicero-Songs voneinander. Bei „Ich hätt’ so gern’ noch Tschüß gesagt“, saß Cicero allein ohne Big Band auf leerer Bühne an seinem Piano. Die ruhige Melodie wurde in manchen Passagen unterbrochen von emotionalen Ausbrüchen – um dann wieder ruhig zu werden. „Ich hätt’ so gern’ noch Tschüß gesagt“ war immer eine tief bewegende Vorstellung und nach Ende des Songs herrschte im Konzert erst mal Schweigen, bevor man applaudierte. </p>
<p>„Für ’nen Kerl“ ist musikalisch eine Blues-Ballade, mit breitem Big Band Sound. Weder süßlich oder sentimental singt Cicero einfach, aber doch mit viel Gefühl davon, dass er niemals gedacht hätte, „soviel für einen Kerl zu empfinden, soviel für einen Kerl zu tun.“ Ein schöner Song, musikalisch wie textlich, dabei sehr sympathisch. </p>
<p>MUSIKALISCHER KURSWECHSEL ?<br />
Anfangs schrieb ich in dieser Rezension über den musikalischen Kurswechsel von „Artgerecht“. Die Livepräsentation der Songs zeigt aber, dass das Instrumetarium einer Big Band, und insbesondere DIESER Big Band nach wie vor Jazz und Jazzakzente eines Cicero-Konzertes dominieren. Jetzt wurden zwar mehr pop- als swingstrukturierte Songs gespielt, Soul- und Motown waren ansatzweise auch dabei. Aber die Ausdrucks- und Artikulations-Charakteristik von Ciceros Gesang, können niemals seine Ausbildung im Jazzgesang, und auch nicht seine große Affinität und Begabung dafür verbergen. Die Zwänge der Vermarktung und gute Verkaufzahlen von CDs, DVDs usw., verlangen heute mehr denn je die Anpassung an den Markt. Hoffen wir, dass Roger Cicero’s Talent und seine zukünftigen Karriereschritte sich weiterhin und noch richtungsweisender in einem für ihn adäquaten Kurs bewegen.</p>
<p>(c) Werner Matrisch, 8. November 2009</p>
<p>STAR FOR A DAY!<br />
Sorry, ich habe die Aktion „Star For A Day“ fast vergessen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass diese Aktion für mich nicht besonders wichtig ist. Es ist eine nette Einlage – besonders wenn man hübsche junge Frauen sehen will, denn unattraktive werden wohl eher nicht ausgewählt. Letztendlich ist es doch so, dass die jeweilig Sängerin weniger als fünf Minuten insgesamt singt. Die Aufmerksamkeit, die diese Aktion erlangt, dürfte so gesehen ausreichend sein! Der Bonner „Star“ hat überraschend gut gesungen. Eine nicht uninteressante Stimme mit eigener dunkler Färbung und einem leicht sexy Timbre. Sie hat ihre Sache gut gemacht – und in ihrem Erscheinungsbild Amy Winehouse etwas nachgeeifert. Schwarzhaarig war sie auch &#8211; nur der „Bienenkorb&#8221; war nicht so ausgeprägt.</p>
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		<title>Joja Wendt in der Rhein-Sieg Halle &gt;&gt;Entertainment total</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Apr 2008 11:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[konzertkritik]]></category>
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		<description><![CDATA[Siegburg- Joja Wendt in der Rhein-Sieg Halle am 19. April 2008 Entertainment total – völlig „unernst“ und mit Akribie! Der Schalk sitzt Tastenkönig und „Steinway-Künstler“ Joja Wendt nicht im Nacken – sondern gleich im ganzen Körper! Neben bravourösem Klavierspiel ist SEIN Opium für’s Volk ein akribisch ausgeklügelter Humor. Als sogenannter „roter Faden“, zieht er sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="drop">S</span>iegburg- Joja Wendt in der Rhein-Sieg Halle am 19. April 2008<strong> Entertainment total  – völlig „unernst“ und mit Akribie!<br />
</strong><br />
Der Schalk sitzt Tastenkönig und „Steinway-Künstler“ Joja Wendt nicht im Nacken – sondern gleich im ganzen Körper! Neben bravourösem Klavierspiel ist SEIN Opium für’s Volk ein akribisch ausgeklügelter Humor. Als sogenannter „roter Faden“, zieht er sich höchst unterhaltsam durch das gesamte Tourprogramm „ Mit 88 Tasten um die Welt“.<br />
<img src="http://www.jazzie.net/wp-content/joja-siegburg.jpg" alt="joja-siegburg.jpg" /> <span id="more-475"></span></p>
<p>Und wie ideal die Kombination  von charmantem Witz und meist furiosem Klavierspiel über gut Zweieinhalbstunden funktioniert, konnte Jedermann -und Frau in der Rhein-Sieg-Halle in Siegburg gestern Abend erleben. Der sympathische Pianist hatte mit seinem sehr abwechslungsreichen Programmkonzept einer „musikalischen Weltreise“ von Anfang an das Publikum auf seiner Seite.  Seine amüsanten ( und autobiografischen !)  Einführungen zur Musik  waren originell und kurzweilig. Sie blieben trotz leichter  Koketterie  mit Publikum<br />
( und mit sich selbst!)  immer liebenswert und leiteten spannungsreich in die jeweiligen Musikstücke.</p>
<p>Diese zeigten eine unglaubliche Vielfalt an Musikstilen und Rhythmen bis hin zu piano-akrobatischen Kunststücken wie zum Beispiel der „Wanzenjagt“, „Typewriter oder Siama“, (einer „Vertonung“ des chinesischen Pferderennes!) Und trotz seines „Fulaga“ mit stimmungsvollem Südseeflair oder einem keltischem Song, zeigte sich klar:  am liebsten spielt der Meister schnell und  „noch schneller“. Beim größtmöglichem Tempo ist Joja Wendt erst so richtig in seinem Element und kann seine atemberaubende Fingerfertigkeit unter Beweis stellen. Unter seinen Händen entlädt sich ein gleißendes Feuerwerk an Tönen.  Dieses Spiel ließ sich besonders überzeugend und effektvoll in Großaufnahme auf installierter Leinwand auch optisch verfolgen.</p>
<p>Ein spannender und witziger Höhepunkt war sicher der Auftritt zweier Tischtennisspielerinnen. Der Steinway-Flügel wurde zur Tischtennisplatte umfunktioniert und die jungen Damen, Meisterinnen ihres Fachs, zeigten ein perfektes  Match, während  Joja jeden Schlag mit zeitlich genauen Pianoklängen intonierte. Es wurde eine Komposition der besonderen „spielerischen“ Art.  Und so war der ganze Abend:  durch Joja Wendts  ständige Einbeziehung des Publikums war dieses immer in engagierter Weise beteiligt, ob es nun wollte oder nicht!</p>
<p>Eine Besonderheit stellte auch der eigens für das Siama-Stück umgebaute Flügel dar: Um die Symptome eines stark pannenanfälligen Autos zu simulieren, ( mit dem Joja sich in entlegenen  Regionen Chinas bewegte&#8230;) kann der Steinway-Flügel sich tanzend-schaukelnd auf und ab bewegen.</p>
<p>Dieses Joja-Wendt-Konzert mit all den originellen Ideen, ähnelte in gewisser Weise durchaus einem „Bunten Abends“ modernerer Art. Der Unterhaltungswert   war „ total“,  aber die Virtuosität und künstlerische Qualität des Pianisten Wendt, der bereits auf 17 CD Produktionen und unzählige Konzerte zurück blickt, steht dennoch immer im Vordergrund.</p>
<p>Blendend unterstützt vom Bassisten Thomas Biller und Schlagzeuger Christoph Buhse,  zog Joja Wendt als Pianist auch  in Siegburg alle Register: Von Ragtime, (Tiger Rag)  Boogie Woogie, Jazz, (Mack The Knife), Rock’n’Roll, Schlager ( Buona Sera, Senorita), bis hin zum verjazzten, dynamisch gespielten  J.S. Bach  &#8211;  die Bandbreite der musikalischen Palette war beeindruckend und die Fröhlichkeit seines Spielens übertrug sich  auf die Zuhörer.<img src="http://www.jazzie.net/wp-content/joja-siegburg-2.jpg" alt="joja-siegburg-2.jpg" /></p>
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		<title>Konzert-Highlight 2008 !!! Roger Cicero in der Kölnarena 2008</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Apr 2008 23:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Roger Cicero &#038; Big Band – „ beziehungsweise“ Ein deutsches Konzert-Highlight 2008 !!! Was die Show betrifft: Fantastisch wie immer, grandioser Sound, und wenn’s überhaupt möglich ist – in Details wird die „beziehungsweise Tour“ immer noch ein wenig verbessert, effektvoller inszeniert. Eines zeigte das Konzert besonders deutlich: Live gespielt sind alle Songs noch besser als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="drop">R</span>oger Cicero &#038; Big Band – „ beziehungsweise“ Ein deutsches Konzert-Highlight 2008 !!! Was die Show betrifft:  Fantastisch wie immer, grandioser Sound, und wenn’s überhaupt möglich ist – in Details wird die „beziehungsweise Tour“ immer noch ein wenig verbessert, effektvoller inszeniert.  Eines zeigte das Konzert besonders deutlich: Live gespielt  sind alle Songs noch besser als die Studioversionen auf den Cicero CDs!!<br />
Das musikalische Niveau ist vielschichtiger und spontaner. Roger erhöht in seiner Liveperformance stark den „Jazzfaktor“. Natürlich treten auch die Solisten stärker hervor und bekommen auffallend viel Applaus.  </p>
<p>Sechs –oder Siebentausend Besucher der Kölnarena konnten eine energiegeladene, hochprofessionelle, gutgelaunte Vorstellung in vollen Zügen genießen! Alle waren wieder hingerissen von dieser Musik!!! <span id="more-469"></span></p>
<p>Eine interessante Meldung wurde von Roger gleich zu Beginn des Konzertes mit Stolz verkündet: Peter Herbholzheimer sei unter den Gästen und es wäre überhaupt dass erste Mal, dass er in der Kölnarena sei. </p>
<p>Sicher war das auch eine zusätzliche Motivation für Roger + Band, all ihre großartigen Fähigkeiten besonders toll zu präsentieren. Denn Herbholzheimer, Deutschlands renommiertester Bigband-Leiter und erstklassiger Musiker, Arrangeur und Komponist, hört mehr als alle Besucher, und hört auch mehr, als Fans, die zigmal diesen Konzerten beiwohnten.</p>
<p>Bei mir waren es bescheidene dreimal – und nach Köln sage ich: es ist doch schöner, ganz vorne, und im „Club“ der Fans zu sitzen! Roger kann sich nicht beschweren über uns: Von ganz Deutschland sind seine treuen Fans, die unermüdlichen Roger &#038; Band-Enthusiasten, wieder angereist: Ob von München, Kiel, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Neuss, Bochum, Frankfurt, Koblenz, Solingen, &#8230;usw: Sie waren alle wieder dabei !</p>
<p>Aber nicht nur wir haben da vorne in den ersten Reihen für eine Superstimmung gesorgt. Nach der Pause, wo das Konzert an Intensität und Vielschichtigkeit zunimmt, wo jeder Song ein Highlight für sich ist, da sind die Kölner doch ganz schön aus sich heraus gegangen. Wenn wir da vorne „tobten“ habe ich mich immer mal wieder in der Arena umgesehen, und registriert, dass über alle Sitzblöcke hinweg bis in die oberen Ränge, viel Bewegung war und heftig applaudiert wurde. Die Arena sah übrigens fast „voll besetzt“ aus. Immerhin war es innerhalb der letzten vierzehn Monate das bereits dritte Cicero-Konzert in Köln. Das macht ca. 20.000 Besucher!!! </p>
<p>DRASTISCHER STIMMUNGSWECHSEL</p>
<p>Bei Roger Cicero kann man wieder nur staunen über seine während ca. Zweieinhalbstunden nicht nachlassende  Power,  und seine musikalische Perfektion. </p>
<p>Aber die interessanteste Phase innerhalb Rogers gesanglicher Leistung sind sicher die zwei Songs „How come you don’t call me anymore” und “Ich hätt’ so gern noch Tschüß gesagt”.</p>
<p>Zwei Song, die gegensätzlicher nicht sein können, folgen unmittelbar hintereinander. Der erste dieser zwei Songs fordert von Cicero eine gesangliche Hochleistung ohne Beispiel. Der zweite tut dies ganz auf der Ebene der tiefempfundenen Emotion. Beim ersten, dem Princesong,  wo so viele Töne in allen nur erdenklichen Klangfarben, Tonarten und stark differierenden Lautstärken zu singen sind, wird diese Perfektion besonders deutlich. Es kommt mir vor, als ob er einen Computer eingebaut hätte, und er sich per Mausklick jede Note die er gerade braucht, einfach abruft&#8230;..Unglaublich. Dabei klingt diese Perfektion nicht eine Sekunde kalt, langweilig oder zu routiniert. Die Freude und Schönheit der Musik klingt immer wieder neu und fasziniert.  </p>
<p>Wie Roger Cicero diesen geradezu drastischen Stimmungswechsel musikalisch und rein emotional dann bei  „Ich hätt’ so gern noch Tschüoß gesagt” meistert, verlangt allergrößte Bewunderung. Und die bekam er – nach dem Princesong wurde er stürmisch gefeiert. Nach der Hommage an seinen Vater gab es einen Moment der Stille,&#8230; und dann setzte ein langer, nachhaltiger Applaus ein. Man konnte fühlen, das die Menschen engagiert mit Konzentration gelauscht hatten, und ihm nun überzeugt die volle Anerkennung zukommen ließen. </p>
<p>Matthias „Maze“ Meusel hat in Köln mit seinem langen Schlagzeugsolo eine musikalische Meisterleistung vollbracht! Ein ungeheuer virtuoses und sich in Intervallen oft neu steigerndes Solo voller Anspannung war das – und in dieser Art war es ein interessantes genaues Gegenstück zum Solo in Oberhausen! Ein Beweis für seine Vielseitigkeit! Der Beifall in der Arena war orkanartig!</p>
<p>Beim furiosen Instrumentalteil von “Das Experiment“ schleicht Lutz sich neuerdings von hinten, tänzelnd  wie ein kleiner Kobold auf seine Hammondorgel zu und setzt sie dann mit satanischem Grinsen in Brand. Wir kennen das ja, wenn seine Orgeltöne von den Haarspitzen bis zum große Zeh unsere Körper durchschauern. </p>
<p>Ein großes Lob an den/die Tontechniker! Letztes Jahr im August, war im vorderen Bereich der Sound nicht so optimal. Es gab zuviel Hall, wodurch es schwierig wurde, den Texten akustisch zu folgen. Diesmal war der Sound perfekt – einfach ein Hochgenuss! Und wieder wurde mir auch klar, wie genial die Big Band-Arrangements von Lutz Krajenski sind! In diesem Sound kann man euphorisch „ baden“, der ist nicht mehr steigerungsfähig! </p>
<p>Erwähnen möchte ich auch das bestens getimte Solo vom Bassisten Hervé Jeanne. Bevor Rogers Hit, ( O-Ton Roger: „ mit dem alles anfing&#8230;), „Zieh’ die Schuh aus“ ansetzt, bringen Hervé und Roger dann ein herrlich ungewöhnliches  und eindeutiges „Jazzduett“. </p>
<p>Rogers  „Medleyzugaben“ am Ende zündeten wie eine Explosion. Da legen alle noch einmal richtig los – auf der Bühne geballte Energie ohne Ende&#8230;.. und auch in der Arena nur noch begeistertes Klatschen, kreischen und Brüllen !! </p>
<p>Junge Menschen entdecken Big Band und  Swing für sich!!<br />
Und wenn ich dann bei den Zugaben vorne direkt an der Bühne unter ganz jungen Menschen stand und deren Begeisterung für diese Musik miterlebte, dann kann ich nur sagen: ROGER &#038; BAND &#8211; toll, das ist euer Verdienst! </p>
<p>Ihr habt es wirklich geschafft, dass sich die Ohren der üblicherweise fast ausschließlich pop -und rockkonsumierenden jungen Leute für diesen fantastischen Big Band Sound öffneten! Und das wirklich mit ganz großer Emotion und Faszination! </p>
<p>Sie begeisterten sich nicht nur für Rogers mitreißenden Gesang, sondern auch für die Band und ihre Solisten! Das ist relativ erstaunlich &#8211; ich hoffe, dass dieser Trend anhält – auch für die nächste Phase in Ciceros Karriere.<br /><img src='http://www.jazzie.net/wp-content/werner-cicero.jpg' alt='werner-cicero.jpg' /></p>
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		<title>TOM GAEBEL  &amp; BIG BAND IN KÖLN  (  Saal im Gürzenich)</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 21:15:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[gäbel]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[köln]]></category>
		<category><![CDATA[konzertkritik]]></category>
		<category><![CDATA[werner matrisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 25.2. 2008 war ich bei Tom Gaebel &#38; seiner Big Band. Es soll nur eine ganz keine Rezension &#8211; werden, wenigsten will ich kurz meine Eindrücke wiedergeben. Vorweg: der Mann kann sehr schön singen!!! Und das hört man auch, wenn denn der Sound stimmt&#8230;. Ich saß im ersten Konzertteil relativ weit hinten und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="drop">A</span>m 25.2. 2008 war ich bei Tom Gaebel  &amp; seiner Big Band. Es soll nur eine ganz keine Rezension &#8211; werden, wenigsten will ich kurz meine Eindrücke wiedergeben.  Vorweg: der Mann kann sehr schön singen!!! Und das hört man auch, wenn denn der Sound stimmt&#8230;.</p>
<p>Ich saß im ersten Konzertteil relativ weit hinten und ich merkte gleich zu Beginn, dass der Sound furchtbar war. Jedenfalls auf diesem Platz.<span id="more-457"></span> Beim Einsatz der ganzen Band klang es chaotisch und die Stimme Gaebels war hart und spitz ausgesteuert. (Seine Höhen haben sowieso eine gewisse metallische Härte). Wie schön er wirklich singen kann, konnte man immer dann wahrnehmen, wenn die Big Band leiser oder abgespeckt spielte. Durch den schlechten Sound bedingt war ich also erst einmal enttäuscht .</p>
<p>Nach der Pause waren einige Leute gegangen und ich konnte mich ca. 10 Reihen nach vorne stellen. Da war schon eine viele bessere Klangsituation. Achim saß ja in der ersten Reihe und in der Pause sagte er mir nach meiner Kritik zum Ton, dass der Sound hier vorne völlig okay sei.</p>
<p>Nun, der zweite Teil gefiel mir richtig gut. Diese tolle Nummer von Duke Ellington &#8220;Caravan&#8221; hat ein mitreißendes Arrangement bekommen, in dem viele verschiedene Soli untergebracht sind. Zudem kann Tom Gaebel ziemlich gut Trommeln, was ein Duett mit dem Schlagzeuger bewies.</p>
<p>Wunderschön ruhig mit ganz kleiner Besetzung stimmte Tom das berühmte &#8220;Moon River&#8221; an. In den Tiefen hat seine Stimme große Wärme und Ausdruck. Ich muss schon sagen: wirklich schön.</p>
<p>Sehr fetzig seine Komposition &#8220;Bond-Song &#8221; Catch me if you can&#8221; . Als Gegenstück zu Roger Ciceros  &#8221; Experiment&#8221;  hält sich das Stück gleichrangig grandios. Toll arrangiert, ein klares Highlight des Abends. Mit &#8220;Catch me if you can&#8221; ist ihm ein großartiger Song gelungen. Der Titel ragt sowohl im Arrangement wie gesanglich sehr aus dem an sich schon guten 2. Album hervor. Ein Song, auf den sogar Roger Cicero neidisch sein könnte.<br />
Ich finde, dass Tom als Songwriter eine Entdeckung ist. Auch &#8221; Good Life&#8221; ist ein rundherum perfekter Song, so simpel die Melodie auch erscheinen mag: es ist eine erinnerungswürdige Melodie.</p>
<p>Und wie das so ist bei Konzerten: auch hier hatte ich das Gefühl, dass der Künstler am Ende immer besser wurde, besonders mit den Zugaben. Mag auch daran liegen, dass ab da eigentlich  erst ein für den Künstler deutliches Feedback vom Publikum spürbar wurde. Jedenfalls standen alle bei den letzten Liedern, klatschen mit und bewegten sich rhythmisch dazu.</p>
<p>Ich stand jetzt auch am Bühnenrand und konnte an Tom Gaebels Gesichtsausdruck sehen, wie ihm dieser Zuspruch des Publikums gefiel. Natürlich wurde er jetzt noch sicherer. Eine schöne Überraschung gab es ganz am Ende, als das letzte Klatschen verebbte und ich schon fast im Foyer war.</p>
<p>Einige Leute schrieen begeistert auf, als Tom, nur begleitet vom Pianisten aus dem Dunkel heraus wieder die leere Bühne betrat. Er nahm sich einen &#8220;Barhocker&#8221; und begann mit Sinatras berühmt-trauriger &#8220;Säuferballade“ : One for my baby&#8230;.. Und das war RICHTIG GUT ! Er sang leiser als sonst, wärmer, differenzierter und emotionaler. Es war eine wunderbare Performance &#8211; gut dass es sie noch gab an diesem Abend. Ich hatte Gänsehaut.</p>
<p>Hier auch der Text des Songs. Ein großer Komponist Harold Arlen &#8211; der auch &#8220;Over the Rainbow&#8221; schrieb ( und zig andere ), und der so etwas wie der Hauskomponist für Judy Garland and Barbra Streisand war.</p>
<p>ONE FOR MY BABY:<br />
Its quarter to three, theres no one in the place<br />
Except you and me<br />
So set em up joe, I got a little story<br />
I think you should know<br />
Were drinking my friend, to the end<br />
Of a brief episode<br />
Make it one for my baby<br />
And one more for the road<br />
I know the routine, put another nickel<br />
In the machine<br />
I feel kind of bad, cant you make the music<br />
Easy and sad<br />
I could tell you a lot, but its not<br />
In a gentlemans code<br />
Make it one for my baby<br />
And one more for the road<br />
Youd never know it, but buddy Im a kind of poet<br />
And Ive got a lot of things Id like to say<br />
And if Im gloomy, please listen to me<br />
Till its talked away<br />
Well thats how it goes, and joe I know your gettin<br />
Anxious to close<br />
Thanks for the cheer<br />
I hope you didnt mind<br />
My bending your ear<br />
But this torch that I found, its gotta be drowned<br />
Or its gonna explode<br />
Make it one for my baby<br />
And one more for the road</p>
<p>Ich lies mir später meine zwei CD Booklets von Tom signieren. Er ist wirklich ein sympathischer Typ.</p>
<p>Werner Matrisch, Köln, 25. Februar 2008</p>
<p>Nachtrag: Noch ein Wort zum  zum Sound:</p>
<p>Wegen der vielen Einträge zum schlechten Sound wurde jetzt in Tom Gaebels Gästebuch gepostet, dass man sich deswegen an den Konzertveranstalter wenden solle. Die Dame am Telefon des Gürzenich sagte nämlich, dass das gesamte Sound &#8211; Equipment vom Konzert- Veranstalter stammt.</p>
<p>Weil jemand auch schrieb, Tom Gaebel solle nicht mehr in den Gürzenich gehen, fühlen sich die Hausherren dort etwas verunglimpft. In der Tat &#8211; es kann nicht am Saal oder an der 10 m Höhe liegen, wie auch spekuliert wurde&#8230;. Die Kölnarena ist etwas höher&#8230;.</p>
<p>Ich habe im Gürzenich schon Ella Fitzgerald gesehen und auch Nanna Mouskouri ( in ihrer besten Zeit mit griechischer Folklore) &#8211; und der Sound war nie schlecht. Außerdem werden dort häufig klassische Konzerte aufgeführt. Wenn es am Raum dort läge, hätte sich das schon herumgesprochen.<br />
<img src="http://www.jazzie.net/wp-content/tom-gaebel.jpg" alt="Tom Gaebel und Werner" /></p>
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		<title>After Hours Band Live</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Dec 2007 14:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[konzertkritik]]></category>
		<category><![CDATA[werner matrisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Hannover Köln- Livebericht: AFTER HOURS featuring Roger Cicero ( 20. Dezember 2007 ) Der intime 3Raum im Ballhof verdunkelt und die Musiker erscheinen auf der Bühne. Nach einem instrumentalen Einführungsstück stellt Stefan Abel die Jazzformation „After Hours vor. Als letzten nennt er den Vokalisten Cicero, der dann auch sofort unter Jubel auf die Bühne stürmt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="drop">H</span>annover Köln- Livebericht:  AFTER HOURS  featuring Roger Cicero   ( 20. Dezember 2007 )  Der intime 3Raum im Ballhof verdunkelt und die Musiker erscheinen auf der  Bühne. Nach einem instrumentalen Einführungsstück stellt Stefan Abel die Jazzformation „After Hours vor. Als letzten nennt er den Vokalisten Cicero, der dann auch sofort unter Jubel auf die Bühne stürmt.  Das konnte man erwarten. Die fünf Musiker haben  seit ca. zwei Jahren mit ihrem „Männersachen-Projekt“ unter Anführung ihres Sängers Cicero enorme Popularität  erlangt. Zusammen mit sieben anderen Musikern formierten sie sich zu einer rasanten Big Band, und füllten riesige Hallen.<br />
<img src="http://www.jazzie.net/wp-content/after-hours.jpg" alt="after-hours.jpg" /><br />
Foto:Roger Cicero: Vocals,  Stephan Abel: Tenor -und Sopransaxophon; Lutz Krajenski: Piano &amp; Hammondorgel; Hervé Jeanne: Bass:  Matthias Meusel: Schlagzeug<br />
<span id="more-439"></span><br />
<strong> „E  x  p  l  o  d  i  e  r  e  n  d  e      I  n  t  e  n  s  i  t  ä  t“</strong></p>
<p>Nun, nach Abschluss der diesjährigen Mammuttournee und vor Beginn der neuen Live-Konzerte ab Januar 2008, wollten „After Hours“, der harte „Jazzkern“ der Roger Cicero Big Band, sich noch einmal mit zwei kleinen Konzerten (Hannover + Hamburg) dem reinen Jazz widmen. In geänderter Reihenfolge  wird das komplette Programm  ihrer zweiten CD von 2005:  „There I Go“ gespielt werden,  darüber hinaus aber noch andere Songs.</p>
<p>Roger Cicero beginnt mit dem schönen Standard „No Moon At All“, der zunächst „jazzmoderat“ klingt, gemessen an dem, was  musikalisch an diesem Abend stark jazzlastig noch folgt. Denn schon bei Clifford Browns Komposition „Joy Spring“, als Vokalstück schwierig zu singen und von Cicero dafür selbst neu arrangiert, ahnt man, von welcher „Jazzintensität“ der Abend sein wird. Die Musiker zeigen sich in furioser Spiellaune, und spielen so wildbegeistert, als hätten sie schon länger auf diese Gelegenheit gewartet. Die einzelnen Stücke sind alle bedeutend länger als auf der „There I GO“ &#8211; CD. Bearbeitet mit langen, sich stark steigernden Soli, scheint jeder Musiker in seinem musikalischen Ergeiz dem Nächsten „die Show zu stehlen“, ohne deshalb irgendwie in Konkurrenz zu gehen. Denn hier zählt nur die Musik &#8211; die hohe Qualität und die  Freude daran.  Nichts anderes verspürt auch das Publikum!</p>
<p>Das betrifft vorerst ganz klar die erste Reihe auf der Bühne &#8211; Sänger Roger Cicero, Saxophonist Stephan Abel und Pianist Lutz Krajenski. Hinter diesen steht Bassist Hervé Jeanne, dessen Instrument naturgemäß vom Sound her weniger dominieren kann, als zum Beispiel das explosive Klanggemälde eines von Stephan Abel „malträtierten“ Saxophons, oder die funkensprühenden Pianoklänge des Lutz Krajenski.</p>
<p>Das Spiel des Bassisten  macht jedoch hervorragend klar, wie sehr der Bass eine Grundlage für die ganze Formation bildet:  ähnlich einem „ wummernd-vibrierendem Trampolin“ ist sein Spiel das sichere Fundament, auf dem alle Musiker sich austoben können, aber von dem sie immer wieder abgefedert  und alle zusammen gehalten werden. Auch Hervé bekommt später noch Gelegenheit, in einem dynamischen Duett mit Stephan Abel bravourös  zu glänzen.</p>
<p>Ebenfalls in „ zweiter Reihe“ sitzt Schlagzeuger Matthias Meusel. Er ist jemand, der optisch niemals eine „Show“ macht, obwohl sich das  beim Schlagzeug ja gut anbietet. Er wirkt ruhig  und  gelassen, aber gleichzeitig  auch von größter Konzentration. Man sieht ihm deutlich an, wie er auf die anderen Musiker und ihr Spielen äußerst genau achtet, und  er geht völlig auf in der Musik, genießt sie, scheint sie fast zu „inhalieren“!</p>
<p>Vielleicht resultiert aus dieser Hingabe sein perfektes und  sensitives Timing. Meusels „Schläge“ sind punktgenau und bei einer Steigerung übertreibt er nicht – denn auch das machen Schlagzeuger gerne. Natürlich hat auch er sein großes Solo, wo er richtig ausholen kann. Es ist begeisternd, und immer wieder toll zu sehen, dass Matthias ganz bei der Musik bleibt, und keine Mätzchen macht. Ins Schwitzen kommt er dann übrigens doch, weil er musikalisch wirklich sein Bestes gibt.</p>
<p>Der längste Titel des Abends ist der ursprünglich brave Song „My Favorite Things“,  aus dem Musical „The Sound of Music“. Dass diese schöne Melodie keineswegs „brav“ klingen muss, haben schon die meisten großen Jazzer wie John Coltrane oder Al Jarreau bewiesen. Bei „After Hours“ wird aus dem Song ein ca. 15minütiges, vielfältig dimensioniertes Jazzereignis! Sicher ist dieser Titel neben dem überschäumenden „Red Top“ und Ciceros Prince-Adaption „How Come You Don’t Call Me Anymore“  das hervorstechende Glanzstück des Abends.</p>
<p>Nach dem eigentlichen Thema von „My Favorite Things“, setzt Roger Cicero an zum möglicherweise längsten „Marathon-Scat“ seiner (bisherigen) Karriere. Ich habe ihn jedenfalls niemals länger scatten gehört, weder live noch auf CD.  Er jagt seine Silben die  Tonleiter rauf und runter, zaubert Töne aller Klangfarben und Vorstellungen &#8211; und erweist sich als Meister der Jazzimprovisation. Spätestens seit Bachs Fugen wissen wir, wie viel Musik auch mit Mathematik zu tun hat. Bei Ciceros Scatgesang scheinen die Noten perfekt an der einzig richtigen Stelle zu sitzen, ebenso exakt richtig wie die Ziffern in einer großen mathematischen Formel! Hier ergänzen sich in bewundernswerter Art Ciceros natürliche, musikalische Anlagen mit seiner Ausbildung im Jazzgesang. Scatgesang ist mehr als ein dauernd wiederholtes „da-bo-du-bi-du-ba-du“.</p>
<p>Gutes Scatten setzt hohe Musikalität voraus! Man muss sich schon etwas einfallen lassen! Wenn beim Scatten nicht spannungs -und ideenreich variiert wird, klingt Scat schnell langweilig, gar monoton. Diese Sorge braucht man bei  Cicero nicht zu haben. Ich wage es, ihn auf eine Liste mit Jon Hendricks oder Eddie Jefferson zu setzen. Von deutschen Jazzsängern ist mir niemand bekannt, der im Scatten Ciceros Niveau erreicht. ( Fans von „Zieh die Schuh aus“, könnten irritiert sein!)</p>
<p>Nach Rogers virtuosem Vokalexkurs gibt ihm Stephan Abel eine passionierte Antwort. In seinem langen Saxophonsolo geht Abel sehr weit. Er holt alles aus seinem Saxophon heraus, was möglich ist. Seine Töne erzielen jede Klangscala von fließender Weichheit und Geschmeidigkeit, vom melodisch-harmonischen Klang zu einer stählernen Härte, um sich dann auf dem Höhepunkt in einem  explosivem „Krachen“ zu entladen. In seinen  stärksten  (oder lustvollsten !)  Momenten  gerät Stephan Abel mit hochkomplexen Klangstrukturen  in den Bereich des Free Jazz.</p>
<p>Dann kommt Pianist Lutz Krajenski zum Zuge. Klar, dass er bei den spitzenmäßigen Performances von Roger und Stephan alles zeigen wird, was er kann! Wenn Lutz am Flügel sitzt, ist er glücklich, sein Gesicht lacht und strahlt. Jeder sieht, Lutz Krajenski lebt seine Musik und er scheint dann buchstäblich die personifizierte Lebensfreude zu sein.</p>
<p>Sein kraftvolles Spiel erfüllt den Raum und ist prädestiniert für den kommenden, aufpeitschenden Höhepunkt! Krajenskis Solo von „My Favorite Things“ vereint in besonderen Maße den Jazz mit Elementen von Rhythm &amp; Blues, Groove, Funk und Soul. Grund dafür ist natürlich sein Einsatz der Hammondorgel B-3, die er, hin -und her springend vom Flügel, vehement bedient. In musikalischer Verzückung wuchtet er ab und zu seinen ganzen Körper vom Pianoschemel in die Höhe.  Sein Spiel mit Piano und der Hammondorgel steigert sich geradezu „orgiastisch“, und dehnt den Climax! Der stürmisch aufbrausende  Applaus des Publikums bleibt nicht aus!</p>
<p>Bei der umwerfenden Version von „Red Top“ trägt Lutz Krajenski wieder mit seiner Hammondorgel auch gut Teil mit bei, dass diese Nummer „brodelnd bis kochend“ kaum steigerungsfähig ist. Wiederum ein Highlight von vielen an diesem Abend, die hier nicht alle detailliert erwähnt werden können.</p>
<p>Allerdings muss ich den Prince-Titel „How Come You Don’t Call Me Anymore“  doch kurz erwähnen.  Cicero-Fans kennen Rogers Version mit der Gruppe Soulounge und auch den mitreißenden  Liveauftritt mit Joja Wendt. An diesem Abend in Hannover war es der erste Titel direkt nach der Pause, und das war wirklich Rogers Nummer! Noch ausgefeilter und souliger geriet  die heutige Version, bei der immer wieder mit dynamischem Nachdruck der Refrain wiederholt wurde. Roger schonte sich nicht und probierte sich in „Extremgesang“, der oftmals über das traditionell-vokalistische hinausging. Immerhin lieferte er sich Spitzentöne, die ihn an seine stimmlichen Grenzen gemahnte.</p>
<p>Selbstverständlich sind die Musiker von „After Hours“ auch sensible Begleiter bei Rogers ruhigeren Songs. Interessant ist Ciceros Bearbeitung des Beatles Klassikers  „I Wanna Hold Your Hand“. Bei seiner Moderation zu dem Titel sagt er, dass er das Stück total verfremdet hat, und gespannt sei, wer es erkennt. Ich finde die Neubearbeitung toll gelungen, und möchte gar keine andere Version mehr hören.</p>
<p>In meiner Erinnerung ist dieses Konzert von einer explodierenden Intensität gewesen. Ich glaube, jeder von „After Hours“ hat an diesem Abend sein großes künstlerisches Potenzial voll ausgeschöpft. Dominierend war die ungeheuerliche Spiellaune, die große Energie, die eher lauten Stücke und Töne. Vielleicht gerade deshalb ist mir das letzte Stück, die zweite Zugabe des Abends unvergesslich geblieben.</p>
<p>Roger Cicero sang „The Wedding“, eine Komposition vom berühmten Jazzpianisten Abdullah Ibrahim alias Dollar Brand. In Kontrast zu all den fetzigen Nummern vorher, wirkte der Song wie eine schwebende Fata Morgana im Raum. Ciceros Stimme klang nach all seiner Vokalakrobatik die er während dieses Konzertes einsetzte, plötzlich besonders schön und warm &#8211;  ja rätselhaft magisch! Im 3Raum war eine Einheit von andächtiger Ruhe und Aufmerksamkeit zu spüren.</p>
<p>So ging ein Spitzenkonzert zuende wie man es sich wünscht! Schön war zudem, dass die Leute in der Pause Gelegenheit hatten, mit den Musikern zu reden. Ich konnte kurz mit Roger Cicero sprechen und das bisherige Konzert gebührend loben, was ihn freute. Auch mit Matthias Meusel sprach ich kurz. Ihm sagte ich, es wäre  „dringend“ an der Zeit, ein drittes Album von „After Hours“   einzuspielen&#8230;.</p>
<p>Kurz bevor „The Wedding“ von Roger endete, musste ich leider  schleunigst mit der lieben Maike zum Hannoveraner Bahnhof laufen. Der letzte  Zug zurück nach Köln ging  Punkt 23:00 Uhr. Roger hatte der Maike in der Pause noch lachend gesagt. „Elf Uhr ? &#8211; das schafft ihr nie!!!</p>
<p>Aber im 3Raum dufte eigentlich nur bis 22:30 Livemusik gemacht werden, und um 22:45 war wirklich Schluss.  Im Zug haben Maike und ich uns die ganze nächste Stunde über dieses Konzert ausgetauscht, wir schwebten noch in völliger Euphorie, die Endorphine wirkten nach. Die vielen Stunden mit der Bahn hatten sich gelohnt. Eines hat mir das Konzert auch bewiesen: Eine noch so gut aufgenommene CD mit gleichem musikalischem Programm kann sich niemals mit  einem Livekonzert von dieser Qualität messen. Und das ist gut so.</p>
<p>Werner Matrisch, Köln 20. Dezember 2007</p>
<p>www.wernermatrisch.de<br />
werner.wilfried@netcologne.de</p>
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