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	<title>Jazzie News  Jazz Events Live Musik Koeln &#187; cd</title>
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	<description>Jazz-Konzerte-Festivals- Termine- Rezensionen</description>
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		<title>Jazz Fusion CD- Florian Ross Elektrio &#8211; Wheels &amp; Wires- so gut da fliegt dir der Draht aus der Mütze</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 20:43:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazzie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jazz News]]></category>
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		<description><![CDATA[Köln- Eine besondere Jazz Fusion CD wurde vor kurzem in Deutschland veröffentlicht. Die hat es in sich. Übersetzt man wheels&#38;wires kommt man auf  &#8220;Räder und Drähte&#8221;. Bei Draht fällt mir ein, das man früher sagte:Da fliegt dir der Draht aus der Mütze. Bezogen auf die Räder: &#8220;da fliegt dir doch glatt ein Rad ab&#8221;, das  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Köln- Eine besondere Jazz Fusion CD wurde vor kurzem in Deutschland veröffentlicht. Die hat es in sich. Übersetzt man <strong><em>wheels&amp;wires</em></strong> kommt man auf  &#8220;Räder und Drähte&#8221;. Bei Draht fällt mir ein, das man früher sagte:Da fliegt dir der Draht aus der Mütze. Bezogen auf die Räder: &#8220;da fliegt dir doch glatt ein Rad ab&#8221;, das  sagten meine Mechaniker früher bei besonderen Ereignissen.</p>
<p>Die besondere Begebenheit für mich ist, das es sich mit dem Künstler Florian Ross  um einen Kölner Musiker handelt. Ich hatte sogar schon mal das Vergnügen einem Konzert im Pfandhaus beizuwohnen, das ist aber schon länger her und da war es ein Klavier unter seinen Händen. Ja Leute, ein wenig Lokalkolorit muss ja wohl sein.</p>
<p>Zur Sache. In der letzten Woche landete <em>&#8220;WHEELS &amp; WIRES &#8220;</em> wie sagt man so schön,  bei mir auf dem Plattenteller. Eigentlich schreibt der Werner bei uns die Rezensionen, wobei nicht alle Jazz Musik Jangre sein Fall sind. Gut also  für mich, das das Album von  Florian Ross (Hammond B3), Jesse van Ruller (guit) and Martijn Vink (dr) bei mir gelandet ist.</p>
<p>Schon nach den ersten beiden Titeln <em><strong>Doors Closed</strong></em> und <strong><em>Okay</em></strong>  kristallisiert  sich ein lupenreines Album der Klasse ich würde sagen Jazz-Rock, mit einem Deutschen und zwei Holländischen Jazz Masterplayers heraus. Wobei ich es einfach auch gar nicht so festlegen will ob es es Jazz-Rock  oder eher Jazz Fusion ist. Vollkommen egal. Schubladen sollen andere definieren.Was ich höre gefällt mir.</p>
<p>Der Kölner Pianist Florian Ross zeigt hier, dass er nicht nur ein Klaviervirtuose, sondern auch ein Meister an der Hammond B3 Orgel ist. Ein Meister braucht und findet oft auch seinesgleichen. Die Wahl für  <strong><em>wheels&amp;wires</em></strong>  mit Jesse van Ruller an der Gitarre und Martijn Vink am Schlagzeug finde ich genial. Die beiden Niederländer  sind so was von erste Wahl, wie es besser bei internationaler Zusammenarbeit in Sachen Jazz  nicht gehen kann. Hut ab. Was da in Holland in den letzten Jahren an Musikern an der Bühnenkante steht ist einfach schlicht Klasse.</p>
<p>Was die drei Muisker hier in die Rille gebannt haben, ist Jazz mit Fusion-Elementen, auf technisch und improvistorisch höchstem Niveau. Jeder Titel der CD groovt  unglaublich. Zum einen liegt das an Florian Ross  unglaublicher Bass Begleitung, auf der Hammond B3.  Ich lobe, ja ich schwärme aber richtig für  die Gitarre, denn gerade sie verleiht den 10 Stücken  auf der CD, die  ganz besondere Note. Sie ist treibendes Element für  auch swingende Jazz  funk  grooves.</p>
<p>Bis auf &#8220;Biscuit&#8221; von Jesse van Ruller stammen alle Titel aus der Feder von Florian Ross. Damit muss ich für heute erst mal Schluss machen. Zu den Feinheiten lege ich in den nächsten Tagen noch etwas nach, weil jetzt kurz vor Weihnachten ist die Zeit echt knapp. Ich finde die Scheibe auf jeden Fall so gut, das ich mir mein Urteil nicht bis  nach den Feiertagen aufsparen wollte.  In erster Linie möchte ich Euch liebe Jazzfreunde diese CD ans Herz legen. Wenn ihr gerade jetzt in den Weihnachtstagen surft, oder auf der Suche nach einer wirklich sehr guten Jazz Fusion CD seit, dann lasst Euch diese nicht entgehen!!!</p>
<p>Auf der <a href="http://www.florianross.de/">Webseite von Florian Ross </a>erfahrt Ihr mehr über den Künstler und Komponisten.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Florian-Ross-Elektrio/dp/B0062441Z8">Hörproben gibt es auch bei Amazon<br />
</a></p>
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		<title>ROGER CICERO – IN DIESEM MOMENT-Komplex &amp; pulsierend von A –Z</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 10:09:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[cd]]></category>
		<category><![CDATA[cicero]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[werner matrisch]]></category>

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		<description><![CDATA[ROGER CICERO – IN DIESEM MOMENT / CD 28. Okt. 2011 Komplex &#38; pulsierend von A –Z : Ein starkes Album. Ich gebe es zu – der „neue“ Sound von Cicero&#8217;s Album „In diesem Moment“ hat mich nicht blitzschnell angeflogen&#8230;.zu sehr war mein „Cicero-Fan-Gehör“ auf den Big Band Sound fixiert, der seine bisherigen drei Soloalben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ROGER CICERO – IN DIESEM MOMENT / CD 28. Okt. 2011 Komplex &amp; pulsierend von A –Z : Ein starkes Album.</strong></p>
<p>Ich gebe es zu – der „neue“ Sound von Cicero&#8217;s Album „In diesem Moment“ hat mich nicht blitzschnell angeflogen&#8230;.zu sehr war mein „Cicero-Fan-Gehör“ auf den Big Band Sound fixiert, der seine bisherigen drei Soloalben brillant markiert.<br />
<a href="http://www.jazzie.net/assets/in-diesem-Moment.jpg"><img class="size-full wp-image-1358 alignleft" title="in-diesem-Moment" src="http://www.jazzie.net/assets/in-diesem-Moment.jpg" alt="" width="400" height="400" /></a> Aber aus dem „loslassen können“ von geliebt-vertrauten Hörgewohnheiten ergeben sich oft neue Sicht- und Hörweisen und im Falle von Cicero&#8217;s neuer CD war das sehr lohnend. Ja, man muss konstatieren: Cicero hat zwar wie immer Jazzelemente in seine Musik einbezogen &#8211; aber der Sound seiner neuen CD wird hart dominiert von Pop-Funk &#8211; und Mainstreamklang !<br />
Oh Schreck &#8211; ist das was Schlimmes? Für Musikliebhaber „mit Anspruch“ hat „Mainstream“ betont gerne einen negativen Beigeschmack! Natürlich waren es Jazzpuristen, die Louis Armstrong seinerzeit die Welterfolge in den Popcharts mit „What a Wonderful World“ oder „Hello Dolly“ verübelten. Für Armstrong aber gab es nur „gute oder schlechte Musik“ egal um welche Kategorie es sich handelte – so konterte Louis in den 60ern.</p>
<p><span id="more-1357"></span><br />
Nach drei stilistisch zumindest sehr „ähnlichen“ Alben ist Cicero&#8217;s Wunsch nach einer musikalischen Veränderung verständlich. Wer so talentiert ist wie Cicero, der kann und sollte sich souverän an unterschiedlichste Musikstile wagen – sich in vielen Richtungen ausprobieren. Das hat er gemacht – aber bisher hauptsächlich in Livekonzerten, nicht auf seinen Alben.<br />
Tatsächlich ist dem gesamten Ciceroteam (rundum erneuert bis auf seine Band) nun ein sehr komplexes, vom ersten bis zum letzten Song stark pulsierendes Album gelungen. Einigen kritischen Stimmen, die da hauptsächlich doch wieder nur den „alten Cicero“ aufspüren wollen – und das meist nach nur einigen Sekunden Hörproben (!) widerspreche ich. Denn dieses vierte Album verfolgt eindeutig konsequenter und fruchtbarer die Pop- und Funkausrichtung als es sein Album „Artgerecht“ (2009) in Ansätzen mit schönen Songs wie u.a. „Spontis zeugen Banker“ zeigte. Da ist jetzt definitiv ein NEUER SOUND in Ciceros Musik!<br />
Als Erstes wäre zu beleuchten, was den gravierend neuen Sound ausmacht – nämlich die Arrangements! Die hohe Qualität der ungeheuer vielschichtigen, sorgsam ausgefeilten, absolut kreativen und oft pompösen Arrangements zu erfassen, dazu bedarf es ein mehrmaliges Hören.<br />
Bei dem Song „Was weißt du schon von mir“ kann man nur staunen, wie gelungen opulente Streicher sich mit satten, und später fanfarenartigen Bläsersätzen regelrecht popsymphonisch verquicken. Für das funkige Klangbild sorgt bei den stark rhythmischen Titeln -. und die machen den Großteil der neuen CD aus &#8211; ein durchgängig knalliger Drumsound! Matthias „Maze“ Meusel hat gut zu tun – und er tut es brillant!<br />
Großorchestral umlagert mit Streichern und Bläsern ist auch der Song „Erste Liebe“! Dazu steigern vordergründiges Schlagzeug und Hervè Jeanne&#8217;s satte Basstöne die Dynamik. Intensiv und „laut“ gesungen ist das alles andere als eine sentimentale Erinnerungsschnulze!<br />
Dynamik ist auch der Grundstoff, der die gesamte CD durchzieht – egal ob Ballade oder Funknummer. Dafür ist selbstverständlich auch Roger Cicero naturgemäß zuständig. Wenn er singt – egal wo und wann &#8211; wird er zum Intensivtäter! Seine stimmliche Flexibilität, die Kraft und Nuancierung seines Gesangs ist in allen unterschiedlichen Songs der neuen CD gleichbleibend eindrucksvoll. Der Mann hat einfach nicht nur „eine“ Stimme, sondern viele !<br />
Beim Funktitel „Nicht für mich“ aber auch bei „Was weißt du schon von mir“ schafft seine Stimme anfangs tiefste sauberste Basstöne – die wirklich „ gesungen“ sind &#8211; und nicht nur „dunkel gemurmelt“! Die nächste Strophe geht dann in die mittlere Lage, und mit dem Refrain erreicht er mühelos kraftvolle Höhen. Dieser Tonumfang ist immer wieder beeindruckend.<br />
Die Dancenummer „Nicht für mich“ hat den härteren Drive und ist funkiger konzipiert als „Der Typ im Spiegel“. So wie auch anfangs bei „Keine Halben Sachen“ benutzt Cicero eingangs sogar musikalische Attribute des RAP – aber ohne zu rappen. ( Ich bin überzeugt- er könnte es perfekt! )<br />
Eine glänzende 80er Dancefloor-Disconummer mit typischen Phillysound-Streichern ist „Der Typ im Spiegel“ geworden. Roger singt den Titel mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit.. als ob er nie etwas anderes als „Disco“ gesungen hätte. Absolut mitreißend! ( Das findet Söhnchen Louis auch. Wie in einem jüngsten Cicero-Interview zu hören ist, war er es, der Roger zu diesem Titel animierte + inspirierte. Louis liebt nämlich „Man in the mirror“ von Michael Jackson. .. das am Rande)<br />
Und gerade hier zeigt Cicero bei einer &#8220;einfachen&#8221; Disconummer seine gesangliche Vielseitigkeit und Könnerschaft und seine unvergleichliche Dynamik mit der er so einen Song zu steigern vermag. Für mich persönlich könnte der Song gut 3 Minuten länger sein – damit man sich so richtig austoben kann!<br />
Der Hintergrundchor, nicht nur bei „Der Typ im Spiegel“, ist auf vielen Songs dieser CD zu hören, und wurde komplett von Roger eingesungen, wobei er häufig seine Kopfstimme einsetzt. Er arbeitet auch häufig beim Refrain eines Songs mit Stimmverdoppelung oder Stimmüberlagerungen. Das gab es auf den vorherigen Alben kaum – passt hier aber gut zum Pop -und Mainstreamcharakter – und erspart den Mädchenchor ( grins)<br />
Etwas ausgefallen wirkt der Song „Einfach mal“ weil zunächst Ulrich Rode mit dominierender Gitarre leichten Countrysound verbreitet. Später gesellen sich viel Instrumente hinzu – aber der Song bleibt von einer flirrenden Leichtigkeit, und hat nicht den verschwenderisch dichten Klang der anderen Songs. Im Mittelteil begeistern mich mal wieder Roger&#8217;s Vokalismen, die gekonnt und lässig daher kommen, wie nur er es kann.<br />
Neben viel Funk + Pop gibt es aber doch so zwei, drei Songs die man sich auch auf den vorherigen Cicero-CDs vorstellen könnte. Da wäre zuerst der Song „Zu Zweit“ in dem er paradoxerweise seine Erinnerung an seine Einsamkeit besingt: „Hallo Einsamkeit“ &#8211; so beginnt der Refrain des Songs. Schön swingend begeitet von Jazzpianist &amp; Bandleader Jools Holland und Cicero selbst , singt er den Song mit vergleichbarem Charme wie damals „Bin heute Abend bei dir“ von der „Beziehungsweise“<br />
Auch &#8220;Adieu &amp; Kiss&#8221;, würde auf eine frühere Cicero-CD passen – nicht zuletzt weil hier noch einmal Lutz Krajenski am Keyboard sitzt – der ja leider die Cicero-Band verlassen hat. Der Song wurde auch von Krajenski geschrieben. Das Arrangement ist anspruchsvoll und sehr ungewöhnlich! Wenn ich den Song musikalisch einordnen sollte, würde ich das Stück als ein sehr gelungenes &#8220;Jazz-Chanson&#8221; bezeichnen, denn beide Stilmerkmale von Jazz und Chanson sind darin enthalten.</p>
<p>Mir kommt bei dem Stück sogar Hildegard Knef in den Sinn – musikalisch wie textlich gibt es da für mich eine gewisse Nähe. Der Song würde gut auf eine alte Knef-Platte passen – aber besonders auch auf die CD, welche die Knef in ihren späten Jahren mit Till Brönner machte.<br />
Um den Song zu beschreiben, welcher der CD den Titel gab, verarbeite ich hier etwas die Zeilen aus meiner bereits erfolgten Besprechung zur Single-Auskoppelung – damit diese Album-Rezension komplett ist.<br />
Ich fand die Melodie von „In diesem Moment“ zunächst eher schlicht &#8211; weil sehr eingängig &#8211; fast schon &#8220;ohrwurmmäßig&#8221; angelegt und deshalb war eine gewisse Unterschätzung schnell gegeben. Aber auch kleine Melodien haben großen Reiz, wenn sie interessant arrangiert sind &#8211; wie hier geschehen. Inzwischen mag ich den Titel immer mehr mit jedem weiteren Hören. Der Refrain hat eine sogartige Wirkung. Im instrumentalen Mittelteil hört man „leise“ und im tragenden Stil melancholisch klingende Bläser – diese Passage ist von großer musikalischer Schönheit.<br />
Cicero&#8217;s Stimme klingt trotz großer Intensität etwas anders und weicher als gewohnt &#8211; was aber vollkommen stimmig mit dem gedankenvollen, sozusagen &#8220;in sich gekehrten&#8221; Text einhergeht. Ein Text, der die vielen Realitäten unseres Lebens wahrnimmt oder beschreibt&#8230; die unendlich vielen unterschiedlichen Situationen, die Menschen einander erfahren. Alles passiert gleichzeitig&#8230;aber Jedem passiert es zu &#8220;seiner&#8221; Zeit. Das ist nachdenklich, bewusst und ernst &#8211; aber nie sentimental.<br />
Damit bin ich bei den „Texten“. Ich finde sie mehrheitlich gut und bestimmt gleichrangig mit den Ramond-Texten. Es fehlt etwas der mitunter ironische Wortwitz, statt dessen gibt es ernstere, reflektive Betrachtungen von Lebenszuständen oder Erinnerungen an Gewesenes. Natürlich ist da auch Humor bei Texten wie „Alles kommt zurück“ oder „Nicht für mich“ .<br />
Wenn es um „Liebe“ geht, ist dieses Album in den Texten ernsthafter, melancholischer als seine Vorgänger. Im Song „Was weißt du schon von mir“ heißt es: Mein Kopf ist eine Insel, von dem kein Traum entfliehen kann &#8211; deine leiseste Berührung kommt als Tsunami dort an&#8230;.<br />
Und im absoluten Highlight der CD „Dunkelheit zu Licht“ singt Roger: Und dass du alles in den Schatten stellst, wenn du in meine Arme fällst, dann leuchtet dieser Raum ganz wie von selbst – und dass mein Leben etwas heller ist, jedes Mal wenn du den Raum betrittst, wird Dunkelheit zu Licht .<br />
Muss ich das nun kitschig finden? Nein &#8211; mir gefällt das, ich finde das schön Man muss diese Texte nicht angehen, wie einige Kritiker und auch „strenge Hörer“ &#8211; die sich offensichtlich wie Literaturprofessoren aufspielen und in ihrem &#8220;ach-so hohem-Anspruch&#8221; Rezensionen schreiben, die mehr eitle Selbstdarstellung sind als eine CD-Besprechung. Baden im Licht ihres hohen Anspruchs &#8211; dass ist wichtiger als sich direkt mit der Musik und den Texten zu befassen. Und niemand legt bei englischenTexten die Messlatte derart hoch. In einer Popballade brauche ich keine kafkaeske Unverständlichkeit.<br />
Mit „Dunkelheit zu Licht“ ist Cicero ein weiteres Meisterwerk wie „Ich hätt&#8217; so gern noch Tschüß gesagt“ gelungen. Ein große Ballade, in der Cicero sich mit allen Facetten aussingt. Hier können wir wieder sein massives Gesangstalent bewundern. Von leise bis dramatisch. Romantisch, wehmütig aber niemals lasch oder banal. Ich bin sehr gespannt auf die kommende Livepräsentation – dieser Song wird mit Sicherheit ein Konzerthighlight.<br />
Die CD ist für mich durchweg gelungen &#8230;. sie ist funkensprühend, modern, voller Power und Leben – und dabei immer differenziert. Ich weiß es nicht – aber vielleicht ist „In diesem Moment“ der erste künstlerisch wirklich gleichrangige UND gänzlich neue Gegenpol zu seinem großen Erstlingserfolg &#8220;Männersachen&#8221;.</p>
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		<title>Neue CD  Lutz Krajenski Big Band meets Juliano Rossi</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 09:24:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazzie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt vermutlich keine andere Big-Band-Besetzung in Deutschland, die in den letzten Jahren ein so großes Publikum erreicht hat wie die der Roger-Cicero-Big-Band. Unter der Leitung von Lutz Krajenski spielten sie die drei bisher erschienenen und weit über eine Million mal verkauften Alben ein, traten beim Eurovision Song Contest vor rund einer Milliarde Menschen auf und begeistern auf Tourneen viele 100.000 Zuschauer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt vermutlich keine andere Big-Band-Besetzung in Deutschland, die in den letzten Jahren ein so großes Publikum erreicht hat wie die der Roger-Cicero-Big-Band. Unter der Leitung von Lutz Krajenski spielten sie die drei bisher erschienenen und weit über eine Million mal verkauften Alben ein, traten beim Eurovision Song Contest vor rund einer Milliarde Menschen auf und begeistern auf Tourneen viele 100.000 Zuschauer.</p>
<p>Das sind die nackten Zahlen. Doch hinter dieser eindrucksvollen Bilanz stehen elf musikalische Individualisten, die allesamt zu den wohl Besten ihres Fachs gehören. Allen voran der Bandleader, Pianist und Arrangeur Lutz Krajenski, der bereits seit vielen Jahren ein fester und umworbener Bestandteil der europäischen Musikszene ist. Die Liste der Künstler, mit denen Krajenski zusammengearbeitet hat, ist lang und bunt: Tom Jones, Ulrich Tukur, Roachford, Inga Rumpf, Udo Jürgens, Randy Crawford, Jasmin Tabatabai, Mousse T. u.v.m.</p>
<p>Dass diese außergewöhnliche Big-Band-Besetzung unter dem Namen Lutz Krajenskis endlich ihr erstes eigenes Album produzieren würde, war zu erhoffen, dass sie sich zu diesem Anlass mit dem Swing-Crooner und Gesangschamäleon Juliano Rossi alias Oliver Perau zusammentut, zu erwarten. Denn Krajenski und Rossi sind seit vielen Jahren ein musikalisches Team, echte Buddys und Begründer der „New Generation of Swing“. Zusammen haben sie auch das letzte Soloalbum von Juliano Rossi komponiert und produziert, welches beim legendären New Yorker Jazzlabel Blue Note unter Vertrag steht. Herr Rossi ist der erst dritte deutsche Jazzmusiker, dem dieses Privileg zuteil wurde.<span id="more-1337"></span></p>
<p>Auf der beim Peppermint Park Label im August 2011 veröffentlichten CD glänzen großartige Pop- und Swingklassiker in überbordenden Arrangements, prachtvolle Eigenkompositionen der Herren Rossi/Krajenski und Instrumentalstücke, die an Eleganz und Verve nur schwer zu toppen sind. Ein Big-Band-Album, das es in dieser Opulenz und Wildheit seit langer Zeit nicht mehr gegeben hat und Erinnerungen an die glorreichen 50er und 60er Jahre weckt!</p>
<p>Wobei ich mir doch eine kleine Anmerkung erlauben möchte. Es sind einige Stücke auf dieser CD die Exorbitant herrvoragend arrangiert und gespielt werden. Aber nicht alle Gesangsstücke sind Juliano Rossi auf den Leib geschneidert. Das liegt vor allem daran, das wer die Band mit Roger Cicero oder Udu Jürgens gehört hat, natürlich auch sehr verwöhnt ist. Das Stück Hello/Hello sitzt wie angegossen und hat ein so richtig schönes, wie ich immer sage &#8220;Frankie Boy&#8221; feeling, wie in den großen Swing Zeiten von Sinatra in Las Vegas, während &#8220;i want my Money Back&#8221; dagegen ein wenig abfällt. Das ist jedoch wirklich Geschmackssache. Ich denke das wird der eine oder andere Hörer sicher anders beurteilen. Ich bin ja auch kein Big Band Experte.</p>
<p>Das beste Stück der Band für mich persönlich ist &#8220;Gotcha&#8221; mit tollen und perfekten Bläsersätzen und einem Mords Keybord Solo in bester &#8220;Tower of Power&#8221; Manier. &#8220;The Rain in Spain&#8221; erfüllt mein Swing und Jazz Harmoniegefühl vollständig. Ich bin mir sicher das nicht nur die CD Hörer, sondern auch vor allem Konzertbesucher der Band, auf Ihre Kosten kommen. Die Energie und Dynamik dieser Big Band hat es einfach in sich und schreit nach Publikum und Applaus.</p>
<p>Für Freunde der Big Band Musik gehört diese CD jedenfalls unbedingt auf den Plattenteller. Für Freunde des Smooth Jazz ist sie nicht geeignet. Für Freunde gut klingender Piano/Keybord Arrangements und Solos ist sie sehr empfehlenswert.</p>
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		<title>Barbra Streisand neue CD &#8211; What Matters Most</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 09:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
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		<description><![CDATA[Barbra Streisand &#8211; What Matters Most  neue CD &#8211; 19. August 2011-  Für Streisands weltweite Fangemeinde heißt das: Sie bleibt weiterhin die Gesangsgöttin, die sie seit 50 Jahren ist ! Ihr neuestes Album liefert den hörbaren Beweis: Barbra singt mit 69 immer noch überirdisch schön. Wer sonst im Bereich Pop/Chanson kann mit seiner Gesangsstimme so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/wmm_cover.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1326" title="wmm_cover" src="http://www.jazzie.net/wp-content/wmm_cover-300x298.jpg" alt="" width="251" height="249" /></a>Barbra Streisand &#8211; What Matters Most  neue CD &#8211; 19. August 2011-  Für Streisands weltweite Fangemeinde heißt das: Sie bleibt weiterhin die Gesangsgöttin, die sie seit 50 Jahren ist !</p>
<p>Ihr neuestes Album liefert den hörbaren Beweis: Barbra singt mit 69 immer noch überirdisch schön. Wer sonst im Bereich Pop/Chanson kann mit seiner Gesangsstimme so eindringlich erzählen, so zärtlich flüstern, so innig das Glück vergangener Liebe beschwören, dass man am Ende glaubt, eher einem Gebet gelauscht zu haben statt eines Liedes ?</p>
<p>Streisand&#8217;s neue CD „What Matters Most“ empfinde ich als ihr bisher „emotionalstes“ Werk, was bei über 60 Streisandalben schon etwas bedeutet! Diese Einschätzung deckt sich mit den Meinungen von Streisandfans die ich kenne und denen in diversen Netzforen. Es scheint &#8211; zum ersten Male gibt es nahezu die totale Übereinstimmung zu einem neuen Streisand-Album. (Ich erinnere an das deutlich umstrittene Moviealbum – und auch „Guilty Pleasures“, ihre zweite CD mit Barry Gibb, gefiel längst nicht jedem Streisandfan ).</p>
<p>Inzwischen haben wir uns an Barbra&#8217;s „neue“ Stimme gewöhnt, die dunkler und wärmer geworden ist, „fast“schöner klingt als je zuvor, (um der Euphorie mal freien Lauf zu lassen !), aber bei lauten Passagen doch die Anstrengung nicht verbergen kann. Heisere Töne waren bisweilen schon auf dem vorherigen Album „Love Is The Answer“ zu hören. Dazu bemerkte Dieter Bartetzko in seiner ausführlichen Besprechung zum Album in der FAZ, Oktober 2009 – ich darf zitieren, denn schöner und treffender kann Barbra&#8217;s „älter“ gewordene Stimme nicht beschrieben werden:</p>
<p>„Aber sie spinnt die Noten nun wie Goldfäden, kostet sie aus, statt sie zu demonstrieren, lässt sie sacht verwehen, statt sie zu straffen. Und &#8211; das ist vielleicht das Schönste &#8211; wenn manchmal heisere, den Jahren geschuldete Töne einbrechen, dann werden sie nicht kaschiert, sie sind Bestandteil eines Klangbilds, das uns eine reife Frau schenkt, die verwundert und gelassen zurückschaut.“ <span id="more-1324"></span></p>
<p>Nun erfahre ich jedoch beim mehrmaligen Hören ihres brandneuen Albums, dass Barbra die „straffen“, weit ausladenden, schwelgerisch-laut gesungenen Töne offensichtlich zurückerhalten hat und rauhe Töne weitaus weniger „einbrechen“ als auf „Love Is The Answer.“ (Freude!)</p>
<p>„What Matters Most“ ist als reines „Tributalbum“ ihren Freunden, dem Filmschreiber- und Komponistenehepaar Alan und Marilyn Bergman gewidmet. Seit den frühen Sechzigern kennen sie sich und haben gemeinsam an kleinen oder auch Riesenprojekten (Yentl) gearbeitet. Der starke persönliche Bezug – die große Freundschaft &#8211; mögen sicher dazu beigetragen haben, dass Barbra mit diesen zehn hochmelodischen, zuvor niemals gesungenen Bergmansongs emotional besonders motiviert ist und ihre unvergleichliche Gesangskunst in allen Facetten voll ausbreitet.</p>
<p>Da ist nirgendwo ein Zurückhalten! Was bei einer weniger guten Stimme leicht peinlich werden könnte, kann hier wegen gesanglicher Könnerschaft und Ausdruckstiefe einfach und guten Gewissens nur genossen werden! Wieder geht es bei den Inhalten um die elementarsten Gefühle der Menschheit: Liebe, Freundschaft, Beziehungen, Verlassenheit, Sehnsüchte, Träume und Erinnerungen.</p>
<p>Die Bergmans sind große Lyriker, die ihre Texte einem Gemälde gleich, in pastellenen Tönen, gestalten. Romantik, Bezüge zur Natur und Melancholie begegnen sich auf sensibelste Weise in ihren Songs. Nach wie vor ist es Streisand&#8217;s große Begabung, mit ihrer wunderbaren Stimme, ihrem großen Einfühlungsvermögen und nicht zuletzt ihrer Intelligenz, die Visionen der Liedtexter und der Komponisten zu vermitteln. Diesen Visionen verleiht sie ein Dasein, welches glücklicherweise durch die verschiedensten Tonträger immer abrufbar ist.</p>
<p>Komponisten wie Sondheim, Legrand oder Jule Styne singen nicht umsonst ihr Loblied auf Barbra. Sie wissen, dass eine Barbra Streisand mit ihrer unverwechselbaren Interpretation jeden ihrer Songs auf das höchste Niveau bringt.</p>
<p>So ist „What Matters Most“ mit leider nur zehn – aber großartigen Songs – sowohl textlich als auch kompositorisch ein Album von geradezu sensationeller Qualität geworden. Musikalisch vielseitiger als ihre Letztes, gibt es neben Balladen auch sanften Bossa Nova ( So Many Stars, Solitary Moon) und Swingendes. ( Nice &#8216;n Easy, That Face.)</p>
<p>Die große Überraschung ist für mich der Song „That Face“, ( von Lew Spence) wo Barbra mit einer Frische swingt wie in den Sechzigern. Man erinnert sich an „You&#8217;re The Top“ aus dem Film „What&#8217;s Up Doc“ oder „You Wanna Bet“.</p>
<p>Nach einem langsamen Info legt sie los, steigert sich mehr und mehr und hat im zweiten Teil des Song Powertöne, die der fantastischen Big Band standhalten und die man so lange nicht von gehört hat. ( Da könnte ein ganzes Swing-Album glatt ein erneutes Meisterwerk werden!)</p>
<p>„Nice &#8216;n Easy“, ( Lew Spence) die berühmte Swingnummer von Sinatra klingt da verhaltener, aber auch elegant und charmant. Ja, es swingt noch, aber verzögert. Hinreißend wie Streisand hier den Swing sozusagen in „Zeitlupe“ zelebriert! Von den zwei Bossa-Nova-Songs halte ich „Solitary Moon“ komponiert von Johnny Mandel, für gelungener als „So Many Stars“.(von Sergio Mendes) Ihre Stimme ist wie „schwebende Magie“. Das Saxophonsolo von Dan Higgins schmiegt sich wunderbar in die sinnliche Melodie.</p>
<p>Über die Arrangements des Albums kann man diesmal nur großes Lob ausschütten. Mit William A. Ross hat sich Streisand wohl den für sie besten Arrangeur an Land gezogen. Seine Güteklasse hatte sich bereits erfolgreich bei ihrer großen Konzerttour 2006/2007 erwiesen. Wo beim Moviealbum ein Riesenorchester träge und impulslos spielte, sind die Arrangements vom neuen Album viel konkreter auf die Komposition eingestellt. Selbst wenn die Geigen bei den Balladen kompakt schwelgen ist das viel stimmiger und differenzierter.</p>
<p>Barbra liebt nun einmal diesen sinfonischen Orchesterklang &#8211; und es scheint, dass diesmal ihre Stimme in perfekter Weise mit dem Orchester harmoniert. Da klingt nichts schlaff oder müde – die Balladen bekommen Dynamik und eine schon arienmäßige Intensität. Bill Ross hat auch mit den Trompetensoli von Chris Botti bei „Alone In The World“ und „Nice &#8216;n Easy“ dem Sound des Albums stimulierende barjazzige Akzente verliehen.</p>
<p>Berühmtester Song der CD ist die Michel Legrand Komposition „The Windmills Of Your Mind“. Versionen von diesem Titel sind unzählbar vorhanden, aber am stärksten im Gedächnis geblieben ist zweifellos Dusty Springfields Version. Hört man nun Barbra Streisand, die den Song zu Beginn a capella singt, vermittelt sich ein ganz anderer, viel ernsterer Eindruck.</p>
<p>Was bei Dusty eine schöne Popballade war, wird bei Barbra regelrecht zu einem Kunstlied. Dabei ungekünstelt, schlicht und klar. So wie Barbra eben singt &#8211; selbstverständlich und instinktsicher. Straight. Wenn ihre Stimme mit dem letzten Ton verklingt, und das Orchester sich ganz langsam mit dem traurigen Klang einer Violine aus dem Song schleicht, weiß man, dass der Song niemals vorher so ernst und bedeutungsvoll in aller Signifikanz gehört wurde.</p>
<p>Ja, das ist Moll und klingt traurig. Und so liegt durchaus – abgesehen von den 2 Big Band Titeln &#8211; zumindest eine große Ernsthaftigkeit und besonders auch Melancholie in allen Songs – textlich und auch kompositorisch. .<br />
Ich hatte es eingangs erwähnt, dass man bei manchen Songs den Eindruck hat, einem Gebet zu lauschen. In ganz besonderer Weise trifft das auf den Jerry-Goldsmith-Song „Alone In The World“ zu. Barbra&#8217;s Gesang ist an Innigkeit, Klarheit und Intensität nicht zu überbieten. Der Song gehört zu meinen absoluten Favoriten der CD.</p>
<p>Eigentlich ist aber jeder Song dieses Albums ein eigenes Meisterwerk für sich. Unbedingt dazu zähle ich auch Legrand&#8217;s „Something New In My Life“ . Abgesehen davon, wie Barbra die Lyrics in sublimster Weise vorträgt, ist es immer wieder beeindruckend, wie unantastbar sauber ihre Intonation ist – und wie genau sie jede einzelne Note singt. Barbra hat &#8211; wenn sie einen Song liebt &#8211; große Erfurcht vor jeder Note die der Komponist schrieb.</p>
<p>Sie verändert meistens keine Note, was andere große Vokalisten mitunter gerne tun, und ja eigentlich auch Ausdruck musikalischer Kreativität ist. Sie läßt der Komposition ihr Eigenleben &#8211; improvisiert nicht.<br />
Das könnte man vielleicht „langweilig“ finden – bei Barbra jedoch ist es immer wieder ein Faszinosum, eine bekannte Melodie zum ersten Male von ihr gesungen zu hören. Es ist dann so, als ob man JETZT erst die Schönheit der Melodie wahrnimmt, weil sie mit ihrem Gesang voll und ganz auf die kompositorische Substanz achtet.</p>
<p>Barbra Streisand ist und bleibt unerreicht in ihrer Stimme, ihrer Musikalität, ihrer Phrasierungskunst und ihrem Instinkt, neue Songs zu Ihren Songs zu machen. Ich kann nur hoffen, dass auch Musikliebhaber von schönen Stimmen und anspruchsvollen Songs außerhalb der Streisand-Liga diese CD entdecken werden.</p>
<p>Nachsatz:<br />
Es gibt etwas, was mich stört bei den diversen Ankündigungen zu jeder Streisand-CD und natürlich auch zu „What Matters Most“: Gebetsmühlenartig wird da jedes Mal ausführlichst aufgelistet, mit wie vielen Preisen Streisand geehrt wurde, wie viele Goldene- und Platin Platten sie verkauft hat, usw. Ob das nötig ist – ich weiß es nicht.<br />
Es reicht doch, zu bemerken, dass sie die erfolgreichste lebende Künstlerin und Entertainerin ist &#8211; wenn als Fakt dafür nicht nur der reine Plattenverkauf sondern auch die zahllosen unterschiedlichen Preise und Auszeichnungen beachtet werden, die Streisand in dieser Anzahl als einzige Künstlerin kontinuierlich bis zur Gegenwart während ihrer 50 Jahre andauernden Karriere erhielt. (Werner Matrisch)</p>
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		<title>NIKOLA MATERNE &amp; Bossanoire- Hot Jazz Club Münster</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 20:49:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazzie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nikola Materne stammt aus Münster (ist ein Kind Nordrhein-Westfalens) und hat bereits in zahlreichen Produktionen als Sängerin und Komponistin mitgewirkt, u.a. in deutschen Kinofilmen wie „Goldene Zeiten&#8221; oder „Mondscheintarif“; der Theaterproduktion „No Time Toulouse“; hat Alben mit „Sphere“ und „Alien Café“ veröffentlicht und live u.a. mit Götz Alsmann musiziert. Kurz vor der Veröffentlichung ihrer ersten CD [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/Nikola-Materne.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-1284" title="Nikola-Materne" src="http://www.jazzie.net/wp-content/Nikola-Materne-300x298.png" alt="" width="300" height="298" /></a>Nikola Materne stammt aus Münster (ist <strong>ein Kind Nordrhein-Westfalens</strong>) und hat bereits in zahlreichen Produktionen als Sängerin und Komponistin mitgewirkt, u.a. in deutschen Kinofilmen wie „<strong>Goldene Zeiten</strong>&#8221; oder „<strong>Mondscheintarif</strong>“; der Theaterproduktion „<strong>No Time Toulouse</strong>“; hat Alben mit „<strong>Sphere</strong>“ und „<strong>Alien Café</strong>“ veröffentlicht und live u.a. mit <strong>Götz Alsmann</strong> musiziert.</p>
<p>Kurz vor der Veröffentlichung ihrer ersten CD &#8220;Wunderbar allein&#8221; am 13. Mai wollen Nikola Materne und ihre Band nochmal in ihrem &#8220;Heimathafen&#8221; ankern, um ihre gefühlvollen Jazzchansons in deutscher Sprache zu präsentieren.<br />
Die poppig-jazzigen Eigenkompositionen von &#8220;Bossanoire&#8221; verbinden musikalische Einflüsse von Bossa Nova bis zum Walzer mit Nikolas ganz persönlichen Texten. Melancholische Balladen oder lässige Sambas, in denen sie mit ihrer sanften, klaren Stimme Geschichten erzählt &#8211; Geschichten wie &#8220;Wunderbar allein&#8221; oder &#8220;Wie konnte das passieren?&#8221; klingen wie aus dem Leben gegriffen und berühren sofort.</p>
<div><strong>Ort: Münster</strong></div>
<div><strong>Location: Hot Jazz Club [ <a href="http://www.hotjazzclub.de/programm/events/bossanoire2011.html">http://www.hotjazzclub.de/programm/events/bossanoire2011.html</a> ]</strong></div>
<div><strong>Datum: Samstag, 09.04.2011</strong></div>
<div><strong>Einlass: 19.00 Uhr</strong></div>
<div><strong>Beginn: 21.00 Uhr</strong><br />
<span id="more-1282"></span><br />
Das kommende Debut-Album beschreibt man in kurzen Worten am Besten wie folgt:<br />
Wenn sich der sonnig-weiche, wiegende Rhythmus des Bossa um unser winter-wundes Herz legt, wenn Melancholie in die Freude schwebt wie ein Tropfen Tinte in ein Wasserglas, wenn in das alte Schwarz-Weiß-Bild ein Sonnenstrahl fällt, dann ist das Nikola Materne &amp; Bossanoire. Die Sängerin Nikola Materne und ihre Band „Bossanoire“ haben sich ganz dem akustisch gespielten Chanson-Jazz verschrieben – Musik wie zu einem Film, déjà-vu und doch ganz neu. Mit silbriger, intensiver Stimme intoniert Nikola die schwebend-melancholischen, manchmal ironischen Lieder in deutscher Sprache, für die ihr die Band &#8211; aus wunderbaren Musikern &#8211; einen roten Teppich ausbreitet.</p>
<p>Die ausgekoppelte Single &#8220;Wunderbar Allein&#8221; hat übrigens auch eine Urkunde bei dem &#8220;<strong>Rock &amp; Pop Preis 2010</strong>&#8221; erhalten.</p>
<div>Auszüge sind zu sehen unter: <a href="http://www.myspace.com/bossanoire">www.myspace.com/bossanoire</a></div>
</div>
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		<title>Henrik Freischlader neues Live Album Tour 2010 Live</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 11:36:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazzie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit gestern ist es auf dem Markt. Das neue Doppelalbum Tour 2010 Live. Seit  gestern dem 26.11.2010, steht es in den Läden. Wer hätte gedacht das ein allein produziertes Album, wie das Martin Meinschäfer Album, live auf die Bühne gebracht, ebenso furios klingen kann wie Studioarbeit. Ich halte das kleine Blueswunderwerk in der Hand und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit gestern ist es auf dem Markt. Das neue Doppelalbum <em>Tour 2010 Live. Seit  gestern dem </em>26.11.2010, steht es in den Läden. Wer hätte gedacht das ein allein produziertes Album, wie das Martin Meinschäfer Album, live auf die Bühne gebracht, ebenso furios klingen kann wie Studioarbeit.<a href="http://www.jazzie.net/wp-content/freischlader-live2010.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1225" title="freischlader-live2010" src="http://www.jazzie.net/wp-content/freischlader-live2010.jpg" alt="" width="265" height="265" /></a></p>
<p>Ich halte das kleine Blueswunderwerk in der Hand und lege es vorsichtig in meinen CD Player. Und dann. Dann legen sich meine Ohren flach an. Von dem  Wind der jetzt aus meinen Boxen pfeift und mir um den Kopf wirbelt. Es fängt mit &#8220;I &#8220;einem meiner Lieblingsstücke an. Für Applaus lässt die Freischlader Crew gegenüber der  Live Alben Konkurrenz kaum PLatz.  Gut so.</p>
<p>Hier gehts um Musik. Musik satt.</p>
<p>120 fette Blues Minuten lese ich auf dem Cover.</p>
<p>Da geht&#8217;s einfach nahtlos zum nächsten Titel &#8220;got it made&#8221;. Dankeschön-bittschön sagt er ins Mikrofon und ab geht die Luzy  mit &#8220;So damn cool&#8221; &#8230;&#8230;.</p>
<p>Jetzt kann ich nicht mehr schreiben. Muss hören. Will hören.  Mein Tipp für Euch:Album kaufen und selber hören! Das Blues Hörerlebnis. <img src='http://www.jazzie.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bei Foxy Lady (J.Hendrix) gibt es Stress im Bau. Meine Lady fragt mich ob es mit der Lautstärke die ich aufgedreht habe noch doller wird. Ob ich ins Flower Power Zeitalter gefallen sei?  Ich schließe die Tür und grinse. Ich glaube Hendrix hätte bei diesem fetten Sound auch aufgedreht und gedacht: Ah sieh mal so kann man es auch machen !!!</p>
<p>Klar die Stimme gehört nicht Jimmy, aber die Gitarre:&#8230;..Das geht fett durch Mark und Bein! Das stresst die Nachbran.Ganz sicher. Mich nicht. Unglaublich das schaffte Hendrix nur zugedröhnt. Die Töne fliegen aus der Rille und versetzen mich um Jahrzehnte zurück in die Zeit der ganz ganz Wilden. Das ist gar nichts für Warmduscher und Feingeister und sanfte Gemüter.Das ist harte und gute Musik. Ich frage mich wo nimmt der smarte Typ das her. Früher glaubte ich, für solche Töne und ein solches Gefühl muss man alle Slums und allen Dreck der Welt erlebt haben sonst kommen die nicht echt. Henrik Freischlader die  Revolution am Gitarrengriffbrett. Fein.</p>
<p>Der Meister der Bluesgitarre fordert seine Tour Gäste. Die Töne tanzen auf der Rille und wollen in die Welt. Was da rauskommt ist kurz und einfach ausgedrückt ein Hammer. Die Band spielt das einfach super, man spürt die Atmosphäre. Besser geht es nicht.</p>
<p>Ihr glücklichen die im Verlaufe des Jahres einem Henrik Freischlader Event beiwohnen durftet. Ich denke kein Blueser kam zu kurz, aber auch die Rock&#8217;n Roller und andere Gitarren Fans sind auf ihre Kosten gekommen.</p>
<p>Liest man die inzwischen internationalen Club Rezensionen (Holland ,Belgien) klingt dort die gleiche Begeisterung durch ,wie hier in unserem Land. Also Freunde der guten Musik jetzt vor Weihnachten hinlangen. Die Scheibe gehört ins Regal. Dann gints noch ein Konzert in :</p>
<div><em><strong>04.12.</strong> GB-London, the half moon, Herne Hill&#8230;.</em></div>
<div></div>
<div>Wenn ich richtig informiert bin, gibt es schon 31 Termine für 2011.<br />
Grund genug die Webseite im Auge zu behalten und rechtzeitig Tickets zu ordern.<em> Stay tuned Jazzie.<br />
</em></div>
<p><a href="http://www.henrik-freischlader.de/secret/wp-content/themes/TealGray.v2/newsletter/ext.php?t=lnk&amp;id=37&amp;sid=18&amp;mid=469">www.henrik-freischlader.de</a></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Tour-2010-Live-Henrik-Freischlader/dp/B00465TUGK">Album bei Amazon </a></p>
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		<title>YOUN SUN NAH-Innovativer Jazzgesang mit kristallklarer Stimme</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 03:10:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[YOUN SUN NAH    „SAME GIRL“  (CD erschienen  September 2010 ) Innovativer Jazzgesang mit kristallklarer Stimme Auch wenn ich weiß, dass ich sehr zur Euphorie neige wenn mir etwas gefällt, so finde ich es nicht übertrieben, dieses Album spontan zu den besten und zugleich erstaunlichsten Vokaljazz-Aufnahmen der letzten 10 Jahre zu zählen. Obwohl man die zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>YOUN SUN NAH    „SAME GIRL“  (CD erschienen  September 2010 ) Innovativer Jazzgesang mit kristallklarer Stimme<br />
<a href="http://www.jazzie.net/wp-content/YOUN-SUN-NAH.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1220" title="YOUN SUN NAH" src="http://www.jazzie.net/wp-content/YOUN-SUN-NAH-300x300.jpg" alt="" width="455" height="455" /></a></p>
<p>Auch wenn ich weiß, dass ich sehr zur Euphorie neige wenn mir etwas gefällt, so finde ich es nicht übertrieben, dieses Album spontan zu den besten und zugleich erstaunlichsten Vokaljazz-Aufnahmen der letzten 10 Jahre zu zählen. Obwohl man die zwei Jazz-CDs nicht miteinander vergleichen kann: „Same Girl“ ist in meiner Wertschätzung ein hochkünstlerisches, insgesamt  mehr „leiseres“ aber auch stark innovatives Pendant zu Rachelle Ferrell&#8217;s grandiosem, mehrheitlich dynamisch-überbordendem „Live at Montreux“ (2002) Album – welches ich ebenfalls in die besten Vokaljazzaufnahmen der vergangenen Dekade einordne. Beide Alben stehen innerhalb des Jazzgesangs unverrückbar auf ( meinem)  Platz eins, aber unterscheiden sich dennoch absolut.</p>
<p>Wie man an meinen Rezensionen sieht, benötige ich oftmals doch recht „viele Worte“, bis ich eine CD ( für mich) zufriedenstellend besprochen habe. Immer will ich noch etwas hinzufügen, was mir ein- oder auffällt. Bei Youn Sun Nah&#8217;s CD „Same Girl“ kapituliere ich. Soviel klare Schönheit, Können, und Kreativität macht mich sprachlos – und nimmt mir sozusagen die Lust, nach geeigneten Superlativen oder Beschreibungen zu suchen. Da muss man einfach nur seine Ohren öffnen, zuhören, genießen und staunen.<span id="more-1219"></span></p>
<p>Dieses Album ist schlichtweg ein Gesamtkunstwerk mit all seinem Farben, den exzellenten   Klangschattierungen und besonders auch wegen eines Repertoires, welches in dieser Zusammenstellung ein wahres Ereignis darstellt. Die kristallklare Stimme der Koreanerin ist von einzigartiger Schönheit. Sie verlässt sich jedoch nicht auf dieses Geschenk der Natur,  sondern  beschreitet mit ungewöhnlichen Instrumenten und unerwarteten Arrangements wirklich innovative Wege im heutigen Jazzgesang. Endlich mal kein „Bar- und Kuscheljazz“, wie er von einer großen Anzahl der  fast unüberschaubaren, neueren Jazzsängerinnen der letzten Jahre vorgestellt wird.</p>
<p>Viel zu oft lese ich in User-Rezensionen über Jazzsängerinnen Kriterien, die mit „Jazz“ wenig zu tun haben. (&#8230;man kann dabei so gemütlich am Kamin sitzen und einen guten Rotwein trinken&#8230;usw.) Es wird gesäuselt, gehaucht oder genervt mit kleinen, dünnen Stimmchen die ich alles andere als „bezaubernd“ oder „ betörend“ finde – auch wenn es das Feuilleton so befindet.  In Interpretationen, die grenznahe am  Sprechgesang sind, werden dann die Lyrics von wunderschönen Standards beschwörend gewichtig  betont &#8211; alà  Frau Krall auf ihrer CD „Quiet Nights“. Nur gesungen &#8211; GESUNGEN   wird nicht.  Ich meine dazu, nicht jede dieser Gesang-Spezies ist eine Billie Holiday oder Anita O&#8217;Day !</p>
<p>Für Hörer, die im Jazzgesang weniger bewandert sind, könnten einige Songs der  Youn Sun Nah durchaus ein akustisches Abenteuer bedeuten und im extremen Kontrast zum wundervoll kunstvoll-schlichtem Opener „My Favorite Things“, bei dem sie sich  nur mit einer afrikanischen Kalimba begleitet, ziemlich überraschen!</p>
<p>Ich denke  hier z. B.  an den Titel „Breakfast in Baghdad“ in dem Youn Sun Nah  furiose  Scatlinien mit exotischen Klangmuster- und Farben vermischt und Höhen erreicht, die bestimmt manche Gläser  zerbrechen lassen,  wenn sie zu nahe am Lautsprecher stehen.<br />
Leicht bizarre Exkursionen leistet sie sich auch bei einem Titel von der  Hard-Rock-Band Metallica, „Enter Sandman“. Daneben interpretiert sie unterschiedlichstes Material &#8211; Songs von Randy Newman, Sergio Mendes,  einen  koreanischen  Traditional, ein Chanson und einen Blues von Terry Cox.</p>
<p>„Same Girl“ ist auch klanglich eine Produktion von herausragender Qualität. Die unfassbare stimmliche Qualität  und Intimität der Koreanerin ertönt in höchster Klarheit und Transparenz. Neben viel Wärme, manchmal auch Fragilität – bewahrt  eine wohldosierte Kühle oder Distanz  ihren Vortrag vor allzu starker Harmonie. Der Hörer ist schon gefordert und ertrinkt keineswegs nur in Wohlklang. Dafür sorgt zusätzlich eine sparsame, aber stark akzentuierte Begleitung, die auf weniger vertraute Klangmuster setzt.</p>
<p>Youn Sun Nah hat eine Stimme, dessen Qualität für eine klassische Ausbildung bestens geeignet wäre. Wie schön dass sie mit  ihrem phänomenalen musikalischen Potenzial dem Jazzgesang neue Impulse schenkt und damit dem Jazz &#8211; auch stilistisch &#8211; um eine neue, wirklich grandiose Stimme bereichert.</p>
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		<title>KENNY WERNER TRIO – CD  RELEASE- THE NEW YORK ALBUM</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 22:06:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[KENNY WERNER Trio-Ein fabulierender, sensibler  Erzähler am Piano Live im Alten Pfandhaus, Köln  21. Oktober 2010 Johannes Weidenmüller- bass, Oliver Strauch &#8211; drums, Kenny Werner- piano Oliver Strauch, Jazz-Schlagzeuger, Komponist und Musikproduzent (1966 in Saarbrücken geboren), holte sich für seine CD-Vorstellung im Alten Pfandhaus  „The New York Album“ (2010) Bassist Johannes Weidenmüller und einen seiner  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">KENNY WERNER Trio-Ein fabulierender, sensibler  Erzähler am Piano<br />
<a href="http://www.jazzie.net/wp-content/kenny-werner1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1212" style="margin: 10px;" title="kenny-werner1" src="http://www.jazzie.net/wp-content/kenny-werner1-300x225.jpg" alt="" width="372" height="279" /></a></p>
<p>Live im Alten Pfandhaus, Köln  21. Oktober 2010<br />
Johannes Weidenmüller- bass, Oliver Strauch &#8211; drums, Kenny Werner- piano</p>
<p>Oliver Strauch, Jazz-Schlagzeuger, Komponist und Musikproduzent (1966 in Saarbrücken geboren), holte sich für seine CD-Vorstellung im Alten Pfandhaus  „The New York Album“ (2010)<br />
Bassist Johannes Weidenmüller und einen seiner  Lieblingspianisten Kenny Werner, über  den er in einem Interview sagt: „Kenny Werner ist einer der meistunterschätzen Jazzmusiker“<span id="more-1211"></span></p>
<p>Diese Aussage könnte  richtig sein &#8211; auch ich kannte leider Kenny Werner  bisher nicht. Nachdem ich aber die Programmankündigung des Alten Pfandhauses gelesen hatte, entschloss ich mich spontan, diesem Konzert beizuwohnen. Ein guter Entschluss, denn dieses Konzert war eine musikalische Bereicherung und die vorgestellte CD habe ich mir inzwischen bestellt.</p>
<p>Jedoch wurde  im Konzert das CD Repertoire variiert &#8211; nicht das komplette Album wurde  vorgestellt. Zu hören waren u.a. Kompositionen von Bill Evans, Charlie Parker, Brad Mehldau, eine großartige Bach_Bearbeitung und Stücke von Kenny Werner selbst. Oliver Strauch machte  zwischendurch die Ansagen zu den einzelnen Titeln.<!--more--></p>
<p>Kenny Werner, Jahrgang 1951, kann auf eine künstlerisch sehr erfolgreiche Karriere zurückblicken.<br />
Auf bereits 24 Alben hat er mit den ganz Großen des Jazz  &#8211; dem Mel Lewis Orchestra, Jaki Byard, Ron Carter, Paul Motian,  Charlie Mingus, Archie Shepp, Joe Lovano, Bobby McFerrin, Lee Konitz, John Scofield sowie Toots Thielemans musiziert. Mit der Schauspielerin und Broadway Sängerin Betty Buckley verbindet ihn eine langjährige Freundschaft – 2001 begleitete er sie auf dem Live-Album „Stars And The Moon“</p>
<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/kennywerner2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1214" title="kennywerner2" src="http://www.jazzie.net/wp-content/kennywerner2-300x215.jpg" alt="" width="385" height="275" /></a></p>
<p>Der Pianist Kenny Werner besticht neben einer stupenden Technik künstlerisch mit immenser Vielseitigkeit. Während es bei dem Bach-Stück zu einer mehr konzertanten Klangentfaltung kommt,<br />
erreichte er beim ausgiebigen, fast schon exzessiven Vorspiel zu „Autumn Leaves“  eine Klangabstraktion auf höchstem Niveau. Absolut faszinierend aber ist Kenny Werner&#8217;s Spiel bei Balladen.  Hier erreicht sein Vortrag tiefe Sensibilität und bezwingende Schönheit. Voller Empahtie<br />
gibt er sich den Melodien hin, fabuliert auf der Tastatur in allen Klangschattierungen. Seine Gebärden und Mimik während des Spielens erzählen  immer von seinen Empfindungen oder gar imaginären Geschichten. Das ist intim und beseelt in reinster Form und für den Konzertbesucher in  spannender und auch  kontemplativer Weise nachvollziehbar. Eine solche Darbietung erreicht alles was zu erreichen ist.</p>
<p>Kenny Werner gelingen auf selbstverständliche und wunderbare Weise die musikalischen Sprünge von klassischer Inspiration über Modern Jazz der 60er Jahre  zum zeitgenössischen Jazz-Pianostil eines Keith Jarrett oder McCoy Tyner. Mitunter innerhalb eines einzigen Musikstücks und das ohne</p>
<p>geringste technische Effekthascherei. Dabei bleibt er eindeutig immer Kenny Werner &#8211; selbst wenn es sogar ab und an etwas „errollgarnert“.  Besonders wenn seine linke Hand im unteren Bereich der Tastur  grollend-rollend  tiefe Töne perlen lässt und bei manchen seiner wuchtigen Chorusse. .</p>
<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/kenny-werner3.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1215" title="kenny-werner3" src="http://www.jazzie.net/wp-content/kenny-werner3-300x225.jpg" alt="" width="392" height="294" /></a></p>
<p>Bassit Weidenmüller  und   Oliver Strauch hatten selbstverständlich ihre schönen Soli. Als Zugabe kulminierte  das Trio mit „Autumn Leaves“ in einer langen, herausragenden Version noch einmal alle musikalischen Qualitäten gebündelt. Ich möchte diese Rezension eines rundum prächtigen Konzerts nicht beenden, ohne ein Zitat von Oliver Strauch, dem Initiator und Schlagzeuger des New York Albums:</p>
<blockquote><p>„Kenny Werner ist sicher ein musicians musician, einer der ganz Großen – und die Kollegen wissen das. Jetzt wird es Zeit, dass auch noch mehr Hörer dem Spirit Kennys begegnen können. Sein Timbre, besonders bei Balladen, verschlägt mir jedes Mal den Atem. Er spielt sehr risikoreich, seine Höhenflüge sind wirklich einzigartig. Er ist ein Virtuose und spielt dennoch immer mit der Band zusammen. Außerdem schafft er es, jeden Musiker noch besser klingen zu lassen. In unserer Version von „I loves you Porgy“ ist Kenny meines Erachtens eine Sternstunde des Albums gelungen.“</p></blockquote>
<p>Recht hat er!!</p>
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		<title>THOMASZ STANKO  QUINTET  CD  Rezension„DARK EYES“</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 14:33:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[altes pfandhaus]]></category>
		<category><![CDATA[cd]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
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		<description><![CDATA[THOMASZ STANKO QUINTET ECM CD RELEASE „DARK EYES“ im Alten Pfandhaus Köln, 13. Oktober 2010 Alexi Tuomarila, piano &#8211; Jakob Bro, guitar &#8211; Andreas Christensen, kontrabass- Olavi Louhivouri, drums Natürlich sorgten die polnische Trompeterlegende Thomasz Stanko und seine Musiker im Alten Pfandhaus für großen Andrang. Der 68jährige Musiker wurde international vielfach ausgezeichnet und wiederholt vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>THOMASZ STANKO  QUINTET  ECM  CD  RELEASE „DARK EYES“   im Alten Pfandhaus Köln, 13. Oktober 2010</p>
<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/Stzanko.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1191" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Stzanko" src="http://www.jazzie.net/wp-content/Stzanko.jpg" alt="" width="398" height="288" /></a></p>
<p>Alexi Tuomarila, piano &#8211; Jakob Bro, guitar &#8211; Andreas Christensen, kontrabass- Olavi Louhivouri, drums</p>
<p>Natürlich sorgten die polnische Trompeterlegende  Thomasz Stanko und seine Musiker im Alten Pfandhaus   für großen Andrang. Der 68jährige Musiker wurde international vielfach ausgezeichnet  und  wiederholt vom hoch geschätztem  DOWNBEAT MAGAZIN zum sechsbesten Trompeter der Welt gewählt. Jazzfans konnten sich also sicher sein, Jazz der Sonderklasse zu hören.</p>
<p>Gespielt wurden neue Kompositionen von Stanko und zwei Stücke von Krystof Komeda, die gerade auf dem Album „Dark Eyes“ erschienen sind. Selten sind die musikalisch hochkomplexen, insgesamt eher ruhigen  Stücke kürzer als 7 – 10 Minuten. So lange brauchten die Musiker auch, bis die den Kompositionen innewohnende melancholische Tiefe und auch bedeutsame Sperrigkeit stimmig und prägnant interpretiert und dem Publikum vermittelt wurden.</p>
<p>Ohne den hohen Stellenwert der Koryphäe Stanko anzukratzen, musste ich für mich persönlich feststellen, dass mich das Spiel seiner großartigen  Musiker in diesem Konzert letztendlich mehr beeindruckte und berührte. Die Musiker schafften es noch am eindringlichsten, die jeweilige Musik kontinuierlich zu intensivieren, nachdem sie das Hauptthema gespielt und damit den moderat modernen Jazzstil hinter sich ließen.<span id="more-1190"></span></p>
<p>Wie eine langsam anrollende Woge baute sich nach und nach eine Spannung von ungeheurer Intensität  und Hitze auf, die sie gemeinsam weiter und weiter trieben, bis sie scheinbar in einem schon rauschhaft-bizarren  Klangkosmos die Spitze ihrer kreativen Möglichkeiten erklommen.</p>
<p>Hervorragend der Gitarrist Jakob Bro und Schlagzeuger Olavi Louhivouri – beide hatten glänzende, energiegeladene  Soli. Andreas Christensen war im ersten Teil des Konzerts etwas dominant mit seinem Kontrabass, der den Klang  des Pianos leicht abschwächte, aber nichtsdestotrotz dem allgemeinem Sound große Wärme zufügte.</p>
<p>Stärkstes Glied unter seinen Musikern aber ist sicher  Pianist Alexi Tuomarila. Beeindruckend, wie er selbst in seinen furiosesten Passagen immer noch gelassen-ruhig am Piano saß, und ohne jegliches Mienenspiel nur äußerst sachte, ab und an einen Fuß im Takt bewegte. Vom oberen Stehplatz aus konnte ich gut beobachten wie seine Hände sich mit faszinierender Sicherheit und irrsinniger Schnelligkeit auf der Tastatur bewegten und Töne von bewegender Schönheit in den ruhigen Passagen und ein Feuerwerk in den dramatischen Momenten erzeugten.</p>
<p>Thomasz Stanko hatte seinen wertvollsten und berührendsten Momente, wenn er in den ausufernden, etwas traurig-düsteren Balladen mit seinem charakteristischen Klang spröde und lyrische Töne gleichzeitig spielte. In den expressiven Passagen seiner Kompositionen stellte er seine Könnerschaft des virtuosen Trompetenspiels gerne in eher kurzen, aber um so  heftigeren Improvisationen unter Beweis.</p>
<p>In filigran verästelten Tonfolgen stürmten seine Trompetenklänge– nervös-flirrenden  Kaskaden gleich &#8211; vorwärts. Mit technischer Brillianz und Ideenreichtum entlockte er der Trompete die gewagtesten Töne, welche erahnen ließen, warum Joachim Ernst Behrendt Stanko den  „weißen Ornette Coleman“ nannte!</p>
<p>Diese  „wilden“  abstrakt-bizarren Soli waren in der Tat beeindruckende Improvisationen. Sie passierten jedoch, nachdem man sie bereits  in zwei Musikstücken gehört hatte, vorhersehbar, fast mechanisch wie auf Knopfdruck und in immer ähnlichen Spielmustern. Sie entwickelten sich wenig organisch aus dem musikalischem Thema sondern folgten fast &#8220;abrupt&#8221;, nachdem die Komposition eingangs vom gesamten Ensemble erst einmal kompositionsgetreu wiedergegeben wurde.</p>
<p>Das geschah sehr tonschön, fast kammermusikartig und auch sehr ECM-mäßig, passend zum ästhetischen Erscheinungsbild dieses Musiklabels, dessen CD Cover schon aus einiger Entfernung leicht zu identifizieren sind. In seit Jahren konsequent ähnlicher, kunstvoll gestalteter Schlichtheit und überwiegend elegant-trister Farbgebung sind diese CD -oder Vinyl-Hüllen seit Jahrzehnten ein sofort erkennbares Indiz für ein ausgezeichnetes, durchaus schon musikalisch elitäres Musikprogramm. 1996 brachte ECM übrigens ein  Buch mit dem Titel „Sleeves of Desire“ heraus, das sich mit der Geschichte der Coverkunst des Labels befasste und alle bis dahin erschienenen Motive auflistete.</p>
<p>In diesem Konzert wurde übrigens kein einziger Titel angesagt. Thomasz Stanko selber richtete kein einziges Wort an das Publikum. Er wirkte auf mich sogar etwas müde und keinen einzigen Tag jünger als er ist. Vielleicht ließ er deshalb seinen  Musikern ungewöhnlich viel Zeit für Soli und ausgedehnte Passagen ohne sein Spiel. Stanko tourt zur Zeit durch Deutschland &#8211; und viele Konzerte verlangen nicht nur den kreativen, sondern auch den körperlichen Tribut.<br />
Am Ende gab es zwei Zugaben nach  viel Applaus &#8211; auch von begeisterten Stanko-Fans, die seine Musik  sicher besser kennen  oder einschätzen können als ich.<br />
Werner Matrisch,  18. Oktober 2010</p>
<p>http://www.wernermatrisch.de/</p>
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		<title>FLUTTERBAND TRIO   plays   BACH TUNES AND FREE TANGO</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 19:23:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazzie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hans-Christian Jaenicke, der Tango-Geiger des DUO diagonal (TANGO 040, SONY/BMG) hat nun völlig schräge Tangos geschrieben: In seiner Produktion BACH TUNES AND FREE TANGO macht er aus Motiven vom alten Johann-Sebastian Bach griffige Tangos, arrangiert ordentlich Druck dazu und komponiert frei und schamlos weiter. Gespickt mit allen möglichen Zitaten von MI BUENOS AIRES QUERIDO von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hans-Christian Jaenicke, der Tango-Geiger des DUO diagonal (TANGO 040, SONY/BMG) hat nun völlig schräge Tangos geschrieben: In seiner Produktion BAC<a href="http://www.jazzie.net/wp-content/FLUTTERBAND-COVER-SMALL.jpg"><img src="http://www.jazzie.net/wp-content/FLUTTERBAND-COVER-SMALL-300x300.jpg" alt="" title="FLUTTERBAND-COVER-SMALL" width="300" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-1189" /></a>H TUNES AND FREE TANGO macht er aus Motiven vom alten Johann-Sebastian Bach griffige Tangos, arrangiert ordentlich Druck dazu und komponiert frei und schamlos weiter. Gespickt mit allen möglichen Zitaten von MI BUENOS AIRES QUERIDO von Carlos Gardel über das Jagdmotiv SAU TOT bis zu Cubanischen Son- Rhythmen des BUENA VISTA SOCIAL CLUB entsteht eine bizarre Mischung, bei der merkwürdiger Weise alles genial zusammenpasst. <span id="more-1188"></span></p>
<p>Jaenicke erhielt mit 6 Jahren den ersten Geigenunterricht, absolvierte zahlreiche Meisterkurse, studierte Barockvioline bei Veronika Skuplik und konzertierte u.a. als Solist und Konzertmeister mit verschiedenen Orchestern und Kammermusikensembles. Er arbeitete mit bedeutenden Musikern wie dem Dirigenten David Coleman, (London), Rachel Evans vom Meridian-String Quartet (New York), mit dem Cellisten und Komponisten Graham Waterhouse vom Philharmonia Orchestra London zusammen und war u.a. langjähriger Primarius des Amsterdamer Klavier-Quartett. Für die Landesbühne Niedersachsen-Nord war er als Studio- und Bühnenmusiker tätig und komponierte Bühnenmusik für das Theaterfestival Erlangen. Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen für SONY/BMG haben ihn darüber hinaus als Tango-Geiger und Komponist international bekannt gemacht.</p>
<p>Seine Kollegen vom FLUTTERBAND TRIO sind nahezu prädestiniert für dieses Projekt: </p>
<p>Der junge Pianist und Virtuose Cyrille Guignard aus Chartres gab, kaum, dass er sein Studium bei Frankreichs derzeitigem Klavier-Star  Francois Chaplin abgeschlossen hat selbst als Professeur hochdotierte Meisterkurse in Frankreich, assistierte Koryphäen wie Jean Martin und beschäftigt sich, wenn er mal nicht Rachmaninoff oder Skrjabin spielt, mit der musique populaire francaise und vor allem mit Tango. </p>
<p>Der Bassist Bernd von Ostrowski studierte in den 70-gern im legendären Woodstock/New York bei Vorreitern des Free-Jazz wie Ornette Coleman, Charlie Haden und Don Cherry. Heute macht er unter anderem mit seiner Violone Barockmusik – zum Beispiel und vor allem von Bach.<br />
CD: BACH TUNES AND FREE TANGO<br />
CD kommt am 15.11.2010, EDITION 46, Best.Nr.: Ed46 46005, <a href="http://www.flutterband.de">www.flutterband.de</a></p>
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		<title>Michael Landau Trio »The Guitar Voice of America«</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 18:28:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazzie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man mal wieder heimlich Céline Dion, Michael Bolton oder Mariah Carey hört, liegt das vielleicht an dem »engelsgleichen Schweben« (Wikipedia): Michael »The Man« Landaus »magic chords«. Sein typischer Gitarrensound, ähnlich dem seines Kumpels Steven Lukather von TOTO, ist auf unzähligen Alben zu hören. Kommt Amerikas gefragtester Studio gitarrist (600 Alben zählt das Portal allmusic.com) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/landau.jpg"><img src="http://www.jazzie.net/wp-content/landau.jpg" alt="" title="landau" width="225" height="150" class="alignleft size-full wp-image-1187" /></a>Wenn man mal wieder heimlich Céline Dion, Michael Bolton oder Mariah Carey hört, liegt das vielleicht an dem »engelsgleichen Schweben« (Wikipedia): Michael »The Man« Landaus »magic chords«. Sein typischer Gitarrensound, ähnlich dem seines Kumpels Steven Lukather von TOTO, ist auf unzähligen Alben zu hören. Kommt Amerikas gefragtester Studio gitarrist (600 Alben zählt das Portal allmusic.com) an die frische Luft, sammelt er Antiquitäten und «umarmt die Welt«. Deshalb spielt er jetzt ja auch zum wiederholten Male im Alten Pfandhaus. Wir werden bestimmt wieder alle begeistert sein.<br />
Sonntag, 17. Oktober 2010 | 20:00 Altes Pfandhaus Köln<br />
Michael Landau Trio »The Guitar Voice of America«<br />
Michael Landau guitar | Andy Hess e-bass | Gary Novak drums<br />
Mehr unter <a href="http://www.myspace.com/michaellandau">http://www.myspace.com/michaellandau</a> | Tickets: VVK: 28 Euro zzgl. Gebühren | AK: 34 Euro</p>
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		<title>Trio Schmetterling CD- Abtauchen- Träumen- Spährischer Jazz</title>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 12:06:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazzie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jazz News]]></category>
		<category><![CDATA[cd]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[pop]]></category>
		<category><![CDATA[rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Abtauchen in  Jazz oder Rock oder Pop Musik. Sich aus der realen Welt bewegen beim Musik hören. Ein gutes Ziel. Ich habe das immer gesucht und auch oft schon gefunden. Spähren lauschen wie bei  &#8220;Solaris&#8221;. Leicht und locker versinken, wie in den frühen siebziger Jahren mit &#8220;Van der Graf Generator&#8221; oder  &#8220;Pictures of an Exebition&#8221;  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1122" title="3" src="http://www.jazzie.net/wp-content/3-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Abtauchen in  Jazz oder Rock oder Pop Musik. Sich aus der realen Welt bewegen beim Musik hören. Ein gutes Ziel. Ich habe das immer gesucht und auch oft schon gefunden.</p>
<p>Spähren lauschen wie bei  &#8220;Solaris&#8221;. Leicht und locker versinken, wie in den frühen siebziger Jahren mit &#8220;Van der Graf Generator&#8221; oder  &#8220;Pictures of an Exebition&#8221;  nur viel schöner und weicher, harmonischer. Nicht jeden Tag und nicht in jedem Jahr begegnet man solcher Musik. Ich habe gebannt einem  neuen  Album gelauscht. TRIOSCHMETTERLING.</p>
<p>Es sind schöne Titel auf der Scheibe  deren Namen allein schon Bände sprechen, wie  &#8220;Insel&#8221;, &#8220;Langsamer&#8221;, &#8220;Urlaub&#8221; oder &#8220;Kinderlied&#8221;. Jazz  steht drauf oder zumindest kommen die Musiker aus diesem Genre, aber Rock und Pop ist drin.  Besser ist das. Schön kann es auch für dich werden. Einfach mal hören.<span id="more-1121"></span></p>
<p>Gerade für dich den alten Jazz Rock Liebhaber mit Anspruch an taffen Rock&#8217;n Roll, könnte diese Scheibe in deinem Regal einen entspannten Sofa Abend rechtfertigen, ohne das du dich verleugnen musst.Könnte sein das einer reinkommt und sagt:&#8221;Oh ab vom Rock&#8217;n Roll ?Hörst du gerade Entspannungsmusik?&#8221; Sicher nein.</p>
<p>Es kommen zwar ungewohnt sanfte Töne aus den Boxen, das liegt aber eher an den Geschichten, welche    da erzählt  werden und damit einen zwischenmenschlichen  Dialog offenbaren. Der kann entweder in einem Konsens oder in einen Dissens gipfeln, doch niemals können beide Resultate nebeneinander bestehen ohne einen Kompromiss schließen zu müssen. Ein musikalischer Dialog hingegen kann extreme Gegensätze harmonisieren ohne dabei auch nur ansatzweise kompromissbereit sein zu müssen.</p>
<p>Wenn ich zum Beispiel &#8220;Urlaub&#8221; höre dann ist mir gerade da bewusst, wie hektisch und laut Urlaub heute ist. Flieg mal nach Mallorca mit  allinclusive. Dann lass die Tage Revue passieren.  Flug-, Liegen-, Strand -,  Essenstress  alles übervoll und laut. Da herrschen eine Menge schrille  Töne vor. Vom Trio gut erfasst komponiert und vertont,  sagen die Jungen Musiker, wie sie es sehen. Ebenso das &#8220;Kinderlied&#8221; Nur am Schluß gibts eine Reminizenz an die Harmonie. Richtig.  Das klingt gut.</p>
<p>trio.SCHMETTERLING.<br />
Gegründet nach einer Jam-Session 2007, beeinflusst von allen Strömungen moderner Musik, Avantgarde und Jazz, spielt das Trio, bestehend aus Jan Roth, Keisuke Matsuno und Alexander Binder, innovative<br />
Instrumentalmusik, die zu Recht Anspruch auf Nonkonformismus erhebt. Technisch absolut souverän<br />
gespielte Songs erzählen fesselnde Geschichten, die ohne Worte auskommen. Lieder, die eine eigene Sprache gefunden haben, Musik, die wie Fliegen klingt. Das aktuelle, selbstbetitelte Album sowie auch die Konzerte, sind von einem unglaublichen Facettenreichtum geprägt. Elegisch gespielte Unisonoarrangements wechseln mit frei treibenden Improvisationsteilen.Detailverliebt und elegant gespielte Melodielinien werden mit abrupt einsetzenden Rhythmusskeletten kontrastiert.<br />
Trotz klassischer Jazztriobesetzung mit Bass, Gitarre und Schlagzeug entsteht Musik abseits von klassischen Jazz-Strukturen. Das ist Soundscaping, hier spielt das Schlagzeug Melodien, hier ist die Gitarre oft nur noch Abstraktion, ist mal Klangfläche, mal Taktgeber. Hier löst sich der Bass von seiner ursprünglichen Rolle, spielt Melodieschnipsel, singt. Das ist dann auch kein Jazz mehr, das ist Popmusik ohne Popmusik, das ist progressiver Rock ohne Rock, das ist Filmmusik ohne Film. Das ist zeitlose Musik die sich Zeit nimmt.<br />
ALEXANDER BINDER (Bass/Komposition) Erfurt/Luzern 2005-2008 Bassstudium HfM “Franz Liszt” Weimar, Hochschule Luzern/CH  produziert und spielt u. a. mit Clueso, Bates, lilabungalow</p>
<p>KEISUKE MATSUNO (Gitarre &amp; Elektronik/Komposition) Berlin/Luzern 2005-2007 Jazzgitarre HfM “Franz Liszt” Weimar, Hochschule Luzern/CH spielte und arbeitete u.a. mit Nils Wogram, Till Brönner, Nils Landgren, Ronan Guilfoyle, Kammerorchester der Berliner Philharmoniker</p>
<p>JAN ROTH (Schlagzeug/Komposition) Oelsnitz/ Erfurt Abschluss HfM “Felix-Mendelssohn-Bartholdy” in Leipzig, 2003-2005 Manhattan School of Music New York/USA spielte und arbeitete mit Carly Bley, Steve Swallow, Joachim Kühn, Richie Beirach, Peter Evans, Dietmer Fuhr, Charles Evans, Matthias Bätzel, Moppa Elliott, Jelena Kuljic, Celine Dion</p>
<p>Mit dem &#8220;Abschiedslied&#8221; möchte ich schließen nicht ohne zu sagen, das ich glaube das Trio.Schmetterling am Anfang einer besonderen Story stehen. Das Abschiedslied der CD ist frei von Kitsch, klingt jung und erfrischend: Anders eben.</p>
<p><strong>Vielen Dank  der Band  für eine relaxte halbe Stunde mit Jazz und Rock.;-)</strong></p>
<p>ALBUM OUT NOW! als limitierte CD Auflage im pappcover mit magnetverschluss als Download auf iTUNES und AMAZONmp3.<br />
<a href="http://www.analogsoul.de">www.analogsoul.de</a><br />
<a href="http://www.myspace.com/trioschmetterling">www.myspace.com/trioschmetterling</a></p>
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		<title>Barbra Streisand neue Konzert-DVD „On Night Only“</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 13:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
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		<category><![CDATA[Jazz News]]></category>
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		<description><![CDATA[VERZAUBERUNG IST GARANTIERT Barbra Streisand&#8217;s neue Konzert-DVD: „On Night Only“ (Erschienen 30. April 2010) Es mag abgenutzt klingen, fast eine Plattitüde, aber Barbra Streisand hat immer noch &#8211; oder gerade jetzt – Töne, die einem das Herz brechen können. Wenn sie von den frühen Morgenstunden singt, in denen sie den Geliebten am meisten vermisst..(„ is [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VERZAUBERUNG  IST GARANTIERT Barbra Streisand&#8217;s neue Konzert-DVD: „On Night Only“<br />
(Erschienen 30. April 2010)</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/streisand-2.jpg"><img class="size-full wp-image-1119 aligncenter" title="streisand-2" src="http://www.jazzie.net/wp-content/streisand-2.jpg" alt="" width="605" height="360" /></a></p>
<p>Es mag abgenutzt klingen, fast eine Plattitüde, aber Barbra Streisand  hat immer noch &#8211; oder gerade jetzt – Töne, die einem das Herz brechen können. Wenn sie von den frühen Morgenstunden singt, in denen sie den Geliebten am meisten vermisst..(„ is the time I miss him most of all&#8230;“), dann haben  ihre Stimme und auch ihre Augen einen Ausdruck von Traurigkeit, der so bezwingend ist, dass  für einen Moment die Umwelt vergessen ist, und man unwillkürlich Selbsterlebtes reflektiert. Hier mischt Streisand Lebenserfahrung mit Schauspielkunst und man kann wählen, ob dies die „actress who sings“  ist,  oder doch mehr eine großartige Sängerin die den Song lebt.</p>
<p>Nach fast 50 Jahren ist sie für „one night only“  auf die kleine Bühne des  New Yorker Jazzclubs „Village Vanguard“ zurückgekehrt. ( 26. Sept. 2009)<br />
Ein Ort an dem sie, knapp zwanzigjährig, bisweilen im Proberaum übernachtete, und ihre irdische Habe in zwei Einkaufstüten untergebracht war. So berichtet Rick Edelstein in seiner Einführung zum Konzert.</p>
<p>Die Vorstellung, hautnah und intim, wirkt wie ein Heimspiel für Fans und geladene Prominenz: die 123 Personen sitzen dicht bei einander im legendären Village-Vanguard-Club, der  im Februar 75jähriges Jubiläum feiern konnte,  und lauschen der großen Barbra Streisand &#8211; die locker, charmant und völlig unspektakulär ihren Auftritt gestaltet. <span id="more-1118"></span></p>
<p>Bis auf ein paar Ausnahmen und fünf zusätzlichen Songs  ist das musikalische Programm im Grunde eine Liveversion ihres neuen Albums „Love Is the Answer“. Und diejenigen, die dem Album Gleichförmigkeit und eine triste, wenig zündende  Songauswahl vorwarfen, könnten ihre Meinung ändern, wenn sie Barbra&#8217;s umwerfende Performance der Songs auf dieser DVD sähen. Das sind Songs von höchster Qualität mit Inhalten und wunderbaren Melodien.</p>
<p>Besonders  Musikliebhaber und kritische Hörer, die gerne an Studioaufnahmen  Glätte und allzu viel Perfektion kritisieren, würden jetzt überrascht sein:  Hier sind sie endlich- die geforderten „Ecken und Kanten“ &#8211; und das bei einer Barbra Streisand!  Ja – die Stimme ist belegter als früher, und die immer häufigeren rauhen Töne gehören jetzt zu ihr wie ihr Alter.</p>
<p>Im Gegensatz zum Album, auf dem wir ihre Stimme vielleicht „klarer oder besser“ (?) hören,  hat sie auf der neuen DVD  „unperfekte“ Töne nicht nachbearbeitet – und bei den letzten, laut gesungen Noten von „The Way We Were“ scheut sie nicht den dramatischen Einsatz, wohl wissend, dass sie hier angestrengt und etwas heiser klingt.  Das ist echt, ungeschnitten, spontan und letztendlich  sehr beeindruckend.</p>
<p>Daneben aber hat sie immer noch Töne von berückendem Schmelz.  Man achte am Ende von „Nobody&#8217;s heart“ auf ihr wundervoll zartes Vibrato.  Auch geht sie mit zwei Songs ein besonderes Risiko ein: „My Funny Valentine“  und „Bewitched“ hat sie seit den 60er Jahren weder live noch im Studio gesungen. Beide Titel  sind Streisand-Meisterwerke. Besonders Streisands Auftritt in der Judy Garland Show 1963 blieb bis heute unvergessen und begründete ihren baldigen Weltruhm. Ein begeisterter Kritiker verglich damals Streisands Stimme bei „Bewitched“ mit dem Klang einer Stradivari&#8230;.! Gewagt !</p>
<p>Nach über vier Dekaden  singt Streisand die beiden Songs zum ersten Male – und sie gelingen ihr natürlich anders als damals, aber immer noch  großartig. Was sich an ihrer Stimme geändert hat, kann man vielleicht so beschreiben: singt sie leise oder zurückgenommen, dann klingt sie auch noch mit unglaublichen 67 weiterhin klangschön und zart wie ein Engel. Wird sie laut und dramatisch, klingt sie nicht wie früher kraftvoll und  stählern, sondern  &#8211; übertrieben formuliert &#8211; mitunter rauh und heiser wie ein Löwe. Daran werde sich die Fans gewöhnen müssen.</p>
<p>Zwischen den Songs erzählt Barbra viel von ihren frühen Jahren, sie erklärt, wovon die Songs handeln und warum sie ihr soviel bedeuten. Streisand ist eine faszinierende Geschichtenerzählerin &#8211; innerhalb und außerhalb der Songs. Der ganze Auftitt im Village Vanguard ist bestes Entertainment, gespickt mit persönlichen Erinnerungen, nostalgischen Gefühlen,  Selbstironie und viel Humor. Nachdem sie gerade einige Bemerkungen machte, die lautes Lachen beim Publikum ernten, sagt sie: „ ich muss jetzt ernst sein, denn ich singe jetzt vom Ende einer Beziehung.“  Gesprochenes und Gesungenes verbinden- und verdichten sich zu einer Einheit, als ob es zu einem  Theaterstück gehörte.</p>
<p>Barbra Streisand  hat auch ihre ernsten Momente, und das ist gut so. Denn über Gefühle größte Identifikation mit ihrer Person zu erreichen,  gehört immer noch zum kunstvollen Markenzeichen „Streisand“ . Diese Bindung an ihr Publikum funktioniert nun während einer fast 50 Jahre dauernde Karriere, und war nur möglich durch den authentischen Charakter ihrer Vorstellungen und Werke.</p>
<p>Bestes Beispiel dafür ist ihre Performance des Brel-Songs „Ne Me Quitte Pas“ welches ihr zum Kabinettstück gerät. Sie ist sensationell – spricht die Worte „I&#8217;d have been the shadow of your shadow&#8230;“ so bedeutsam und nachdrücklich aus, als seien sie aus einem Shakespeare-Drama. Nein – sie macht nicht zu viel und sie macht nicht zu wenig – sie macht es punktgenau. Eine solch reife Leistung zeigt hier auch einmal den „Vorteil“ des Alters&#8230;.! Stehende Ovationen ! Ein anderes melancholisches Meisterstück ist ihr vorletzter Song „Some Other Time“;  geschrieben von Leonard Bernstein.</p>
<p>Begleitet wurde sie an diesem Abend nur von vier Musikern. Schlagzeug, Bass, Gitarre und Klavier. In dem fantastischen Pianisten Tamir Hendelman hatte sie einen großartigen musikalischen  Begleiter.</p>
<p>Nach so vielen Jahren &#8211; fast am Ende ihrer Karriere angelangt &#8211;  hat Barbra Streisand mit diesem „kleinen“ aber auch ganz großem Konzert eine Lücke in ihrem Katalog oder Werkverzeichnis gefüllt.  Es gehört zu ihren besten !</p>
<p>Die intime Atmosphäre des kleinen Vanguard-Clubs steht im allergrößten Kontrast zu Konzerten wie ihr etwas bombastisches „Timeless“, mit 72 Musikern nebst großem Begleitchor! Und es zeigt sich: Eigentlich kann Barbra Streisand ohne Las-Vegas-Flair mehr beeindrucken: „back to her roots“</p>
<p>Und wenn wir dieses Konzert sehen, wenn wir mit etwas nostalgischen und zugegebenermaßen  sentimentalen (Fan)-Gefühlen auf die  fast 70jährige  Barbra Streisand schauen, dann lieben und genießen wir die Gewissheit, dass Barbra&#8217;s Traum Wirklichkeit wurde. Ein Märchen, von dem viel kleine Mädchen geträumt haben und dessen Verwirklichung heute immer mehr nur ein Traum bleibt.</p>
<p>Schauen sie sich diese DVD an – die Verzauberung ist garantiert!</p>
<p>PS: Es gibt dieses Konzert in drei verschiedenen Ausgaben:<br />
Normale DVD<br />
Blue Ray DVD<br />
DVD + CD ( Audio CD ist identisch mit DVD – Textpassagen aber gekürzt)</p>
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		<title>ELLA-Unerschöpfliche Energie und Kreativität „ Twelve Nights in Hollywood“</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 13:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werner's Jazz Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[cd]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz News]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Jazz-Label VERVE hat wieder einmal in seinen Riesen-Archiven gesucht und hat Fulminantes zu Tage gefördert. In einer luxuriösen CD-Ausgabe präsentiert VERVE &#8211; von Norman Granz in den fünfziger Jahren guegründet &#8211; 76 bisher unveröffentlichte, wirklich fantastische Fitzgerald-Liveaufnahmen. Unerschöpfliche Energie und Kreativität oder:  Die Freude des Singens Ella Fitzgerald ( 1917 – 1996 ) „ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jazz-Label VERVE hat wieder einmal  in seinen Riesen-Archiven gesucht und hat Fulminantes zu Tage gefördert. In einer luxuriösen CD-Ausgabe präsentiert VERVE &#8211; von Norman Granz in den fünfziger Jahren guegründet &#8211; 76 bisher unveröffentlichte, wirklich fantastische Fitzgerald-Liveaufnahmen.</p>
<h2>Unerschöpfliche Energie und Kreativität<strong></strong></h2>
<h4>oder:  Die Freude des Singens</h4>
<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/Ella-Fitzgerald1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1057" title="Ella Fitzgerald1" src="http://www.jazzie.net/wp-content/Ella-Fitzgerald1.jpg" alt="Ella Fitzgerald1" width="400" height="400" /></a></p>
<p>Ella Fitzgerald ( 1917 – 1996 ) „ Twelve Nights in Hollywood“    ( 4 CD &#8211; Collection 2009)</p>
<p>Auf 4 CDs &#8211; mit einer Laufzeit von 4:11 Stunden &#8211; wird hier ein Festessen für Ella-Fans und Liebhaber des Vokaljazz präsentiert. Aufgenommen 1961/62 &#8211; in der Hoch-Zeit der vielleicht größten, aber sicher berühmtesten  Jazzinterpretin aller Zeiten. Die L.A. Times schreibt dazu: „ She&#8217;s never been better“.  <span id="more-1056"></span></p>
<p>Die Frage aber nach den „besten“ Jahren der  unsterblichen Jazzlegende „ELLA“, ist schwierig und nur sehr differenziert zu beantworten  &#8211; und wenn &#8211; auch nur nach Dekaden zu bestimmen.  Ella Fitzgerald hatte ihre erste Schallplatte 1935 aufgenommen, und ihr letztes Album erschien bei Pablo 1990. Bis Anfang der 90er Jahre gab sie noch Livekonzerte, von denen zweifellos  Aufnahmen existieren – schon aus Dokumentationsgründen.</p>
<p>Ella&#8217;s Jahre der Reife ( auf Pablo, 1972 – 1990) sind geprägt von berührender Ausdrucksstärke und vollendeter Jazzphrasierung. Ihre Duette mit dem Gitarristen Joe Pass gehören zum Besten, was innerhalb des  Jazzgesangs zu finden ist. Bemisst und bewertet man Fitzgerald-Aufnahmen nach  musikalischem Niveau und  reinem Jazzgehalt, so könnte man die  Pablo-Jahre als ihre künstlerisch besten Jahre bezeichnen. Alle Alben ihrer Pablo-Jahre sind qualitativ hochrangig &#8211;  auch wenn Ella&#8217;s  stimmliche Qualität sich bereits Ende der der siebziger Jahre  mehr und mehr reduzierte.</p>
<p>Ihre  dynamischsten Jahre aber hatte Ella  in den Sechzigern – einer Zeit, in der sie  sich  fünfzig Wochen (!) im Jahr mit  Liveauftritten in aller Welt vor einem ständig begeisterten Publikum verausgabte. Denn so gut und präzise Ella auch im Tonstudio arbeiten konnte &#8211; auf der Konzertbühne war Ella Fitzgerald  in besonderer Hochform – und übertraf sich nicht selten selber.</p>
<p>Davon zeugen im besonderem Maße die gerade veröffentlichten Aufnahmen der zwölf Nächte im Crescendo Club von  Hollywood . Die ersten  10 Auftritte vom Mai 11. &#8211; 21.  1961 sind auf  drei CDs  enthalten. Zwei Konzerte von Juni 29. &amp; 30. 1962 enthält die vierte CD. Überwiegend wurde in Stereo aufgenommen und beim remastern der Klangqualität wurde sorgfältig gearbeitet.</p>
<p>Aber die typischen Nebengeräusche eines kleinen Nacht- beziehungsweise Jazzclubs blieben erhalten, was gut ist. So ist dieses ca. 200 Personen fassende Ambiente akustisch nachvollziehbar – der Klang spiegelt  hautnahe Intimität. Wenn 200 Menschen klatschen, hört sich das anders an, als  der brausende Applaus von 2000 oder mehr Personen in einer Halle.</p>
<p>Natürlich kann heute niemand mehr etwas Neues über Ella Fitzgeralds hohe Gesangskunst und ihren Stellenwert im Jazz schreiben. Alles wurde schon vor langer Zeit über sie gesagt und geschrieben in unzähligen Kritiken, Jazzbüchern- und Musikmagazinen. Auch ihre Musikerkollegen, fast immer Spitzenmusiker der klassischen Jazz-Elite, stellen Ella in klaren Statements auf den Gipfel des Jazzgesangs</p>
<p>Hört man sich nur die erste der vier CDs an, ist man geneigt, alle  überschwenglichen  Superlative die Ella Fitzgerald in ihrer fast 6ojährigen Karriere  zuteil wurden, jetzt noch einmal in gebündelter Kraft auszusprechen – denn eigentlich kann man diese Sängerin gar nicht genug loben. Diese Aufnahmen sind von einer sprühenden und rauen Ursprünglichkeit und beweisen, dass Ella eine der „ur-musikalischsten“ Sängerinnen überhaupt war. Der Klang ihrer Stimme ist jazziger, schwärzer und expressiver als beim legendären Berlin-Konzert vom Februar 1960. Dort war ihre Stimme von dieser  mädchenhaften Leichtigkeit und Fröhlichkeit, welche Kritiker verleiteten, in Ella  eine „Jazznachtigall“ zu sehen.  Diese herrlichen Aufnahmen,  inklusive der umwerfenden Ella-Version von „Mack the knife“, erreichten ein Riesenpublikum und erschreckten auch nicht so manchen Schlagerfan.</p>
<p>In den Aufnahmen vom Crescendo Club, Hollywood &#8211; nur ein Jahr nach dem Berlin-Konzert &#8211; swingt Ella härter, dynamischer und stimmlich aufgerauter. Ihr Temperament ist ungebändigt &#8211;  und tobt sich überbordend besonders in den langen Scatnummern aus. Ella, die größte „instrumentale“ Sängerin glänzt hier wieder mit schier unbegrenzten Ideenreichtum. Wenn ein Sänger nur zwei Minuten Scatgesang bringt, der nicht wirklich virtuos und   abwechslungsreich ist, weiß man, wie lang zwei Minuten sein können. Ella Fitzgerald singt in diesen Konzerten sechs -und sieben-minütige Scat-Songs.</p>
<p>Sie ermüden oder langweilen den Hörer niemals, weil ihre Scatvokalisationen schon rein technisch gesehen in ihrer unglaublichen Schnelligkeit, Elastizität und durch  ihren großen Tonumfang   faszinieren. Ella&#8217;s  Scat bewegt sich  im Feld aller Noten, von den tiefsten bis zu den höchsten.  Sie schafft aus der freien Improvisation viele Melodienbögen und bildet damit eine eigene, neue Komposition – die sie auf anderen Konzerten &#8211; zwar immer variiert – Note für Note wiederholen kann. Das berühmteste Beispiel dafür ist sicher Ella&#8217;s Scatversion von „How high the moon“. Im Hollywood-Konzert singt sie die phänomenale  Version des Berliner Konzerts mit all den komplex-vertrackten Tonsprüngen, Bass-Imitationen, irrsinnig hohen Scatspitzen oder Songzitaten  Note für Note noch einmal  &#8211; und das in höchster Perfektion.</p>
<p>Sehr bemerkenswert an diesen „Twelve Nights in Hollywood“ ist Ella&#8217;s riesiges Songrepertoire. An jedem Abend sang sie andere Songs oder stellte das Programm um. Es gab keine, wie sonst bei Konzerten üblich, fest wiederholte Reihenfolge der Songs.  Viele Titel aus Ella&#8217;s aktuellen und geplanten Plattenproduktionen  wurden im Programm integriert und so manche davon blieben die einzigen Liveversionen. Wie schön, dass man sie jetzt hören kann. Ungewöhnlich sind auch die Arrangements. Es gibt keinerlei Soli oder Instrumentalpassagen innerhalb der Songs. Ella bestreitet jeden Song durchgehend  ohne eine Pause während aller zwölf Konzerte.</p>
<p>Zwar wird sie souverän begleitet von ihrem Quartett &#8211; allen voran Lou Levy mit prägnant-robusten Pianospiel – ( auf CD 4 spielt Pianist Paul Smith  zurückhaltender ), aber das Gelingen dieser Konzerte lag klar  in Ella&#8217;s Verantwortung und Können.  Sie war praktisch jede Sekunde im Einsatz – der Fokus war 100% auf sie gerichtet – sie MUSSTE gut sein!</p>
<p>Diese vier CDs belegen: sie war weitaus mehr als nur „gut“. Sie war einfach wundervoll! Faszinierend in ihrer Vitalität und kreativen Vielfalt. Besonders im Wechsel von swingenden Titeln zu Balladen  erreicht Ella&#8217;s Gesang eine begnadete Intensität.  Die Stimme wirkt verändert, klingt plötzlich seidenweich, wenn sie  „ One for my baby“,  „Round Midnight“,  oder „But not for me“ vorträgt. Das fast immer  heiter interpretierte „My heart belongs to Daddy“  bekommt eine sehr melancholische Klangfarbe.  Dabei überzeugt und bewegt sie den Zuhörer mit jeder Note. Ihr Gesang ist hier trotz stimmtechnischer Perfektion immer von tiefgreifendem Gefühl  bestimmt und bleibt dabei doch schlicht. Ein Pathos gibt es nicht – aber die reine Lust und Freude  des Singens ist bei Ella Fitzgerald  stets  gegenwärtig und authentisch.</p>
<p>Diese „Einfachheit“ ist allerdings nicht mit Understatement zu verwechseln. Diese  intellektuelle Fähigkeit liegt Ella Fitzgerald  weniger. Auch unterkühlte und  ironische Untertöne oder Andeutungen  in der Interpretation sind nicht Ella&#8217;s Sache. Das waren eher die von  Billie Holiday kultivierten Attribute des Jazzgesangs. Ein Stil,  dem   Jazzexperten immer höchste Wertschätzung und Bewunderung einräumten. „Understatement singen“ steht bei Kritikern hoch im Kurs, bei mir eher nicht, weil ich es oft  aufgesetzt oder attitüdenhaft finde. Besonders dann, wenn bewusst und kalkuliert auf „Understatement“ gemacht wird – immer im Hinblick auf die Masche: „Weniger ist mehr“ . Was ja manchmal richtig ist – aber eben nicht immer!</p>
<p>Ellas Singen ist immer unverstellt und natürlich – niemals macht sie ein Schauspiel  beim Singen.  Wenn man ihrem Gesang lauscht, weiß man einfach, dass diese Töne direkt aus dem Innersten ihrer Seele kommen. Das Faszinosum von Ella Fitzgerald ist neben ihrer brillanten Gesangsbegabung und der einmaligen Stimme auch ihre  Natürlichkeit. Ella Fitzgerald gehörte zeitlebens  zur  Jazz-Elite, aber „ elitär“ wird für sie  ein Fremdwort  gewesen sein. Sie wird auch heute noch  von einer breiten Masse unterschiedlichster Musikfans geliebt und verehrt .</p>
<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/Ella-Foto2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1058" title="Ella-Foto2" src="http://www.jazzie.net/wp-content/Ella-Foto2.jpg" alt="Ella-Foto2" width="500" height="500" /></a>„Twelve Nights In Hollywood“  zeigen eine   vierundvierzigjährige Ella Fitzgerald auf der Höhe ihrer Schaffenskraft. Diese Liveaufnahmen zeugen von ihrer unerschöpflichen Energie, Improvisationsfreude und Kreativität. Sie verkörpert mit ihrer erstaunlichen Ausdrucksspannweite den Jazzgesang in seiner ganzen Komplexität.</p>
<p>Die optische Ausgabe dieser CD &#8211; Collection ist luxeriös und in der Information vorbildlich. In quadratischer Hardcover-Buchform sind auf vierzig Seiten viele s/w Fotos, Coverabbildungen in Farbe, ausführlicher Text zu den Konzerten und viele Details der Songs   enthalten.  VERVE könnte für „Twelve Nights In Hollywood“ erneut einen Preis für bestes Design bekommen.</p>
<p><strong>Nachtrag: </strong>1961 erschien ein Verve-Album &#8220;Ella In Hollywood&#8221; auf dem 12 Songs dieser Konzertreihe zu hören sind.  Nur 6 Titel wiederholen sich auf &#8220;Twelve Nights In Hollywood&#8221; aber jeder in einer anderen Version. Insofern ist der Sticker auf der Außenhülle von &#8220;Twelve Nights In Hollywood:  &#8221; ALL CUTS PREVIOUSLY UNRELEASED&#8221; absolut richtig.</p>
<p><strong>Verkaufsstatus bei US Amazon- ( 9.Dezember 2009) </strong></p>
<p>#1 in   <a href="http://www.amazon.com/gp/bestsellers/music/497302/ref=pd_zg_hrsr_m_1_3_last">Live Album</a></p>
<p><a href="http://www.amazon.com/gp/bestsellers/music/497302/ref=pd_zg_hrsr_m_1_3_last"> </a>#2 in   <a href="http://www.amazon.com/gp/bestsellers/music/598170/ref=pd_zg_hrsr_m_2_3_last">Vocal Jazz</a></p>
<p>#2 in    <a href="http://www.amazon.com/gp/bestsellers/music/598162/ref=pd_zg_hrsr_m_3_3_last">Traditional Jazz &amp; Ragtime</a></p>
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		<title>Barbra Streisand  Geniales Spätwerk  Love Is The Answer</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 11:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jazz News]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Geniales Spätwerk einer großen Sängerin! Barbra Streisand singt Jazzklassiker auf “Love Is The Answer”  Cover (CD  v.25. Sept. 2009) Im Laufe Ihrer langen und letztlich unvergleichlichen Karriere war Barbra Streisand immer wieder für musikalische Überraschungen gut – auch wenn so manche Ignoranten, besonders „Berufskritiker“, nie müde wurden zu behaupten, sie mache immer das Gleiche. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jazzie.net/wp-content/love-answer_e.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1022" title="love-answer_e" src="http://www.jazzie.net/wp-content/love-answer_e-300x297.jpg" alt="love-answer_e" width="300" height="297" /></a></p>
<p>Ein Geniales Spätwerk einer großen Sängerin! Barbra Streisand singt Jazzklassiker auf “Love Is The Answer”  Cover  (CD  v.25. Sept. 2009)</p>
<p>Im Laufe Ihrer langen und letztlich unvergleichlichen Karriere war Barbra Streisand immer wieder für musikalische Überraschungen gut – auch wenn so manche Ignoranten, besonders „Berufskritiker“, nie müde wurden zu behaupten, sie mache immer das Gleiche.</p>
<p>Als sie 1971 mit „Stoney End“ ihr erstes wirkliches Pop/Rock Album präsentierte, war das eine radikale Änderung ihrer bisherigen Musik. Mindestens ebenso überraschend war auch das furiose, elfminütige (!) Disco-Duett mit Donna Summer. Inmitten dieser Disco-Ära der Siebziger stellte Streisand  aber auch völlig unerwartet ein Album mit ausschließlich klassischen Liedern vor. Wer da ernstgenommen werden will, muss schon recht gut sein. Keine Geringeren als Leonard Bernstein oder Glenn Gould fanden es gut!</p>
<p>Anzumerken ist, dass Streisand ihre Pop-Rock-Disco Aufnahmen klasse brachte, aber zu spüren war doch immer, dass sie sich die Merkmale dieser Musik „angeeignet“ hatte. Dank ihrer exorbitanten  Begabung und  ihrer fantastischen Stimme gelang das sängerisch sogar recht überzeugend. Allein:  wirklich authentisch war es nicht. Mit hochachtungsvoller Erfurcht für die Komponisten, machte sie sich an die Stücke von „Classical Barbra“. Auch hier beeindruckt sie mit wunderbarer Stimme – aber trotz aller Schönheit ihrer Interpretation bleibt sie im Ausdruck vorsichtig und verhält sich eher neutral: Sie verbirgt Vieles von dem, was ihre künstlerische Persönlichkeit ausmacht.</p>
<p>Mit ihrer neuen CD „Love Is The Answer“ hat Barbra Streisand  sich nun zum ersten Male an ein relativ  jazzorientiertes Album gewagt – und sie gewinnt auf allen Ebenen! Schon bei den ersten Tönen ist zu spüren: Barbra Streisand ist auf eine neue, überraschende Weise wieder bei sich angelangt! Angelangt bei der Authentizität, welche die Musikwelt 1963 in Enthusiasmus versetzte! Wir erinnern uns: Streisand’s erstes Soloalbum begann mit „Cry Me A River“, einem Jazzklassiker und wurde gleich mit einem Grammy geehrt..<span id="more-1021"></span></p>
<p>Auf keinem Studioalbum der letzten Jahre konnte Barbra so überzeugen wie hier. Auf „Love Is The Answer“ erweist sie dem Zuhörer noch einmal neue Dimensionen ihrer Kunst – einer Gesangskunst, die allerdings Zuwendung verlangt: Wer nicht richtig hinhört, verpasst die Nuancen – und verpasst Alles! Obwohl Streisand’s Stimme an Höhe, Kraft und Energie altersgemäß eingebüßt hat, ist Ihr Ausdrucksspektrum erweitert und tiefer. Ständig wechselnde Klangfarben ihrer Stimme faszinieren und sprengen das Kaleidoskop der Töne.</p>
<p>Selten zuvor hat sie nuancierter und facettenreicher  gesungen. An Stelle der stimmlichen Perfektion hat sich Sensibilität, Intimität,  und eine für sie neue Art der Phrasierung in den Vordergrund gesetzt. Natürlich ist diese Stimme immer noch erstaunlich klangschön. Die wichtigsten Noten einer Melodie singt sie weiterhin klar und  komplett aus, streckt und dehnt sie mit kaum hörbarem &#8211; oder wo es passt &#8211;  auch extra betontem Vibrato.</p>
<p>Dabei bleibt sie meistens erfreulich unprätentiös und gestattet sich nur dort Pathos, wo es einfach hingehört: zu Brel’s  „Ne me Quitte Pas“. (If You Go Away).  Rührseligkeit war das Hauptmerkmal so mancher Versionen anderer Interpreten und “abgedudelter” kann ein Song fast nicht sein. Deshalb ist es um so mehr große Kunst, wie innerhalb dieses Songs durch Streisand’s unverstellte Identifikation echte Dramatik und neue  Spannung erzeugt wird. Anders als in früheren Jahren, in denen ihre Songs oft eine geradezu aufbrausende Steigerung kennzeichneten, nimmt sie sich heute zurück und gestaltet eine musikalische  Steigerung behutsamer.</p>
<p>„Love Is The Answer“ ist eine beeindruckende Gemeinschaftsarbeit mit Jazzstar Diana Krall.<br />
Sie produzierte das Album und sorgte für einen neuen, schlichteren Sound. Dieser Sound ist in seiner intelligenten Konzentration auf das Charakteristikum von Jazzballaden viel wirkungsvoller und adäquater, als beispielsweise die glatt-pompöse Orchestrierung des Moviealbums von 2003,  auf dem Streisand auch einige Jazzklassiker wie „But Beautiful“ oder „Wild Is The Wind“ singt.</p>
<p>Diana Krall, selber eine hervorragende Jazzpianistin, begleitet Streisand bei einigen Titeln. Aber auch die anderen Pianisten, allen voran der grandiose Tamir Hendelman, betonen versiert und inspirierend die  Jazzakzente  des Albums. Johnny Mandel arrangierte die Orchesterversion des Albums und hat außer beim ersten Titel „Here’s To Life“,  bei dem die Streicher noch ein wenig heftig aufwallen, angenehme Zurückhaltung walten lassen. Barbra Streisand Stimme ist nie abgedeckt durch eine unkreative Orchestersoße. Seine Arrangements sind schwebend leicht und erfreuen durch ein transparentes Klangbild.</p>
<p>Das Repertoire besteht aus Songs, die längst ihr Qualitätssiegel erhielten &#8211; also oberste Liga. Trotzdem sind einige davon  vielen deutschen Hören weniger bekannt. Da bleibt „Smoke Gets In Your Eyes“ die große Ausnahme. Alle Songs sind ruhig gehalten und mehr oder weniger von Melancholie getragen.  „Love Is The Answer“ wurde ein Jazzballadenalbum, vergleichbar mit dem Klassiker von Billie Holiday: „ Lady In Satin“ (1958), oder auch ähnlich wie „Like Someone In Love, ( 1957) von Ella Fitzgerald und Stan Getz.</p>
<p>Macht heute jemand ein Album mit zwölf Songs, die rhythmisch alle ähnlich strukturiert sind, wird sofort von Gleichförmigkeit und Langeweile gesprochen. Die Oberflächlichkeit des „Anhörens“ ist weiter verbreitet als jemals zuvor. Das mag an der unüberschaubaren Menge produzierter Musik liegen – und an der Vorherrschaft des Mainstreams. Schnelles Konsumieren ist angesagt – kommt ein Titel der etwas ähnlich anmutet als der Vorherige, wird sofort weitergeklickt. Konzentration oder auch nur etwas Zuwendung an eine Leistung ist zuviel verlangt. Direkt daneben gibt es ja zig Sachen, die uns nur so zufliegen!</p>
<p>Eine Stimme wie sie die Streisand heute hat, kann übrigens niemals langweilig oder fad sein, egal was sie nun gerade singt. Dafür sorgt unter anderem auch eine schwindelerregende Diskrepanz von noch immer mädchenhafter, fast unschuldiger Ausstrahlung in ihrer Stimme zu den brüchig- desillusionierten Untertönen einer lebenserfahrenen Diva.</p>
<p>Erfreulicherweise haben meine Recherchen ergeben, dass die US-Kritiken für „Love Is The Answer“  überwiegend gut bis überragend sind. Es gibt CDs, die legt man auf und spürt schon in den ersten zwei oder drei Minuten: hier stimmt alles! Meistens sind das Alben, deren Konzept der Musik kompromisslos ist.  Eben genauso ein kompromissloses Album ist „Love Is The Answer“.</p>
<p>Barbra Streisand, die oftmals und besonders gerne  auf ihrem Moviealbum ihre Interpretationen zu rein klangkultivierten Erbaulichkeiten stilisiert,  befreit sich auf ihrem neuen  Album von der reinen Ästhetik und bekennt sich zu Wahrhaftigkeit, Intimität und Verletzlichkeit. Sie ist bereit, gelebte Situationen zu vermitteln.  Es gibt Momente, in denen ihre Stimme schwächelt oder Rauheiten aufweist  &#8211; aber nicht nur dann beginnt  sie die Noten zu improvisieren. Sie tut damit etwas, was dem Album auch eine Art von Jazzflair gibt – wissend, dass die Improvisation zum Jazz gehört wie das Wasser zur gedeihenden Pflanze. Das leuchtende Charisma von Streisand’s  Stimme ist kleiner geworden: sie bedient auf „Love Is The Answer“ nicht ihre Stimme sondern voll und ganz den Song in seiner absoluten Essenz.  Sie ist dadurch auch viel besser im Einklang mit ihren Musikern, weil sie nicht mehr die einzige Attraktion eines Albums, einer Musik ist.</p>
<p>Die Bonus-CD von „Love Is The Answer“ (in der Deluxe CD Ausgabe) enthält die akustisch atemberaubende Quartettversion.  Es sind die gleichen Titel in gleicher Reihenfolge und auch  Streisands Gesang ist die gleiche Aufnahme – nur die Orchesterbegleitung fehlt. Diese Quartettversion liefert den eindeutigen Beweis für Streisands musikalische Reife. Inmitten dieser reduzierten Begleitung entfaltet sich die größtmögliche Intimität und höchste Reinheit im Klang. Eine neue  unüberhörbare Qualität, ein neuer Impuls in Streisands Singen wird so viel deutlicher als auf der Orchesterversion des Albums.</p>
<p>Die Bossa-Nova-Titel „Gentle Rain“  und  “Love Dance” faszinieren durch   betörende, hingetupfte  Zartheit. In „Spring Can Really Hang You Up The Most“ gelingt  Barbra  im Mittelteil des Songs ihre beste Jazzphrasierung des Albums.  Die zwei Songs „Make Someone Happy“ und „In The Wee Small Hours of The Morning“ sind mit ihrer durchdringenden Schönheit und Klarheit die lyrischen Glanzstücke der CD überhaupt.</p>
<p>Wie individualistisch, eben unvergleichbar,  Streisand wirklich singt, ist am ehestem bei einem Stück zu hören, welches die farbige Vokalgruppe  „The  Platters“  ehemals zu einer Weltschnulze gemacht haben: „Smoke gets In Your Eyes“ entbehrt in der Streisandversion gänzlich den triefenden Kitsch und gerät ihr fast ein wenig „schräg“ mit einer bittersüßen Betonung auf Schwermut. Aus der simplen Eingängigkeit des Songs macht Streisand auf meisterhafte Weise das Gegenteil und gibt dem Text des Liedes eine neue, vielleicht echtere Bedeutung.</p>
<p>„Some Other Time“, eine Leonard Berstein Komposition mit unerwarteter Melodieführung und auch der Bonustrack „You Must Believe In Spring“, kunstvoll nur mit Pianobegleitung, legen am Ende der CD unmissverständlich das Siegel „It’s Art“  über dieses geniale „Spätwerk“.</p>
<p>„ Love Is The Answer“ hat für mich die Aura einer leisen Sensation. Herzlichen Glückwunsch, Frau Streisand. Schön, dass Sie dieses Album gemacht haben – ich hatte schon lange auf so etwas gewartet!</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/s/?ie=UTF8&amp;keywords=streisand+love+is+the+answer&amp;tag=googhydr08-21&amp;index=aps&amp;hvadid=3232062625&amp;ref=pd_sl_5f6cfwm3kn_b" target="_blank">CD bei Amazon</a><br />
<!-- ProPlayer by Isa Goksu --><div name="mediaspace" id="mediaspace"><div class="pro-player-container" width="550px" height="450px"><div id="pro-player-1021pp-single-4f2df9c384022"></div></div></div><script type="text/javascript" charset="utf-8">var flashvars = {width: "550",height: "450",autostart: "false",repeat: "false",backcolor: "FFFFFF",frontcolor: "666666",lightcolor: "66cc00",stretching: "fill",enablejs: "true",mute: "false",skin: "http://www.jazzie.net/wp-content/plugins/proplayer/players/skins/default.swf",logo: "http://www.jazzie.net/wp-content/plugins/proplayer/players/watermark.png",image: "http://www.jazzie.net/wp-content/plugins/proplayer/players/preview.png",plugins: "rateit-1",javascriptid: "1021pp-single-4f2df9c384022",image: "http://www.jazzie.net/wp-content/plugins/proplayer/players/preview.png",file: 'http://www.jazzie.net/wp-content/plugins/proplayer/playlist-controller.php?pp_playlist_id=1021pp-single-4f2df9c384022&sid=1328413123'};var params = {wmode: "transparent",allowfullscreen: "true",allowscriptaccess: "always",allownetworking: "all",0: "width"500""};var attributes = {id: "obj-pro-player-1021pp-single-4f2df9c384022",name: "obj-pro-player-1021pp-single-4f2df9c384022"};swfobject.embedSWF("http://www.jazzie.net/wp-content/plugins/proplayer/players/player.swf", "pro-player-1021pp-single-4f2df9c384022", "550", "450", "9.0.0", false, flashvars, params, attributes);</script></p>
<p>Nachtrag,  11. Oktober 2009:<br />
Das Album debütiert  in den USA  auf Platz 1 der Billboard –Charts.<br />
Damit weitet Streisand  ihre Führung als weiblicher Act mit den meisten Nummer-eins-Platzierungen ( 9)  in der Geschichte der &#8220;Billboard 200&#8243; ihren Erfolg weiter aus.<br />
In den englischen Charts erreicht „ Love Is The Answer“  nach dem Einstieg auf #4  in der zweiten Woche auch die Position 1.<br />
Es gibt außer Streisand bisher keinen Künstler weltweit, der in fünf aufeinander folgenden Dekaden<br />
(60er Jahre bis 2009)  mindestens jeweils ein Album in jeder Dekade auf  # 1 hatte. Kontinuierlich. ist Barbra Streisand’s Popularität und ihr künstlerische Schaffen<br />
über einen Zeitraum von knapp 50 Jahren präsent.  Mit ihrer aktuellen # 1 Platzierung von „ Love Is The Answer“ ist sie außerdem mit ihren 67 Jahren auch die älteste<br />
Künstlerin, die einen solchen Erfolg aufweisen kann.   </p>
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