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	<title>Jazzie  News  Jazz-Events  Live Musik Köln &#187; cicero</title>
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	<description>Jazz-Konzerte-Festivals- Termine- Rezensionen</description>
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		<title>Roger Cicero- SCHÖNER WÄR&#8217;S OHNE !!! Oder-DAS REGENKONZERT..</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 16:25:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Roger Cicero&#38; Big Band in Neuwied. Open Air &#8211; Schloss Engers 11. 8. 2010 Ein Konzert im strömenden Regen ist schon eine besondere Erfahrung. Nach einer halbwegs &#8220;trockenen&#8221; Periode gestern vor dem Konzert ( 18-19 Uhr) &#8211; wir saßen in einer Kneipe bei einer sehr „mäßigen“ Abendmahlzeit &#8211; dachten wir, das war&#8217;s hoffentlich mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="drop">R</span>oger Cicero&amp; Big Band in Neuwied.  Open Air &#8211; Schloss Engers  11. 8. 2010<br />
<a href="http://www.jazzie.net/wp-content/cicero-neuwied.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1160" title="cicero-neuwied" src="http://www.jazzie.net/wp-content/cicero-neuwied-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" /></a><br />
Ein Konzert im strömenden Regen ist schon eine besondere Erfahrung. Nach einer halbwegs &#8220;trockenen&#8221; Periode gestern vor dem Konzert ( 18-19 Uhr) &#8211; wir saßen in einer Kneipe bei einer sehr „mäßigen“  Abendmahlzeit &#8211; dachten wir, das war&#8217;s hoffentlich mit dem Regen.Wir wähnten uns in der Hoffnung doch noch ein regenfreies  Konzert zu erleben.<span id="more-1159"></span><br />
Wir saßen dann um 19:30  im schönen Schlosshof auf unseren Plätzen &#8211;  es war NOCH trocken &#8211;  jedoch Punkt 20 Uhr verspürte ich einen Tropfen&#8230;. Ich schaute in den Himmel, und fand eine riesige dunkle Wolkenfläche über uns recht bedrohlich!  Um 20:05 kam die Band auf die Bühne und sofort nach dem kurzen Intro der Band und dem Erscheinen von unserem Star Roger Cicero, ging&#8217;s los mit einem Regen, der uns alle im weiteren Verlauf des Konzerts &#8220;gewaschen&#8221; hat. Das Regencapé hielt vorläufig die Schultern und den Kopf noch trocken &#8211; aber schon bei &#8220;Ohne Worte&#8221; dachte ich, für diesen &#8220;gemeinen&#8221; Regen habe ich keine Worte mehr&#8230;!  Das war einfach &#8220;to much&#8221;!  Roger meinte übrigens, dass der Regen  ziemlich &#8220;laut&#8221; auf unsere Plasikcapés tropfe&#8230; Stoff wäre besser und leiser. ￼    Nach der Konzertpause hörte es  während  3-4 Songs mal auf zu regnen – aber dann ging&#8217;s wieder los, und zwar heftig!</p>
<p>Noch vor Ende, des Konzerts -Roger fing gerade mit &#8220;Murphys Gesetz&#8221; an, -waren wir alle wie geduscht ! Erbarmungslos prasselte der Regen auf uns nieder. Roger hat dann wunderbar einen neuen, zum Wetter passenden Text am Ende von &#8220;Murphys Gesetz&#8221;  improvisiert! Und nicht nur da. Kein Mensch sollte behaupten, Roger Cicero könne nur vorgefertigte Sätze in der Überleitung zu seinen Songs sagen. Dieses Konzert bewies das Gegenteil ! Seine Moderation oder Kommunikation mit dem Publikum war sicher, spontan, improvisatorisch, heiter  und schlagfertig!<br />
MUSIKALISCHE IMPROVISATIONEN hat Roger Cicero&#8217;s Gesang zudem in jedem Song parat &#8211; auch nach der x-ten Interpretation, da muss sich niemand Sorgen machen. Er ist viel zu musikalisch, um einen Song jedes Mal gleich zu singen. Immer wieder phrasiert und ändert er Noten und den Rhythmus  seiner Songs neu, betont anders,- schafft so ganz neue Akzente.  Auch wer ihn schon oft live erlebt hat: Cicero überrascht und erstaunt bei jedem Konzert auf&#8217;s Neue mit seiner Power und einer  Intensität die einfach beeindruckt. Man spürt – dieser Mann gibt in jedem Song alles was zu geben ist.   Das betrifft diesmal besonders seine Unplugget-Version vom leisen Liebeslied: &#8220;Fachmann in Sachen Anna&#8221;!<br />
Nach dem instrumentalen Teil, wenn Bassgitarre  und Percussion akustisch kristallklar wummern &#8211; man hat noch die samtenen, traurigen Klänge seiner Stimme im Ohr &#8211; legt er plötzlich in einer anderen, echt expressiven Gesangsart los. Er schreit die Verzweiflung und Trauer, von der das Lied handelt &#8211; laut und in harten, hohen Tönen heraus &#8211; Töne, die einen gemessenen Wohlklang längst verlassen haben. Das gehört klar in die Kategorie &#8220;Soul&#8221; und so habe ich den Song noch niemals gehört. Klasse, Roger !   Beim Song &#8220;Geboren&#8221; denke ich jedes Mal : das war jetzt seine beste Version! Aber von wegen: Im Schlossgarten von Neuwied-Engers  hat Roger sich bei dem Song erneut übertroffen!!! Mehr geht nicht, schießt es mir durch den Kopf.. Gabriel Coburger und Roger brachten ein mitreißendes, schier überschäumendes und dabei sehr variables Jazzduett! Coburger&#8217;s Saxophon und Rogers Stimme &#8211; einfach nur brillant. Eine „Tour de force“ von großem musikalischem Ideenreichtum.</p>
<p>Es fällt mir schwer nachzuvollziehen, warum Roger Cicero immer noch ein relativ stark polarisierender Künstler ist &#8211; nicht in den wirklichen Musikfachkreisen- aber doch bei etlichen Liebhabern von Pop oder Jazz. Jene, die ihn offensichtlich gerne  unterschätzen, bräuchten dringend eine &#8220;Cicero-Livelektion&#8221; – die sie garantiert erstaunen würde.  Keine Frage , dass auch die „Fantastische Big Band“  wieder &#8221; first class&#8221; war. Wie punktgenau auf den Bruchteil einer Note alle Musiker spielen müssen, zeigt besonders schön das furiose Ende von &#8220;Murphys Gesetz&#8221;. Der  Cicero-Hit aus dem Album „Männersachen“( 2006),  welcher inzwischen beim Live-Artgerecht-Programm zu einer Art Funk-Gospel mutierte,  läßt in jedem Konzert die Besucher ekstatisch mittanzen und singen. Überschwappende Dynamik = BEGEISTERUNG PUR !</p>
<p>Diesmal konnte Roger seine Big Band mit seinen stakkatoartigen Sprechgesangssalven etwas überlisten&#8230; einen Tusch spielten sie zu viel. ￼   ( nach meinem Gehör&#8230;)  Machte aber nichts &#8211; im Gegenteil, das trug zur Stimmung bei, die sich aber eh nicht mehr steigern konnte&#8230;.   Die Leute waren alle total &#8221; aus dem Häuschen. Roger hielt nichts zurück &#8211; er gab sich ganz. Mit seinem Publikum konnte er allerdings auch zufrieden sein: Er wurde umjubelt und musste viele Hände schütteln – und das Beste: Tatsächlich haben nur wenige Besucher wegen des Regens das Konzert vorzeitig verlassen.  Roger meinte zum Abschied:  &#8220;Ihr seid die Hartgesottensten&#8221; die ich je erlebt habe, und er würde die Wetterverantwortlichen ( oder so ähnlich)  &#8220;so was von verklagen&#8221;&#8230;&#8230;.<br />
Leute , es war wieder ein Superkonzert &#8211; aber : schöner wär&#8217;s ohne&#8221; gewesen &#8211; kein Zweifel!&#8230;</p>
<p><strong>***<br />
Zur Erklärung für               Uneingeweihte:  Die Überschrift dieser Besprechung ist               eine               Anspielung auf seinen Song<br />
„Schöner war&#8217;s ohne“      (Auf der CD               „Beziehungsweise“ , 2007)   <img src='http://www.jazzie.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
<p><strong><br />
<img src="imap://web4p3@mail.packeisen.de:143/fetch%3EUID%3E.INBOX%3E2701?part=1.1.2&amp;filename=Grafik4" alt="" /></strong></p>
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		<title>Roger Cicero GROSSE SPIELFREUDE, PROFESSIONALITÄT  UND RHYTHMUS</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 08:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
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		<description><![CDATA[Beim Konzert in der Kölner Lanxess-Arena begeisterte Roger Cicero und Band, wie immer mit beeindruckender Professionalität und Spielfreude. Ich habe das &#8220;Artgerecht-Konzert&#8221; nun zum dritten Male genossen &#8211; und kann nur sagen, dass meine ausführliche Rezension vom Bonner Konzert, (auch hier unter meinen Rezensionen zu lesen: „Roger Cicero- Authentisch-trotz Hut“ ) voll und ganz auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.jazzie.net/wp-content/IMG_7946_ee-300x200.jpg" alt="" title="IMG_7946_ee" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-1072" /><span class="drop">B</span>eim Konzert in der Kölner Lanxess-Arena begeisterte Roger Cicero und Band, wie immer mit beeindruckender Professionalität und Spielfreude.</p>
<p>Ich habe das &#8220;Artgerecht-Konzert&#8221; nun zum dritten Male genossen &#8211; und kann nur sagen, dass meine ausführliche Rezension vom Bonner Konzert, (auch hier unter meinen Rezensionen  zu lesen: „Roger Cicero- Authentisch-trotz Hut“  )<br />
voll und ganz auch auf das Kölner Konzert zutrifft &#8211; wenn es um die Songs, um Rogers Gesang im allgemeinen und um die Musiker geht – und weniger um das Publikum, Stimmung und Atmosphäre &#8230;.<br />
Über die Musik kann ich in sofern nur in ausgesuchten Details -(was mir in Köln auffiel) &#8211; schreiben. </p>
<p>Denn das ganze Programm &#8211; (Songs und Moderation) &#8211; läuft auch in Köln mit absoluter Präzision, überrascht aber dennoch immer wieder mit kreativen Improvisationen. Die fallen natürlich den Fans eher auf, als den weniger kundigen Cicero-Besuchern. Stimmlich herausragend fand ich persönlich (u.a. ) diesmal Rogers Vortrag von „TABU“. Direkt und kontrastreich nach dem fetzigen „Hinterm Steuer“ plaziert, berührt der Song mit seiner Emotionalität besonders.<span id="more-1071"></span></p>
<p>Wer jetzt noch nicht hört, dass dieser Mann mit einer wunderbaren Stimme gesegnet ist und fantastisch singen kann, dem ist wohl nicht zu helfen.</p>
<p>Auch die Kölner Version vom Fanta 4 Cover “Geboren“ , fand ich diesmal herausragend. Der Scat-Gesangspart am Ende des Songs kam mir diesmal länger und dynamischer vor als in Bonn. Nach wie vor finde ich, dass niemand in Deutschland diesen Jazzstil so grandios beherrscht wie Roger Cicero. Es könnte aber durchaus sein, dass so mancher Konzertbesucher mit Scat-Gesang  wenig anfangen kann,- besonders dann, wenn er bisher wenig Erfahrung mit Jazz und dem Scat-Gesang  hatte.  </p>
<p>Ich bin nun ein ausgesprochener Fan von Scat-Gesang. Ich finde , dass gerade beim „ scatten“  das Talent zur musikalischen Improvisation sich am besten entfalten kann&#8230;. hier kommt die Musikalität eines Sängers, sein künstlerisches Temperament, sein Rhythmusgefühl ganz besonders deutlich und individuell zum Ausdruck. Der Scatgesang ist eben reinster Jazz, weil der wichtigste ( und vielleicht schönste) Bereich der Jazzmusik die freie Improvisation ist. Und weil die menschliche Stimme zu einem Instrument wird. Das hat Roger Cicero wieder einmal bei „Geboren“<br />
im Duett mit Stephan Abels und seinem Saxophon gezeigt. </p>
<p>In fast allen Fan-Forums-Beiträgen zu diesem Konzert wird betont, dass der erste Teil des Konzertes beim Publikum keine rechte Stimmung entfachen konnte – und auch von den Songs her eher mittelmäßig war. Ich sehe das ein wenig anders. Auch der erste Teil hatte tolle Songs und künstlerische Höhepunkte ( wie soeben beschrieben) und endete zudem fulminant mit dem mitreißendem „Spontis zeugen Banker“, bei dem die Menschen tanzten und klatschten. </p>
<p>Ich möchte zudem nicht unerwähnt lassen, dass Roger mit dem „ alten“ Song „Wenn sie dich fragt“ (vom Album „Männersachen“) sicher eine der besten Versionen des Songs in Köln gelang. Ein wunderbarer Song! Das war auch im ersten Teil. </p>
<p>Ein Konzertprogramm, welches von Anbeginn unausgesetzt eine fetzige Nummer nach der nächsten spielt, wird eintönig und büßt an Wirkung ein. Irgendwann klingt alles gleich. Wenn der Höhepunkt der Dynamik dauerhaft überschritten wird , niveliert sich die Wirkung . Und ehrlich gesagt, so gerne wie ich bei vielen Songs stehend und im Rhythmus wippend die ganze Zeit mit klatsche – ich muss das nicht während eines ganzen Konzerts haben. Ich brauche auch die Ruhe und volle Konzentration auf Midtempo-Songs wie &#8220;Ich bin dabei&#8221; oder auf ein besinnliches Stück, wie zum Beispiel für die wunderbare „ unplugged“ Version von „Fachmann in Sache Anna“. </p>
<p>Ruhe und Konzentration war aber im Kölner Konzert bisweilen ein eher schwieriges Unterfangen. Auch bei den lauten Stücken, die die Halle in Begeisterung versetzte, möchte ich nicht dauernd Kommentare bis ganze Gespräche von den Menschen um mich herum hören, die mich von der Musik ablenken. </p>
<p>Ich bin mehr oder weniger entsetzt vom Verhalten vieler Konzertbesucher. Das offenbar angetrunkene Paar, von vielen Forumsmitgliedern hier bereits negativ beschrieben, setzte diesem unverschämten Verhalten die Krone auf. Nachdem der junge Mann mit Hut, während seiner dämlichen Verrenkungen, Roger bereits den Stinkefinger zeigte,hätte er samt seiner Partnerin zumindest auf seinen Platz verwiesen werden müssen. </p>
<p>Aber ich fühlte mich auch von den Kindern am Bühnenrand gestört, die allesamt mit Handys und Popcorntüten ausgestattet waren, und sich gerade beim ruhigen „Anna-Song“ unterhielten, als ob sie auf der Straße wären. Auch ihre dahinter stehenden Mütter stellten während des Songs in voller Lautstärke irgendwelche Fragen an einen Mitarbeiter der Lanxess-Arena. Ein solche Missachtung den Künstlern gegenüber, macht mich ziemlich fassungslos. </p>
<p>Ich möchte jetzt nicht missverstanden werden: Gegen „Stimmung“ habe ich nichts! </p>
<p>Die Begeisterung und das „Mitgehen“ des Publikums ist ja auch eine tolle Bestätigung für die Künstler. Aber es entspricht nicht meinem Geschmack, wenn aus einem Konzert nur noch „Stimmung + Party“ wird. Die Musik sollte immer die Hauptsache bleiben. Ich mag keine Besucher um mich herum, die sich mit Getränken und Popcorn eindecken, die dauernd während der Musik Kommentare zu anderen Bekannten herüber rufen müssen – welche dann natürlich neue Kommentare nach sich ziehen. </p>
<p>Dadurch entsteht eine ständige Unruhe und Ablenkung von der Musik. Man kann sich auch nach einem Stück kurz austauschen. Und wenn es nach mir ginge: Getränke und Esswaren raus aus der Konzerthalle ! Ist es so schwer, und zu viel verlangt, diese Störfaktoren mal für ein, zwei Stunden wegzulassen und sich stattdessen vollkommen auf die Künstler und ihre Musik zu konzentrieren? </p>
<p>Aber das ist sicher auch ein Generationsproblem. Als ich dem etwa 14jährigem Jungen, der während „Anna“ dauernd redete, ( aber die Mutter tat es ja auch..LOL) ein unmissverständliches Zeichen gab, sah mich dieser an, als käme ich von einem anderen Stern!</p>
<p>Das war der Unterschied zum Bonner Konzert. Diese Art von „Stimmung“ , zumindest wie ich sie in der ersten Reihe erlebt habe, war mir einfach  „ to much“! </p>
<p>Ich hatte den Eindruck, dass Roger Cicero auch diese, ich will es mal milde ausdrücken „Unaufmerksamkeiten“ bemerkte. Sein Gesang wurde immer engagierter &#8211; er brachte alle Energie auf, eine gute Vorstellung zu geben &#8211; was ihm auch gelang . Und er wirkte weiterhin gut gelaunt. </p>
<p>So war trotz meiner Kritik am schlechten und oberflächlichem Verhalten vieler Besucher, der Zuspruch gewaltig. Die Zugaben waren fantastisch!!! Und als er dann nach unaufhörlichem Applaus &#8211; die Bühne war inzwischen leer &#8211; noch einmal herausgeklatscht wurde- sang Roger zur großen Begeisterung aller, und nur zur Pianobegleitung von Lutz Krajenski „König von Deutschland“ . Das wurde in Köln auch fast erwartet – und dass da nun alle mit sangen, war verständlich. </p>
<p>© Werner Matrisch, 18. Januar 2010 </p>
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		<title>Roger Cicero AUTHENTISCH &#8211; TROTZ HUT !</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bonn- Roger Cicero und seine ARTGERECHT- Tour Konzert in der Beethovenhalle am 6. November 2009. Fast das komplette neue Album von Roger Cicero, nämlich 12 Songs von 14, werden auf seiner aktuellen Konzerttour vorgestellt. Das neue Programm ist gut und spannungsreich durchmischt mit seinen vorherigen Erfolgen wie „Murphy’s Gesetz“, „Kompromisse“ u a. &#8211; welche alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="drop">B</span>onn- Roger Cicero und  seine  ARTGERECHT- Tour Konzert in der Beethovenhalle am 6. November 2009.<br />
Fast das komplette neue Album von Roger Cicero, nämlich 12 Songs von 14, werden auf seiner aktuellen Konzerttour vorgestellt. Das neue Programm ist gut und spannungsreich durchmischt mit seinen vorherigen Erfolgen wie „Murphy’s Gesetz“, „Kompromisse“ u a. &#8211; welche alle von Lutz Krajenski neu arrangiert wurden. Einige Songs werden jetzt deutlich schneller gespielt &#8211; „Tempo“ oder „heftige Rhythmen“ sind auf der neuen Konzerttour vorrangig und noch präsenter als auf der vorherigen Tour &#8211; besonders im zweiten Teil der Vorstellung. </p>
<p>ENTERTAINER<br />
Längst hat sich Roger Cicero zum glänzenden Entertainer entwickelt – was hauptsächlich sein lockerer Präsentationsstil, die immer souveränere Performance insgesamt beweist. Sein reines Gesangstalent &#8211; diese perfekte Mischung von präziser Intonation und Improvisationsfreude &#8211; sowie seine mühelos über Oktaven kletternde Stimme waren seit Beginn der Roger Cicero Karriere vorhanden und nie ein Problem. Schließlich hatte er schon vor vielen Jahren seine Ausbildung in Jazzgesang und zahlreiche Auftritte in Clubs und Kneipen absolviert. <span id="more-1039"></span></p>
<p>OHNE WORTE<br />
„Artgerecht“, das neue Album zeigt eine stilistische Kursänderung in Richtung Pop, Soul und Motown. Schon der zweite Song des Konzertes „Ohne Worte“ beginnt mit swingentferntem souligen Sound und sicherem Falsettgesang, den seine Fans bestens vom grandiosen Princecover „How come U don’t call me anymore“ kennen. Die große Wandlungsfähigkeit von Cicero’s Stimme zeigt sich in der Polarisation von weichem Klang in den Tiefen bis zu den hohen Extrempassagen mit metallischer Härte. Dabei bleibt sein Gesang immer klangschön, nicht gepresst sondern einfach kraftvoll. Tonumfang und Volumen seiner Stimme sind mitunter geradezu verblüffend. </p>
<p>KUNSTFIGUR ?<br />
Mitunter kann man jetzt in der Presse Kommentare zu Cicero finden, die ihn immer mehr zu einer „Kunstfigur“ abstempeln möchten. Lapidare oder „dankbare“ Gründe dafür sind lediglich sein Outfit: der Hut, den er niemals abnimmt – seine stete Eleganz, usw. Ich sage dazu: Wenn Herr Cicero sonst nichts vorzuweisen hätte, wäre er vielleicht eine „Kunstfigur“.<br />
Wenn jemand aber mit so viel natürlicher Musikalität, Freude und großem Talent wie Roger Cicero Musik macht, ist ein Mensch so authentisch wie nur möglich. Seine Performance beweist seine Authentizität &#8211; Hüte und Klamotten können nicht daran kratzen. </p>
<p>SONGTEXTE<br />
Natürlich sind auch die Songs von „Artgerecht“ textinhaltlich geprägt von den zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie unterhalten wenig tiefgründig, ( wie sollte das auch gehen in drei Minuten?), aber immer kurzweilig und originell. Zumindest sehr zeitgemäß werden die Schwierigkeiten und Freuden von Liebe, Trennung, Leidenschaften und Sehnsüchten behandelt – diese ewigen und elementaren Themen der Menschheit. Songs wie „Tabu“, „Seine Ruhe“, oder „Wenn ich dich los wär“ sind gute Beispiele dafür. </p>
<p>Entgegen vieler Kritiker, die gerne auf den natürlich „unausweichlichen“ Klischees dieser Inhalte herumreiten, und damit oft ihre kompletten Konzertkritiken ( sehr unzureichend ) bestreiten, bin ich wesentlich mehr an der Musik und an den ausübenden Musikern interessiert. Ich finde es wichtiger ihnen Tribut zu zollen und darüber zu berichten, denn Musik besteht für mich in erster Linie aus „Tönen“ und nicht aus „Worten“! </p>
<p>BIG BAND<br />
Wie schon in den vorherigen Konzerttouren, bleibt Roger Cicero’s Big Band weiterhin eine wirklich „fantastische Bigband“ deren Musiker alle auch hervorragende Solisten sind. Zündende Soli einzelner Musiker gab es zwar wieder, aber es hätten auch mehr sein können &#8211; für meinen persönlichen Geschmack. Leiter, Arrangeur und Pianist Lutz Krajenski spielt da gewiss die wichtigste Rolle. Er ist mit seinen vielseitigen, musikalischen Fähigkeiten unersetzlich für die Big Band. Für die neue Artgerecht-Tour wurden zwei weitere Musiker engagiert: Ulle Rode, Gitarre &#038; Chor, sowie Robbie Smith, Percussions &#038; Chor. Sie erwiesen sich im Konzert als eine Bereicherung –nicht nur was den veränderten Sound in Richtung Pop und Soul betrifft. </p>
<p>FACHMANN IN SACHEN ANNA<br />
Robbie Smith und Schlagzeuger Matthias „Matze“ Meusel beeindruckten das Publikum mit einen faszinierendem, virtuosem Solo. Ulle Rode spielt neben Robbie Smith und Hervè Jeanne, ( der bitte seinen neuen Bass unbedingt behalten möge!) auch bei „Fachmann in Sachen Anna“. Hier greift auch Roger zum ersten Male in einem Konzert zur Gitarre. Der Song kommt nach einem wahrlich aufpeitschendem „Nicht Artgerecht“ (erst bebte der Saal in dröhnenden Bassvibrationen &#8211; später stand die ganze Halle Kopf&#8230;), als ein unerwarteter Ruhepol. Wundervoll im akustischem Klang der sparsamen Instrumente &#8211; vorab als „ unplugged-Version von Cicero angekündigt, hat dieses Stück wohl alle Konzertbesucher berührt. </p>
<p>Nach vielen energiegeladenen Powersongs war manch einer vielleicht überrascht, wie empfindsam und mit wie viel geschmeidiger Weichheit Cicero auch eine solche Moll-Tristesse bringen kann. Man(n) oder Frau sitzt da gebannt und denkt: besser geht’s doch eigentlich nicht! Es mögen die plötzlichen, wohligen Endorphine, die momentan sich ausbreitende Euphorie sein, die einen so empfinden lässt – aber nur durch eine derart glückliche Vorstellung des Künstlers werden solche Empfindungen erst mal „ geboren“. </p>
<p>Ich dachte während des Songs &#8220;Fachmann in Sachen Anna&#8221; dass diese Musik eine weitere gute Chance für ein Cicero-Album ganz anderer Art wäre. Es muss nicht immer Big Band und Swing sein, auch wenn ein Cicero-Slogan schon früh formulierte: „Egal was es ist &#8211; es muss swingen“. Balladen, die Cicero bereits vor seiner CD „Männersachen“ sang (Rivermann von Nick Drake, The Wedding, von Ibrahim Abdullah u.a.) zeigen ihn als einen wunderbar sensitiven, sehr modulationsfähigen Sänger. Er sollte diese musikalische Seite nicht zu sehr vernachlässigen. Sein Artgerecht-Konzertprogramm enthält von ca. 25 Songs lediglich zwei richtige Balladen. </p>
<p>GEBOREN<br />
Stichwort „Geboren“. So heißt auch ein Titel der „Fanta 4“ der von Cicero auf geniale Weise gecovert wurde und dessen Wiedererkennungswert durch die extrem jazzige Art durchaus erschwert sein könnte! Ebenso wie beim Grönemeyer-Cover „Männer“ hat Lutz Krajenski sich hier mit einem herrlichen Big Band Arrangement ausgetobt. Eine mitreißende Version, bei der Roger Cicero sein ganzes überragendes Jazzfeeling ausdrücken kann. „Geboren“ endete mit dynamischen Scat, im Wechsel mit Stephan Abels Saxophon. Sie waren in ihren freudesprühendem Duett gleichermaßen virtuos wie mitreißend. Die Nummer, eine meiner Highlights in Bonn, zeigte eindeutig, dass Roger Cicero beim scatten &#8211; zumindest in Deutschland &#8211; unerreicht ist. Ich wüsste niemanden bei uns, der diesen hochpotenzierten „Cicero-Drive“ erreichen könnte. </p>
<p>PUBLIKUMS-FEEDBACK<br />
Wenn das Bonner Publikum im zweiten Teil des Konzertes bereits nach ein paar Songs durchweg bis zum Ende der Vorstellung sozusagen „ senkrecht“ stand &#8211; klatschte, tanzte, und sich am Bühnenrand drängte soweit der Platz reichte &#8211; dann könnte man sagen, Cicero und seine Mannschaft haben da wohl was richtig gemacht! Die Schwierigkeit, ein Programm noch kurz vor Ende weiter zu steigern, nachdem sich ein Hit an den nächsten reihte und die Vorstellung des vorletzten Songs „Wenn ich dich los wär“ wirklich FULMINANT war, wurde tatsächlich im Bonner Konzert vollbracht. </p>
<p>MURPHY&#8217;S GESETZ &#8211; DIE ÜBERWÄLTIGENDE ABSCHLUSSNUMMER<br />
Lutz Krajenski schaffte mit seinem neuen Arrangement für „Murphy’s Gesetz“ für Cicero die Voraussetzung, aus dem Song eine lange und überwältigende Abschlussnummer zu machen. Wesentlich schneller gespielt und gesungen als bisher, entwickelt der Song eine starke, überbordende Dynamik. </p>
<p>Als der Song sozusagen in voller Fahrt war, forderte Cicero erst die Männer und dann die Frauen auf, in eben diesem schnellen Rhythmus wechselweise „Murphy’s Gesetz“ zu singen. Während er selbst über die Saalstimmen hinweg weiter die Melodie sang und der satte Big-Band-Sound allgegenwärtig war, erreichte der Song eine bisher nicht gekannte Spannung und Intensität. </p>
<p>GOSPEL ?<br />
Diese Performance stand haushoch über dem Niveau einer billigen Mitmachklatschnummer!<br />
Das war gemeinsames Erleben! Die Art und Weise, wie das nicht aufhörte und sich steigerte, erinnerte mich bald schon an ekstatische Gospelgesänge, in denen mit der ständigen, taumelartigen Wiederholung von Worten oder Gebeten eine Trance erreicht wird. „Taumel“ hatte das Publikum bereits erfasst, und zumindest eine Art von Trance wäre dann vielleicht nur noch eine Sache von weiteren Minuten gewesen – jedenfalls bei mir (LOL)</p>
<p>Am Ende, als der Song eigentlich zuende ist, kommt endlich das sehnlichst erwartete Hammondorgel-Solo von Lutz Krajenski – und ist elektrisierend wie immer! Wenn Roger ihm dann in kurzen Abständen immer wieder in höchster Lautstärke Vokalsalven zuschleudert, Lutz diese mit dröhnendem Schlag auf die Orgel quittiert, wird „Murphy’s Gesetz“ endgültig zu einer “Overkill-Nummer“. </p>
<p>Trotz stakkatoartigem Rhythmus, trotz aller zungenbrecherischer Verve, kommt bei Roger jeder Ton, jede Nuance klar, sauber und gekonnt. Zeit für kleine musikalische Schlenker und Improvisationen lässt sich Cicero dabei immer – weil es ihm Spaß macht. Die Freude schwingt immer mit. Ich kann nur sagen: Roger, für uns war es auch wieder eine große Freude,<br />
Dir zuzuhören ! </p>
<p>FÜR &#8216;NEN KERL<br />
Nach frenetischem Applaus folgten zwei Zugaben. Letzter Song war Roger Cicero’s Hommage oder Ode an seinen kleinen Sohn „Louis“, dem er auch sein Album Artgerecht widmete. „Für ’nen Kerl“ geriet ihm anders, als seine andere, sehr persönliche und stark gefühlsbetonte Ballade für seinen Vater Eugen Cicero: „Ich hätt’ so gern’ noch Tschüß gesagt“. Der Text von „Für ’nen Kerl“ ist eher burschikos und verschmitzt gehalten und lässt nicht diese Traurigkeit aufkommen, wie bei der Hommage an den verstorbenen Vater. Auch musikalisch unterscheiden sich diese zwei intimen Cicero-Songs voneinander. Bei „Ich hätt’ so gern’ noch Tschüß gesagt“, saß Cicero allein ohne Big Band auf leerer Bühne an seinem Piano. Die ruhige Melodie wurde in manchen Passagen unterbrochen von emotionalen Ausbrüchen – um dann wieder ruhig zu werden. „Ich hätt’ so gern’ noch Tschüß gesagt“ war immer eine tief bewegende Vorstellung und nach Ende des Songs herrschte im Konzert erst mal Schweigen, bevor man applaudierte. </p>
<p>„Für ’nen Kerl“ ist musikalisch eine Blues-Ballade, mit breitem Big Band Sound. Weder süßlich oder sentimental singt Cicero einfach, aber doch mit viel Gefühl davon, dass er niemals gedacht hätte, „soviel für einen Kerl zu empfinden, soviel für einen Kerl zu tun.“ Ein schöner Song, musikalisch wie textlich, dabei sehr sympathisch. </p>
<p>MUSIKALISCHER KURSWECHSEL ?<br />
Anfangs schrieb ich in dieser Rezension über den musikalischen Kurswechsel von „Artgerecht“. Die Livepräsentation der Songs zeigt aber, dass das Instrumetarium einer Big Band, und insbesondere DIESER Big Band nach wie vor Jazz und Jazzakzente eines Cicero-Konzertes dominieren. Jetzt wurden zwar mehr pop- als swingstrukturierte Songs gespielt, Soul- und Motown waren ansatzweise auch dabei. Aber die Ausdrucks- und Artikulations-Charakteristik von Ciceros Gesang, können niemals seine Ausbildung im Jazzgesang, und auch nicht seine große Affinität und Begabung dafür verbergen. Die Zwänge der Vermarktung und gute Verkaufzahlen von CDs, DVDs usw., verlangen heute mehr denn je die Anpassung an den Markt. Hoffen wir, dass Roger Cicero’s Talent und seine zukünftigen Karriereschritte sich weiterhin und noch richtungsweisender in einem für ihn adäquaten Kurs bewegen.</p>
<p>(c) Werner Matrisch, 8. November 2009</p>
<p>STAR FOR A DAY!<br />
Sorry, ich habe die Aktion „Star For A Day“ fast vergessen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass diese Aktion für mich nicht besonders wichtig ist. Es ist eine nette Einlage – besonders wenn man hübsche junge Frauen sehen will, denn unattraktive werden wohl eher nicht ausgewählt. Letztendlich ist es doch so, dass die jeweilig Sängerin weniger als fünf Minuten insgesamt singt. Die Aufmerksamkeit, die diese Aktion erlangt, dürfte so gesehen ausreichend sein! Der Bonner „Star“ hat überraschend gut gesungen. Eine nicht uninteressante Stimme mit eigener dunkler Färbung und einem leicht sexy Timbre. Sie hat ihre Sache gut gemacht – und in ihrem Erscheinungsbild Amy Winehouse etwas nachgeeifert. Schwarzhaarig war sie auch &#8211; nur der „Bienenkorb&#8221; war nicht so ausgeprägt.</p>
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		<title>Roger Cicero’s  neue Wege: Vielfarbig und  spannungsreich !</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 05:39:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Roger Ciceros’s neue CD „Artgerecht“ ist wegen der ambitionierten, aber auch etwas unbekümmert stilistischen Vielfalt, nicht einfach zu rezensieren. Eben Cicero’s eigene Aussage, dass es sein bisher bestes Album sei, macht eine genaue Beurteilung gerade für einen Fan schwierig, als der ich mich ja nun in vielen Besprechungen seiner Aufnahmen geoutet habe. Als „Fan“ seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/acover_artgerecht.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-811" title="ARTGERECHT ( CD vom 3. April 2009)" src="http://www.jazzie.net/wp-content/acover_artgerecht-300x256.jpg" alt="ARTGERECHT ( CD vom 3. April 2009)" width="300" height="256" /></a><span class="drop">R</span>oger Ciceros’s neue CD „Artgerecht“ ist wegen der ambitionierten, aber auch etwas unbekümmert stilistischen Vielfalt, nicht einfach zu rezensieren. Eben Cicero’s eigene Aussage, dass es sein bisher bestes Album sei, macht eine genaue Beurteilung gerade für einen Fan schwierig, als der ich mich ja nun in vielen Besprechungen seiner Aufnahmen geoutet habe. Als „Fan“ seiner Musik will ich zumindest versuchsweise seinem neuesten Werk, trotz subjektivem Empfindens, gerecht werden: dieser CD, die so sehr „seiner Art“ gerecht sein soll. <span id="more-808"></span></p>
<p>Der hauseigene Pressetext klotzt verkaufsstrategisch legitim mit Superlativen, aber wenn ich davon etwas abstreiche, freut es mich „Artgerecht“ nach häufigerem Hören als ein überwiegend gutes Album einzuschätzen. Die Singleauskoppelung  „Nicht Artgerecht“ habe ich hier schon an anderer Stelle  ausführlich besprochen.  Fangen wir erst mal mit den „Highlights“ an.</p>
<p>Mit Song Nr. 5 „SPONITS ZEUGEN BANKER“ ist Cicero und Band  100% gelungen, was angestrebt war: es fetzt und groovt in Reinkultur! Akzentuierte Bläsersätze  und Hintergrundchor sind fantastisch arrangiert. Textlich glänzt der Song mit Wortwitz und Satire. Mehr Funktitel auf der CD hätten noch  eindeutiger Cicero’s überall proklamierte  „soul- und motownorientierte“ Richtung bewiesen. Aber das Album will breitere, voneinander differierende Käuferschichten erreichen, wie es die Songs denn auch mit ihrer starken Unterschiedlichkeit versuchen.</p>
<p>In Balladenform kommt bei „OHNE WORTE“ Cicero’s  Soulbegeisterung noch einmal stark zum Ausdruck. Vollkommen sicher intoniert er eingangs Falsettgesang, und brilliert danach mit seiner kraftvollen, flexiblen Stimme, die intensiv mit dem in Prince-Manier inszenierten Chor effektvoll kontrastiert. Ein schöner Song!</p>
<p>Es ist verständlich, dass Roger Cicero immer die Songs erstklassig gelingen, bei denen eine sehr persönliche Motivation ihn getrieben hat. Bester Titel auf „Beziehungsweise“ ist für mich seine Hommage an seinen Vater. Auf „Artgerecht“ ist es die Liebeserklärung an seinen Sohn Louis, dem auch das gesamte Album gewidmet ist. „FÜR ’NEN KERL“ halte ich für eines der  musikalisch anspruchvollsten und stimmigsten Lieder der neuen CD.  Satter Big-Band-Sound, der auch einem Ray Charles gefallen hätte, dominiert den Song. Egal, ob man das nun eine  „jazzige „Soulballade“ oder eine „ bluesige  Jazzballade“ nennen will – es klingt richtig gut. Der Text ist persönlich, aber frisch gewordene Väter können sich sicher sofort damit identifizieren.sein.  Gefühlvoll, aber larmoyanzfrei und stellenweise auch recht drastisch.</p>
<p>Als weiteres Highlight sticht „WENN ICH DICH LOS WÄR“ mit eindringlicher, ohrwurmverdächtiger Melodie und einem typischem Motown- Arrangement, &#8211; inklusive Streicher &#8211; hervor. Lutz Krajenski hat hier ein schönes Hammond-Solo. Neben „Spontis zeugen Banker“ ist „Wenn ich dich los wär“ noch ein Titel, bei dem der „Retro -70s-sound“ ausgezeichnet  funktioniert.</p>
<p>Die Güte des Songs „ICH BIN DABEI“ erschloss sich mir erst nach mehrmaligem Hören. Soundmäßig klangen so in den frühen Siebzigern die Arrangements verschiedener Burt Bacharach Kompositionen, die ich immer sehr austauschbar fand. Diese Art Arrangements mit ihren Streichern bringen den Song irgendwie automatisch in die Nähe von „Easy Listening“, was nicht unbedingt meinem Musikgeschmack entspricht. Aber „Ich bin dabei“ ist eine sehr reizvolle Komposition geworden. Der Titel pendelt zwischen Romantik  und leichter Melancholie. Die erzählte Geschichte ist gut nachvollziehbar – jeder der über zwanzig ist, kennt solch eine Situation.</p>
<p>Weil der Song “UND SONST SO“, vom Stil und Arrangement her ziemlich  ähnlich klingt wie „Ich bin dabei“, aber die Originalität der Melodie dagegen abfällt, wäre dieser Song trotz der nicht uninteressanten Story auf dieser CD für mich wirklich verzichtbar.</p>
<p>Vielleicht sollte Roger Cicero doch ab und zu ein gutes Cover integrieren. Mit jedem seiner bisherigen Cover (Wenn ich den Blues nicht hätt’, König von Deutschland, Tausendmal berührt, Männer, Schieß mich doch zum Mond, der Prince Song: How come U Don’t call me anymore) hat Roger Cicero musikalische Souveränität gezeigt und seine stimmliche Bandbreite mit Virtuosität  bravourös durchgesetzt. Seine Covers wirken authentisch. Erst wenn die Komposition stimmt – also mit wirklich interessanten  Songs &#8211; kann ein guter Sänger sich immer am besten künstlerisch entfalten.</p>
<p>Wenn ich dann einen Song wie „SEINE RUHE“  höre, denke ich – schön, stark rhythmusbetont, hört sich nicht schlecht an. Aber war „Experiment“ ( auf „Beziehungsweise“) nicht recht ähnlich, aber einfach besser?  Also auch hier könnte ich mir ersatzweise ein starkes Cover vorstellen.</p>
<p>Der für mich schwächste Titel der CD  „BOUtIQUE“ fällt mir jetzt logischerweise ein. Auch wenn Matthias „Matze“ Meusel durchgehend ein wunderbar prägnanter Drummer ist und dem Song etwas Profil gibt, &#8211; spätestens beim Refrain ist Roger Cicero mitten im gefälligen, deutschen Schlager angekommen. Das klingt wie die besseren Schlager von Udo Jürgens aus den Siebzigern: „Ein ehrenwertes Haus“  oder „Aber bitte mich Sahne“. Nichts gegen Udo Jürgens &#8211; aber er singt und tourt  immer noch sehr erfolgreich und ich möchte diese Art von Musik wirklich nicht von Roger Cicero hören! „Alle Möbel verrückt“ kam zwar auch in diese Schlagernähe, war aber bei weitem spannender und hatte einen besseren Drive.</p>
<p>Ich weiß, was Cicero kann, z. B.  auch im Jazzbereich! Da tut es mir leid &#8211; aber „BOUTIQUE“ finde ich absolut „nicht artgerecht“  für ihn. Dazu kommt noch ein unprickelnder, banaler Text alá „Mario-Barth-Unterhaltungsniveau“, den das Album mit seinen anderen Texten erfreulicherweise meidet. In so fern passt bei „Boutique“ alles fein zusammen. Man kann den Song bestenfalls „nett“ aber eher  verzichtbar finden. Ein Roger Cicero, der sich mit seiner Musik mehr und mehr zum Schlager oder Pop hin bewegen würde,  könnte nicht mehr mein andauerndes Interesse wecken.</p>
<p>Ein starker, berührender Song, der vom Inhalt her besonders Frauen interessieren könnte, (obwohl er ganz aus männlicher Sicht erzählt wird) ist die Ballade „TABU“. Ich habe „Artgerecht“ häufig über Kopfhörer gehört. Bei „Tabu“ hört man gut, wie groß Cicero’s Stimmumfang ist. Er beginnt den Song ungewöhnlich tief und da hinterlässt seine  Stimme einen anderen, sehr sensitiven und nahen  Eindruck. Der Song steigert sich dramatisch und geht in einzelnen Noten sehr hoch, wobei seine Stimme dann auch die nötige Härte bekommt. Die Aufnahme ist, wie übrigens das ganze Album, hervorragend aufgenommen. Cicero klingt, als ob er direkt vor einem stünde. Verstärkend dazu kommt seine kristallklare, aber immer natürliche  Artikulation der Worte. Natürlich &#8220;schreit&#8221; dieser Song sozusagen nach einem Saxophon-Solo &#8211; und wer könnte das besser spielen als der fantastische Stephan Abel.</p>
<p>Cicero sagte, er habe sich mit diesem Album in jeder Hinsicht ausgetobt. Da ist was dran. Wenn Cicero sich zum Beispiel bei „TABU“ gefühlsmäßig „austobt“, so macht er das rein rhythmisch gesehen bei „Hinterm Steuer“ mindestens ebenso gut! Und seine „fantastische Big-Band“ ist ihm da absolut ebenbürtig. Band und Sänger scheinen sich im Jazzgalopp gegenseitig zu überholen. Der Titel macht ungeheuer Spaß &#8211; auch textlich!  Bewunderungswürdig ist, wie Roger im rasendem Tempo gesanglich den rüden Text meistert.</p>
<p>Mit den  drei noch nicht besprochenen Songs ( „Zu schön um nett zu sein“, „Das ist nicht das, wonach es aussieht“ und „Internet Single Börse“)  kommt Roger zurück zu  seinem  bewährten Swingsound. Schließlich will er die Fans der ersten Stunde nicht verprellen. Es sind frische temperamentvolle Songs, mit wunderbaren, teilweise vor Temperament berstenden Arrangements und wie immer bestens aufgelegter Band.</p>
<p>„ZU SCHÖN UM NETT ZU SEIN“ behandelt das Thema der umschwärmten, scheinbar perfekten Frau. Was sich hinter ihrer Fassade unglückseligerweise manchmal verbergen kann, wird in diesem Song swingend von Roger offen gelegt. Er nimmt den Bewunderern solcher Frauen die Illusion und hält der Urheberin seiner Frustration den Spiegel vor die Nase. Männer müssen inzwischen oft heftige Kritik von der emanzipierten  Frauenwelt einstecken, („Emmas“ Pascha des Monats, usw..), warum nicht mal umgekehrt auf diese heitere Weise:<br />
„ Sie war zu  hoch zu Ross zum Pferde stehlen“ oder  „ Sie war zu hübsch um Spass zu haben“..? Noch einmal wunderbarer Swing im Basie-Sound mit einem prima Trompetensolo von Axel Beineke.</p>
<p>Ganz heißer Swing begeistert mich bei „DAS IST NICHT DAS WONACH ES AUSSIEHT“. Hocherhitzte Bläser, Thomas Zander’s Bariton-Alto, Matze Meusels unerschütterlicher  Drummer-Drive, und eine Percussions-Prise Motown bilden hier eine atemberaubende Fusion. Einfach ein swingendes Highlight, bei dem auch der Text  mit herrlicher Situationskomik wie in einem Film abläuft.</p>
<p>„INTERNET SINGLE BÖRSE“  behandelt ein Thema welches immer stärker unser aller Leben beeinflusst und manchmal schon fast lenkt. Auch hier behandelt der Text die im Netz kursierenden „Lügengebilde“ humorvoll, aber dahinter steckt doch viel Ernst und auch Traurigkeit &#8211; näher besehen. Ein lässig-eleganter Swingtitel, perfekt arrangiert. Roger’s Stimme, mit jeder kleinsten Phrasierung, ist wie  gemacht für solche Arrangements. Alles stimmt! Mit solchen Titeln ist ER unzweifelhaft der Meister. Das kommt so erstklassig: Die Endorphinschübe sind gesichert !</p>
<p>Die abwechselungsreichen  14 Songs wurden auf der CD gut durchmischt. Die musikalische  Vielfalt ist auffällig- besonders, wenn die CD in einem Durchlauf gehört wird. Wenn da manche Stimmen „kritisch“ behaupten, dieses Album wäre bereits Cicero’s dritter „Aufguss“,<br />
liegt so ein negatives Urteil eher an mangelnder  Konzentration und Desinteresse. Ich  mag den Ausdruck &#8220;Aufguss&#8221; nicht, er ist sehr oberflächlich, und kommt immer so praktisch daher, wenn man ihn gerade gebrauchen kann, und wenn man sich nicht mit dem Gegenstand auseinandersetzen will. Das hört sich dann so an, als hätten Musiker und Sänger schnell und lieblos etwas „dahingerotzt&#8221;. Aber so einfach geht das nicht.</p>
<p>Ohne vergleichen zu wollen: Ein Sänger wie Frank Sinatra ist vierzig Jahre lang seiner Musik treu geblieben &#8211; und galt trotzdem als vielseitiger Entertainer in seinem Genre. Bach hat in seiner Musik, seinen  Passionen oder Oratorien immer wieder die gleichen oder ähnlichen Choräle verwandt, kein Mensch würde da sagen: wieder ein Aufguss. Heute werden ständig von den Künstlern „Innovation“ und „Überraschungsbonusse“ verlangt. Ich bin zufrieden, wenn ein Künstler seine Arbeit variiert und sein Niveau hält.</p>
<p>Auf „Artgerecht“ unternimmt  Roger Cicero neben Swing &amp; Jazzverwandtem eben Ausflüge in musikalische Regionen, die ihn von Jugend auf begeisterten, oder inspirierten: Soul, Funk, Motown.  Das ist spannungsreich und größtenteils schafft er das ziemlich gut, weil er natürlich die großen Vorbilder und die musikalischen Eigenarten des Soul kennt. Nicht zuletzt auch, weil er einfach ein guter variabler Sänger ist. Aber als Jazzsänger  überzeugt mich  Roger Cicero mehr &#8211; ich meine: der Jazz passt besser zu ihm. Das hat auch mit seiner Stimme zu tun, die  bestechend klar und „sauber“ ist. Im Grunde hat seine Stimme für Soul und seine musikalische Tradition nicht die richtige  aufgerauhte oder „schmutzige“  Klangfarbe.</p>
<p>Bei Rogers deutschsprachigen Swingaufnahmen sind Big-Band und Stil des Arrangements zudem ein unverkennbares Instrumentarium, welches automatisch die Musik als „Swing“ identifizierbar macht. Beim Soul &amp; Funk ist die Begleitung nicht mehr so eindeutig, sondern vielschichtiger, schwieriger zu gestalten. Anders als beim Swing kommt beim Soulgesang auch die deutsche Sprache weniger stimmig rüber. Da haben wir doch eher Probleme, das automatisch als Soul anzunehmen. Das hat auch mit unseren Hörgewohnheiten zu tun. Vielleicht ist Roger da wieder ein Vorläufer, denn was den Funk angeht, trifft „Spontis zeugen Banker“ voll ins „Schwarze“.</p>
<p>„Artgerecht“ ist bis auf wenige Ausnahmen vielfarbig, interessant und spannungsreich &#8211;  für den Künstler sein bestes Album – für mich wäre sein „Bestes“ noch eher die streng ausgewählte  Essenz all seiner Alben, inklusive seiner Covers.<br />
© Text Werner Matrisch, (Roger Cicero CD erschienen  3. April 2009)</p>
<p>PS:  Weil ich weiß, dass nicht nur Roger Cicero sondern auch sein Texter Frank Ramond &#8221; polarisiert&#8221;,<br />
( das geht von: sehr gut bis schrecklich &#8220;) hier noch ein Satz dazu:</p>
<p>Natürlich kann man die Songtexte im einzelnem diskutieren, und sie<br />
sozusagen Wort für Wort auf die Goldwaage legen. Von Kritikern wird immer wieder bemängelt,<br />
dass Ramond so oft nur &#8220;Klischees bemüht&#8221;</p>
<p>Dieses Argument hat mittlerweile für mich nur noch hohle &#8220;Schlagwortqualität &#8220;.<br />
Warum gibt es überhaupt &#8220;Klischees&#8221; &#8211; nicht gerade deshalb, weil sie eben doch nur zu oft Teile von<br />
Wahrheit oder Realität in sich tragen.<br />
Jeder weiß sofort, was gemeint ist &#8211; jeder erkennt sich oder andere unmissverständlich.</p>
<p>Frank Ramond würde von sich niemals behaupten, dass seine Texte die Aussagekraft und<br />
&#8220;Überlebensqualität&#8221; von Brecht, Rilke oder Tucholsky hätten.<br />
Wer diese Qualität sucht, soll in die Buchhandlung gehen.</p>
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		<title>ROGER&#8217;S NEUER SOUND – GELUNGEN! &#8220;Nicht Artgerecht&#8221; CD Roger Cicero</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 19:07:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Roger Cicero: „Nicht Artgerecht“ (Single erscheint am 20 März 2009).  Darf Roger Cicero, unser Swingstar, jetzt handfesten deutschen Pop singen? Auf seiner neuen Single „Nicht Artgerecht“ hören wir einen Cicero mit ungewohnt neuem Soundgewand. Heftig und laut ergreift er Partei für einen Artgenossen, der im Hobbyraum im Keller bei einem kleinen Stückchen Mozzarella, absolut „nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-684" title="nichtartgerecht-cover" src="http://www.jazzie.net/wp-content/nichtartgerecht-cover-300x262.jpg" alt="nichtartgerecht-cover" width="300" height="262" /><br />
Roger Cicero:  „Nicht Artgerecht“  (Single erscheint am 20 März 2009).  Darf Roger Cicero, unser Swingstar, jetzt handfesten deutschen Pop singen? Auf seiner neuen Single „Nicht Artgerecht“ hören wir einen Cicero mit ungewohnt neuem Soundgewand. Heftig und laut ergreift er Partei für einen Artgenossen, der im Hobbyraum im Keller bei einem kleinen Stückchen Mozzarella, absolut „nicht artgerecht“ gehalten wird. Selbst Greenpeace und die Aktivisten schlagen da Alarm.</p>
<p><span class="drop">K</span>ein Wunder, wenn Roger empört, fast schon wütend die Strophen in einer Art melodiösem Sprechgesang und leichten HipHop-Anklängen hervor bringt. Wer will, kann den Text als amüsante Retourkutsche an gewisse „Erz-Emanzen“ verstehen &#8211; aber die Geschichte ist ebenso witzig unterhaltend und weniger ernst gemeint, wie auch sein Hit „Frauen regier’n die Welt“ <span id="more-683"></span></p>
<p>Mit dem Refrain kommt dann eine Melodie zum Zug, die Hit- aber zumindest Ohrwurmpotenzial in sich birgt. Das ganze ist vielschichtig mit knalligem Sound arrangiert und produziert. Selbst kurze Choreinsätze sind im Hintergrund integriert. Das Ding hat unerhörte Power, ist „Mainstreamkurs“ volle Kraft voraus &#8211; und geht außerdem schnell in die Beine – wer sich danach bewegt, spürt die rhythmische Sogwirkung.</p>
<p>Hört man aber etwas in die Songs der neuen Cicero-CD ( erscheint am 3. April) hinein, braucht man sich nicht zu sorgen: die große musikalische Vielfalt des Vorgängeralbums<br />
„Beziehungsweise“ wird auf „Artgerecht“ offensichtlich noch erweitert und der Swing kommt trotzdem nicht zu kurz. Die Singleauskoppelung wurde deutlich kalkulierend nach Massenkompatibilität und kommerziellen Gesichtspunkten ausgewählt. Im Radio macht sich der Titel gut – ob es ein Hit wird, bleibt trotzdem abzuwarten.</p>
<p>Auf Anhieb mag man diesen Song nicht unbedingt mit dem Roger Cicero identifizieren, wie man ihn bisher kannte. Hört man das Stück allerdings öfter, stellt man fest: Mit diesem Drive und der Power in der Stimme &#8211; das kann nur Roger sein! Insofern sage ich:</p>
<p>Ja, Roger Cicero darf auch &#8220;Deutschpop&#8221; singen, solange das Zuhören soviel Spaß macht !</p>
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		<title>ROGER CICERO –ALLE MÖBEL VERRÜCKT – LIVE</title>
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		<pubDate>Fri, 23 May 2008 06:32:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Cicero „Live“ ist immer der beste Cicero! Hier mit fantastischem Princecover ( Maxi single: 3 Livesongs, 1 Video) Roger Cicero’s neue Maxi-Single enthält drei Live-Titel aus seiner Beziehungsweise-Konzerttour und ein Video. Und wenn es einen eklatanten Grund gibt, die neue Single dennoch zu kaufen, wenn bereits nächste Woche eine 2-stündige DVD mit dem kompletten neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="drop">C</span>icero „Live“ ist immer der beste Cicero! Hier mit fantastischem Princecover ( Maxi single: 3 Livesongs, 1 Video) <a href='http://www.jazzie.net/wp-content/cicero-live.jpg'><img src="http://www.jazzie.net/wp-content/cicero-live-300x266.jpg" alt="Album Cicero Live" title="cicero-live" width="300" height="266" class="alignleft size-medium wp-image-494" /></a><br />
Roger Cicero’s neue Maxi-Single enthält drei Live-Titel aus seiner Beziehungsweise-Konzerttour und ein Video. Und wenn es einen eklatanten Grund gibt, die neue Single dennoch zu kaufen, wenn bereits nächste Woche eine 2-stündige DVD mit dem kompletten neuen Tourprogramm erscheint, ist es die Tatsache, dass zum ersten Male, seit Roger „DER“ Roger Cicero ist, sein sensationelles Prince-Cover „How Come U Don’t Call Me Anymore“ offiziell auf einem Tonträger erhältlich ist. Warum ausgerechnet dieser frenetisch umjubelte Soultitel &#8211; Höhepunkt all seiner Konzerte, NICHT auf der kommenden DVD „Beziehungsweise Live“, enthalten ist, mag spezielle Gründe haben. <span id="more-493"></span></p>
<p>Vergleicht man die aktuelle Liveversion dieses Songs mit Ciceros früherer Fassung mit der Gruppe „Soulounge“, 2004,  ( aus einer Zeit, als Cicero noch ein  sogenannter „Geheimtip“ war ), hört man jetzt eine deutlich nuanciertere und spannendere  Performance, die sich zeitweise vor Dynamik überschlägt. Den ersten Teil des Songs intoniert Cicero fast nur in zunächst glasklaren „Falsett-Tönen. Später wechselt er zu seiner üblichen  Stimmlage, und fusioniert über fünf Minuten hinreißend Jazz-, Soul- und Rock-Idiome zu einer perfekten Einheit! Ein Cicero, der mit soviel Leidenschaft  einen Soultitel singt, &#8211; das ist sicher für viele Liebhaber des überzeugten Hutträgers eine große Überraschung. Aber Roger Cicero hatte bereits vor Jahren mit diesem Song, als Gaststar bei Deutschlands Tastenvirtuosen Joja Wendt, damals noch ohne Hut, einen brillanten Auftritt. (Zu finden bei  „youTube“)   </p>
<p>Wenn dieser  Princesong, der in allen erdenklichen Klangfarben, Tonarten und stark differierenden Lautstärken zu singen ist, eine Herausforderung war, so hat Cicero diese glänzend bestanden. Seine „ fantastische“ Bigband  tut das Übrige, und das ist ungeheuerlich: Wie elf Musiker einen solch knalligen und „fetzig-krachenden“ Bigband-Sound erzerugen, ist einfach grandios!  </p>
<p>Mit diesem Titel konnte Cicero sogar jene Kritiker überzeugen, die sonst seine Musik gerne etwas mokant als „Swingimitate“ abtun.  So soulig und hingebungsvoll sei seine Verehrung für Prince, dass es fast schon akrobatisch scheint&#8230; heißt es da in einer Konzertbesprechung. </p>
<p>Die anderen zwei Titel „Alle Möbel verrückt „ und besonders „ Das Experiment“ beweisen erneut, dass die musikalische Qualität Cicero’s und seiner Bigband live den Studioversionen überlegen ist. Der Jazz ist eben ihre Grundlage, und die Hauptmerkmale des Jazz – die Improvisation und Experimentierfreude, können sich am besten live in Konzerten ausdrücken. „Das Experiment“ z. B. hat im Gegensatz zur Studioversion live einen langen Instrumentalteil, in dem Pianist Lutz Krajenski, diesmal an der Hammondorgel, die Konzerthallen in wahre Hexenkessel verwandelte ! </p>
<p>So ist diese neue Maxisingle Cicero’s schon etwas anders geartet als die Vorgänger, und bietet einen guten Einblick in seine Konzertarbeit.  </p>
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		<title>Konzert-Highlight 2008 !!! Roger Cicero in der Kölnarena 2008</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Apr 2008 23:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Roger Cicero &#038; Big Band – „ beziehungsweise“ Ein deutsches Konzert-Highlight 2008 !!! Was die Show betrifft: Fantastisch wie immer, grandioser Sound, und wenn’s überhaupt möglich ist – in Details wird die „beziehungsweise Tour“ immer noch ein wenig verbessert, effektvoller inszeniert. Eines zeigte das Konzert besonders deutlich: Live gespielt sind alle Songs noch besser als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="drop">R</span>oger Cicero &#038; Big Band – „ beziehungsweise“ Ein deutsches Konzert-Highlight 2008 !!! Was die Show betrifft:  Fantastisch wie immer, grandioser Sound, und wenn’s überhaupt möglich ist – in Details wird die „beziehungsweise Tour“ immer noch ein wenig verbessert, effektvoller inszeniert.  Eines zeigte das Konzert besonders deutlich: Live gespielt  sind alle Songs noch besser als die Studioversionen auf den Cicero CDs!!<br />
Das musikalische Niveau ist vielschichtiger und spontaner. Roger erhöht in seiner Liveperformance stark den „Jazzfaktor“. Natürlich treten auch die Solisten stärker hervor und bekommen auffallend viel Applaus.  </p>
<p>Sechs –oder Siebentausend Besucher der Kölnarena konnten eine energiegeladene, hochprofessionelle, gutgelaunte Vorstellung in vollen Zügen genießen! Alle waren wieder hingerissen von dieser Musik!!! <span id="more-469"></span></p>
<p>Eine interessante Meldung wurde von Roger gleich zu Beginn des Konzertes mit Stolz verkündet: Peter Herbholzheimer sei unter den Gästen und es wäre überhaupt dass erste Mal, dass er in der Kölnarena sei. </p>
<p>Sicher war das auch eine zusätzliche Motivation für Roger + Band, all ihre großartigen Fähigkeiten besonders toll zu präsentieren. Denn Herbholzheimer, Deutschlands renommiertester Bigband-Leiter und erstklassiger Musiker, Arrangeur und Komponist, hört mehr als alle Besucher, und hört auch mehr, als Fans, die zigmal diesen Konzerten beiwohnten.</p>
<p>Bei mir waren es bescheidene dreimal – und nach Köln sage ich: es ist doch schöner, ganz vorne, und im „Club“ der Fans zu sitzen! Roger kann sich nicht beschweren über uns: Von ganz Deutschland sind seine treuen Fans, die unermüdlichen Roger &#038; Band-Enthusiasten, wieder angereist: Ob von München, Kiel, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Neuss, Bochum, Frankfurt, Koblenz, Solingen, &#8230;usw: Sie waren alle wieder dabei !</p>
<p>Aber nicht nur wir haben da vorne in den ersten Reihen für eine Superstimmung gesorgt. Nach der Pause, wo das Konzert an Intensität und Vielschichtigkeit zunimmt, wo jeder Song ein Highlight für sich ist, da sind die Kölner doch ganz schön aus sich heraus gegangen. Wenn wir da vorne „tobten“ habe ich mich immer mal wieder in der Arena umgesehen, und registriert, dass über alle Sitzblöcke hinweg bis in die oberen Ränge, viel Bewegung war und heftig applaudiert wurde. Die Arena sah übrigens fast „voll besetzt“ aus. Immerhin war es innerhalb der letzten vierzehn Monate das bereits dritte Cicero-Konzert in Köln. Das macht ca. 20.000 Besucher!!! </p>
<p>DRASTISCHER STIMMUNGSWECHSEL</p>
<p>Bei Roger Cicero kann man wieder nur staunen über seine während ca. Zweieinhalbstunden nicht nachlassende  Power,  und seine musikalische Perfektion. </p>
<p>Aber die interessanteste Phase innerhalb Rogers gesanglicher Leistung sind sicher die zwei Songs „How come you don’t call me anymore” und “Ich hätt’ so gern noch Tschüß gesagt”.</p>
<p>Zwei Song, die gegensätzlicher nicht sein können, folgen unmittelbar hintereinander. Der erste dieser zwei Songs fordert von Cicero eine gesangliche Hochleistung ohne Beispiel. Der zweite tut dies ganz auf der Ebene der tiefempfundenen Emotion. Beim ersten, dem Princesong,  wo so viele Töne in allen nur erdenklichen Klangfarben, Tonarten und stark differierenden Lautstärken zu singen sind, wird diese Perfektion besonders deutlich. Es kommt mir vor, als ob er einen Computer eingebaut hätte, und er sich per Mausklick jede Note die er gerade braucht, einfach abruft&#8230;..Unglaublich. Dabei klingt diese Perfektion nicht eine Sekunde kalt, langweilig oder zu routiniert. Die Freude und Schönheit der Musik klingt immer wieder neu und fasziniert.  </p>
<p>Wie Roger Cicero diesen geradezu drastischen Stimmungswechsel musikalisch und rein emotional dann bei  „Ich hätt’ so gern noch Tschüoß gesagt” meistert, verlangt allergrößte Bewunderung. Und die bekam er – nach dem Princesong wurde er stürmisch gefeiert. Nach der Hommage an seinen Vater gab es einen Moment der Stille,&#8230; und dann setzte ein langer, nachhaltiger Applaus ein. Man konnte fühlen, das die Menschen engagiert mit Konzentration gelauscht hatten, und ihm nun überzeugt die volle Anerkennung zukommen ließen. </p>
<p>Matthias „Maze“ Meusel hat in Köln mit seinem langen Schlagzeugsolo eine musikalische Meisterleistung vollbracht! Ein ungeheuer virtuoses und sich in Intervallen oft neu steigerndes Solo voller Anspannung war das – und in dieser Art war es ein interessantes genaues Gegenstück zum Solo in Oberhausen! Ein Beweis für seine Vielseitigkeit! Der Beifall in der Arena war orkanartig!</p>
<p>Beim furiosen Instrumentalteil von “Das Experiment“ schleicht Lutz sich neuerdings von hinten, tänzelnd  wie ein kleiner Kobold auf seine Hammondorgel zu und setzt sie dann mit satanischem Grinsen in Brand. Wir kennen das ja, wenn seine Orgeltöne von den Haarspitzen bis zum große Zeh unsere Körper durchschauern. </p>
<p>Ein großes Lob an den/die Tontechniker! Letztes Jahr im August, war im vorderen Bereich der Sound nicht so optimal. Es gab zuviel Hall, wodurch es schwierig wurde, den Texten akustisch zu folgen. Diesmal war der Sound perfekt – einfach ein Hochgenuss! Und wieder wurde mir auch klar, wie genial die Big Band-Arrangements von Lutz Krajenski sind! In diesem Sound kann man euphorisch „ baden“, der ist nicht mehr steigerungsfähig! </p>
<p>Erwähnen möchte ich auch das bestens getimte Solo vom Bassisten Hervé Jeanne. Bevor Rogers Hit, ( O-Ton Roger: „ mit dem alles anfing&#8230;), „Zieh’ die Schuh aus“ ansetzt, bringen Hervé und Roger dann ein herrlich ungewöhnliches  und eindeutiges „Jazzduett“. </p>
<p>Rogers  „Medleyzugaben“ am Ende zündeten wie eine Explosion. Da legen alle noch einmal richtig los – auf der Bühne geballte Energie ohne Ende&#8230;.. und auch in der Arena nur noch begeistertes Klatschen, kreischen und Brüllen !! </p>
<p>Junge Menschen entdecken Big Band und  Swing für sich!!<br />
Und wenn ich dann bei den Zugaben vorne direkt an der Bühne unter ganz jungen Menschen stand und deren Begeisterung für diese Musik miterlebte, dann kann ich nur sagen: ROGER &#038; BAND &#8211; toll, das ist euer Verdienst! </p>
<p>Ihr habt es wirklich geschafft, dass sich die Ohren der üblicherweise fast ausschließlich pop -und rockkonsumierenden jungen Leute für diesen fantastischen Big Band Sound öffneten! Und das wirklich mit ganz großer Emotion und Faszination! </p>
<p>Sie begeisterten sich nicht nur für Rogers mitreißenden Gesang, sondern auch für die Band und ihre Solisten! Das ist relativ erstaunlich &#8211; ich hoffe, dass dieser Trend anhält – auch für die nächste Phase in Ciceros Karriere.<br /><img src='http://www.jazzie.net/wp-content/werner-cicero.jpg' alt='werner-cicero.jpg' /></p>
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		<title>Roger Cicero &amp; Big Band in Aachen:</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 13:47:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
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		<description><![CDATA[Von der „seriösen“ Presse bis zu den mindestens ebenso zahlreichen Berichten der treuen Fans, ist schon so unendlich viel über die aktuelle „ beziehungsweise“ Tournee geschrieben worden, dass es für mich sehr schwer ist, Neues zu berichten. Am ehesten kann hier höchstens noch meine ganz subjektive Meinung stehen, und es wird auch nur ein kleiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="drop">V</span>on der „seriösen“ Presse bis zu den mindestens ebenso zahlreichen Berichten der treuen Fans, ist schon so unendlich viel über die aktuelle „ beziehungsweise“ Tournee geschrieben worden, dass es für mich sehr schwer ist, Neues zu berichten. Am ehesten kann hier höchstens  noch meine ganz subjektive Meinung stehen, und es wird auch nur ein kleiner Bericht werden.</p>
<p>(Euphorie, halt dich zurück, damit man mich ernst nimmt ! LOL)<br />
<span id="more-450"></span><br />
Alles was ich in meinen früheren Rezensionen speziell zu Ciceros Stimme und  Gesang geschrieben habe, hat sich natürlich auch im Aachener Konzert bestätigt.  Ich fand seinen Gesang sogar noch energiegeladener und engagierter, als während der „Männersachen“ Tour. Man muss wohl sehr lange in Deutschland suchen, bis man einen anderen Sänger findet, der mit soviel Hingabe, Dynamic, Professionalität und nicht endender  Begeisterung Zweieinhalbstunden auf der Bühne agiert.  Er hat mit solch einem Einsatz gesungen, als wäre es sein LETZTES Konzert. Diese Power hatte für mich manchmal schon beängstigende Ausmaße:  wie lange hält er das noch durch?.</p>
<p>Beim Signieren sagte ich ihm mit verstellt ernster Miene: „ ich war heute sehr zufrieden mit dir! “  woraufhin er amüsiert lachte und meinte so was in der Richtung wie:  „ oh, da geht noch mehr“!</p>
<p>Was kann man über ein Konzert besseres sagen als dies:  Jeder, und ich meine wirklich JEDER der gespielten Songs war besser als die Studioversionen der CDs.(  die ja nun wahrlich nicht schlecht sind!) Die Arrangements sind in ihrer Liveversion oft verändert, und erweitert  zu Gunsten des Jazzfaktors und der häufigen Soli. So wurde jeder Song noch einmal veredelt, um das Optimale aus ihm heraus zu holen.  Und so sei es !</p>
<p>Die Männersachen Tour, so gut wie sie war, ist getoppt. Das neue Programm ist musikalisch erstens vielseitiger. So kann sowohl die Band wie Roger mit einer noch größeren Bandbreite all ihrer  künstlerischen Fähigkeiten für diverse  Musikrichtungen beeindrucken.</p>
<p>Zweitens ist die gesamte Lichtinstallation, bzw. Beleuchtungsregie raffinierter auf die jeweiligen Titel bezogen, und unterstützen diese sinnvoll in ihrer Wirkung. Auch die Einrichtung eine kleinen „ Showtreppe“  hat ihren Effekt, selbst wenn Roger nur auf den Stufen sitzt, und eine Ballade singt.</p>
<p>Drittens: Rogers Auftritt ist durch die große Sicherheit ( inklusive kleiner Tanzschrittchen, LOL) noch überzeugender geworden. Diese wunderbare, großartige Stimme  hat er schon lange, aber diese unendlich vielen Konzerte der letzten 12 Monate  wirken wie ein Training, welches  in einer Art Perfektion gipfelt, die Routine „Gott Sei Dank“  noch nicht  sichtbar werden lässt.</p>
<p>Nach wie vor zieht er sein Publikum in den Bann durch seine eigene tiefsitzende Begeisterung für die Musik, &#8211; für den unbändigen Swing, Drive  und Rhythmus! Er  reißt uns alle in diesen vitalen und virtuosen Soundstrudel, in dem seine grandiose Band ihm ebenbürtig ist. Die ist  so verdammt gut, dass ein Kritiker schrieb, sie stehle  Roger Cicero die Show! So weit würde ich nicht gehen, aber dass sie sich „ abwechselnd“ die Show stehlen, ja  dass kommt vor!  Fazit: besser geht’s nicht!</p>
<p>Noch ein Wörtchen zu Grönemeyers „Männer“. Ich finde Rogers Version fantastisch. Das  neue Arrangement von Lutz Krajenski ist umwerfend. Ein völlig neuer Song wurde kreiert, und was der gute Lutz dem Roger damit zumutet, ist allerhand. Es war möglicherweise der jazzigste Song des  Konzertes. Es groovt und swingt wie der Teufel ,- wechselnde Rhythmen, halsbrecherisch und von aufpeitschender Power. Sinnlos, nach Grönemeyers Version zu suchen oder nur daran zu denken&#8230; Das war Jazz Pur! ( wie ich es besonders liebe) .</p>
<p>Das Konzert mit „Die Liste zu starten, ist gut gewählt. Wie gut der Titel ist, hört man am ehesten „ live“, weil der volle Sound  einer Big Band eben live am besten klingt und bei dem Song ist sie unausgesetzt im Einsatz! So kann man den Song eben doch nicht zu hause im Wohnzimmer hören&#8230;..</p>
<p><strong>Zu meinen persönlichen Highlights des Abends gehören: </strong></p>
<p>„Das Experiment“ ( wie könnte es anders sein, bei diesem langen und überschäumenden Instrumentalteil: Lutz schafft uns alle mit seiner Hammond-Orgel!</p>
<p>„Männer“ . Nimm deinen Kerl zurück“   „Ich hätt’ so gern noch Tschüß gesagt“  ( wer hier nicht von Rogers  Gesang überzeugt,  ist, dem ist nicht zu helfen).  Das gleiche  gilt für den Prince Titel..!!!!   „Wenn sie dich fragt“   ( immer wieder mitreißend, und Matthias hat sein bombiges Solo!)  „Mein guter Stern auf allen Wegen“  , das Duett mit Bassist Hervé, ,<br />
Ich atme ein,  Schöner war’s ohne,&#8230;&#8230; und alle anderen auch  ! LOL.</p>
<p>Auf unserem Platz war  die Soundqualität übrigens hervorragend. Der Sound war bei manchen Songs oder Songpassagen in „meine Ohren“ sogar von traumhafter Qualität.</p>
<p>Großen Dank an dieser Stelle an Roger und seine Band!!!  Es war ein wunderbares Konzert, und  vielleicht habt ihr Euch besonders angestrengt, weil es vom WDR 4 aufgenommen wurde???</p>
<p>Na, ich hoffe, ihr seid am 11.  April in Köln genauso gut!!!   Ich freue mich darauf.</p>
<p>Sincerely Werner</p>
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